Ich habe eine gemischte Meinung zu Google Street View. Auf der einen Seite finde ich es interessant durch Häfen zu gehen und tolle Schiffe zu sehen.
Auf der anderen Seite fühle ich mich ein bisschen ausspioniert.
Muss mal gucken, wann das Google Auto bei mir vorbei fährt. (Dann schnell im Gartenhaus verstecken )
soweit es mich und meine scheinbar einfache und unverantwortlich gedankenlose Sichtweise des Problems betrifft , finde ich "Street View" einfach praktisch , gerade was die Urlaubsplanung anbelangt . Vor dem Buchen des Ferienhauses in der Bretagne wurde erstmal per Streetview nachgesehen , wie das Haus gelegen ist . Selbst ein kleiner Ort wie Guisseny Nodeven einschließlich "unseres" Feriendomizils , wohin wir letztlich gefahren sind , konnte auf Street View bewundert werden . Außerdem konnte ich vom heimischen Monitor nochmal sentimental die Stationen meines 6 monatigen Neuseelandaufenthalts ( Auslandsstudiensemester + lange Rundreise ) verfolgen ( ach ja , die Studentenzeit...seufz..) , einschließlich der baulichen Veränderungen der letzten Jahre , ohne erst wieder 24 Stunden dorthin fliegen zu müssen . *****Ironiemodus an : Was jetzt das Auskundschaften der Immobilien zwecks Einbruchs , Raubes , Mordes und Totschlags und sonstiger Kapitalverbrechen anbelangt : wäre ich ein Verbrecher , würde ich mich doch eher auf die Recherche vor Ort verlassen , denn in den Jahren , die zwischen den Zeitpunkten der Aufnahmen und dem aktuellen Datum liegen , könnte sich an den Objekten etwas Gravierendes geändert haben ( "ups , der Supermarkt steht ja da , wo sich das Haus , das ich eigentlich jetzt überfallen wollte , hätte befinden müssen." ) . Ich würde mich auch eher auf den Bereich konzentrieren , den ich kenne und der innerhalb des näheren Umfeldes liegt und der somit auch -wie bereits gesagt- vor Ort ausgekundschaftet werden kann . Als Ahrensburger würde ich sicher keine Bank in Garmisch-Partenkirchen ausrauben oder in ein Haus in -sagen wir mal- Wunsiedel einsteigen , die An- und Abreise wäre mir , gerade aufgrund der unzähligen Autobahndauerbaustellen und -staus zu nervig und die Bahn ist ja auch keine wirklich planbare Größe . Wer sagt mir außerdem , ob die Bewohner des Objektes meiner Begierde tatsächlich solvent sind ? Telefonbucheinträge und Häuseransichten sagen ja nichts über Wertgegenstände oder den Sparstrumpf unter der Matratze aus . Nichts also geht über die Nachforschungen vor Ort . Street view würde ich als Verbrecher daher eher nutzen , um zu sehen , ob der kleine Ort in Südamerika , in den ich mich mit dem ergaunerten , hinterzogenen oder geraubten Geld absetzen möchte , denn auch hübsch gelegen ist . Obwohl es in Lateinamerika scheinbar noch kein Street View gibt . Na ja , dann werde ich wohl erst mal weiter auf ehrliche Weise meine brötchen verdienen müssen .****Ironiemodus aus .
Ansonsten scheint Street View in Australien , den USA , Frankreich , Großbritannien , den Niederlanden , Belgien , Italien , Spanien , Kanada , Neuseeland , Mexico , Norwegen , Dänemark , Schweden und Finnland , Japan , ja selbst in Singapore etc. etc. offensichtlich keine Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder der persönlichen Sicherheit darzustellen . Nur wir latent paranoiden deutschen Umstandskrämer müssen alles verkomplizieren und aus Allem ein Drama und / oder ein bürokratisches Ungetüm machen .
