
Somalische Piraten haben die unter iranischer Flagge fahrende Dhau 'Al Waseemi' nach fast zwei Wochen verlassen haben. Im Rahmen der EUNAVFOR-Operation eingesetzte Einheiten hatten das Schiff verfolgt und Druck auf die Piraten ausgeübt, ohne jedoch wegen der Sicherheit der als Geiseln genommenen Besatzung einzugreifen.Die italienische Fregatte 'Emilio Bianchi' hatte die Dhau am 27. März, 48 Stunden nach Eingang der ersten Meldung über die Entführung, etwa 480 Seemeilen südwestlich von Mogadischu geortet. Gemeinsam mit der spanischen Fregatte 'Canarias' näherte sie sich dem Schiff. Eines der Schiffe begann am 27. März mit der Aufklärung mithilfe von Luftstreitkräften, das zweite traf am 30. März ein. Zu diesem Zeitpunkt meldete EUNAVFOR, die Dhau sei isoliert und stelle keine Gefahr mehr für die Schifffahrt dar. Die Piraten hatten mit hoher Wahrscheinlichkeit geplant, das Fischerboot als Mutterschiff zu benutzen, um größere Schiffe zu kapern. Die Schiffe überwachten die Dhau weiterhin und koordinierten sich mit der somalischen Küstenwache an Land. EUNAVFOR erhöhte mithilfe von See- und Luftstreitkräften den Druck auf die Entführer, woraufhin diese die Dhau schließlich aufgaben. Die Marinekräfte gingen am 5. April an Bord, um die Sicherheit der Besatzung zu gewährleisten. Sie versorgten die Fischer mit Nahrung, Wasser und medizinischer Hilfe.
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Foto: Atalanta