So ,ich werde dann einen der traditionellen Threads mal wieder aufmachen. Alle Texte mit T.S. sind min.
Am 11.1. um 6.40 kam es zu zwei Explosionen auf dem 1987 erbauten Tanker "Golden Lucy", 12700 tdw, im nigerianischen Hafen Harcourt. Das Schiff lag nicht an einem Ölterminal. Nach den Detonationen brach ein Feuer im Vorschiff aus. Feuerwehren gingen gegen die Flammen an. Nigerianische Rebellen bekannten sich später, eine Bombe gelegt zu haben. (T.S.)
Der 228 Meter lange, norwegische Chemikalientanker “Mariella”, 41766 BRZ, riss sich am 10.1. gegen 11.30 Uhr bei bis zu 60 Knoten Wind in Weymouth Harbour, Dorset, vom Anker los. Das RNLI-Boote aus Weymouth kam zu Hilfe, um im Bedarfsfall nicht benötigte Crewmitglieder abzubergen, der Küstenwachschlepper „Anglian Earl“ kam zu Hilfe und ein Helikopter wurde alarmiert. Das Schiff hatte keine Ladung an Bord und lag zu Maschinenreparaturen in der Bucht, in der auch etliche andere Windlieger ankerten. Das 1986 erbaute Schiff hatte bei 8,3 Metern Tiefgang nur noch einen Meter Wasser unter dem Kiel und 60 Yards Distanz zur Küste, als es um 12.45 Uhr gelang, den Tanker auf den Haken zu nehmen und an einen Tiefwasser-Ankerplatz in Portland zu bringen. (T.S.)
Unzureichendes Training und schlechte Navigation haben 2006 den Unfall der “Crown Princess” verursacht, die sich plötzlich überlegte, wobei fast 300 Menschen verletzt wurde. Das National Transportation Safety Board gab am 10.1. das Untersuchungsergebnis bekannt, nach dem der Kapitän nicht erkannt habe, wie schnell das Schiff in flachem Wasser gewesen sei, sodass es vom Kurs abkam. Der 2. Offizier hatte den Autopiloten zur Kurskorrektur abgestellt, dann aber einen falschen Kurs gesteuert. Die Fehler des Kapitäns und seines Untergebenen beim Betrieb des integrierten Navigationssystems rührten von schlechtem Training her, hieß es. Princess Cruises entschuldigte sich am selben Tag und sagte, es seien bereits Veränderungen im Navigationstraining vorgenommen worden. Die “Crown Princess” war am 18.7.2006 von Port Canaveral nach New York City als letztem Hafen einer 10-tägigen Karibik-Kreuzfahrt ausgelaufen, als sie sich plötzlich 24 Grad überlegte. Der Kapitän war nicht auf der Brücke des erst einen Monat im Dienst befindlichen Schiffes gewesen. Princess Cruises erwartet in Los Angeles noch eine Klage von rund 35 Passagieren, die schwer verletzt worden waren. (T.S.)
Bei einer Rettungsübung auf dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "MSC India" 28 Meilen südlich der schwedischen Insel Öland kam es am 9.1. um 14.30 Uhr zu einem tödlichen Unfall. Das geschlossene Boot riss von seiner Halterung und stürzte aus rund 15 Metern Höhe in die aufgewühlte Ostsee. Einer der drei Männer im Boot war sofort tot, die beiden anderen wurden von einem Rettungshubschrauber ins Blekinge Hospital in Karlskrona geflogen. Hier starb einer von ihnen, der dritte liegt auf der Intensivstation. Die Verunglückten kamen aus Indien und Pakistan. Die "MSC India" ist 155 Meter lang und wurde 1991 erbaut. Sie lief im Laufe des Tages nach Antwerpen weiter. (T.S.)