Also ich finde es auch eine tolle Sache, man kann da - wie oben schon erwähnt - mal vorab sehen, wie es da aussieht, wo man hinfährt. Oder auch mal gucken, wo man schon war, einfach so. Und sich evtl. wieder ein bisschen Fernweh nach Orten wie Helsinki oder Stockholm holen
Eine Gefahr sehe ich da in keiner Art und Weise, und wieso sollte ich mich ausspioniert fühlen ? Selbst wenn ich mich selbst da entdecken könnte, auf der Strasse schlendernd, etc., was soll daran falsch sein ? Wenn ich auf der Strasse gehe, in der S-Bahn sitze, werde ich doch auch von ZIG Leuten gesehen ! Wo ist also der Unterschied ? Immerhin bewegt sich diese Kamera ja an öffentlich zugänglichen Plätzen und nicht in unserern Badezimmern oder ähnliches.
Sehr lustig ist der Hafenanblick von Ijmuiden: zuerst liegt die PoN mit dem Bug nach vorne und, wenn man weiterklickt, liegt die PoN mit dem Heck nach vorne, dann wieder umgekehrt und ein paar Klicks weiter wieder gedreht.
Generell finde ich Street View eigentlich sehr gut und kann gar nicht verstehen, warum sich so viele in Deutschland darüber aufregen. Als ich Ende Mai eine Woche in Schweden war, habe ich mir vorher die dortigen Jugendherbergen angeschaut. Man will ja gerne wissen, wo man hinkommt.
Ich finde das Street View keine schlechte Idee ist. Die Fotografieren ja nicht in die Häuser rein. Alles was die Fotografieren ist auch für alle Menschen sichtbar die im selben Moment an der gleichen Stelle sind. Dieses ganze Datenschutz gelaber ist im falle von Streetview total überzogen. Gesichter und KFZ- Kennzeichen werden zensiert. Das Google W-Lan Netze gescannt hat ist ne andere Sache die hier aber eher fehl am Platze ist.
Das man durch die Häfen der Welt "gehen" kann ist schon ne feine Sache, wobei die Google Jungs auch nicht weiter an die Schiffe heran kommen als wir "Normalsterblichen" und wenn kein Schiff im Hafen war als Google da war sieht man auch nichts
Ich habe mir die ganzen Orte in Dänemark beguckt wo ich schonmal war. Ist ganz nett nochmnal die "Ausflüge" nachzuverfolgen.
Die typisch deutschen Datenschutzdiskussionen sind in diesem Fall leider mal wieder ziemlich lächerlich. manch Politiker, allen vorran unsere Bayrische Oberverbraucherschutzministerin will wohl nur von der eigenen unzulänglichkeit und purem Unwissen in sachen Internet ablenken. Da noch deutschen verbrauchern die hoffnung zu machen das man irgendwelche widerspruchsfristen etc hinauszögern kann ist so mit der größte Unsinn den ich je gelesen habe. Ich rege mich jedenfalls nicht künstlich über etwas auf, nurum zu verschleiern das ich selbst viel zu lange tief geschlafen habe.
Dazu Zwei aspekte:
1. wie hier auch schonmal geschrieben, sieht man auf den Bildern nun wirklich nix außergewöhnliches. man sieht Häuserfassaden die man genauso oder sogar besser auch sieht wenn man völlig legal einfach selbst durch die Straßen fährt. IN die Häuser rein kann man jedenfalls nicht gucken allenfalls nicht wirklich definierbare Umrisse sind erkennbar. Ich weis nicht was so schlimm daran ist,. die Bilder sind allesamt bei der Veröffentlichung ein Jahr oder älter und gerade in städten darf man davon ausgehen das die betreffenden Wohnungen dann doch häufiger mal einen Mieterwechsel erleben. Somit können weder Einbrecher noch sonstige Ganoven wirklich wertvolle daten dort sammeln. wer irgendwo einbrechen möchte wird die gegend wohl lieber aktuell und live ausspähen...aus dem eigenen Auto. Für dne simplen Tourist kanns dagegen nett sein, sich schonmal den urlaubsort anzugucken, da ist ja nix verbotenes schlimmes dran zu erkennen, wobei auch der gemeien urlaube rdamit rechnen muss das er veraltete bilder sieht.
2. der zweite Aspekt ist die rechtliche Seite. hier wird laufend in der Presse versucht davon abzulenken das das Kind schon ewig in den bekannten Brunnen gefallen ist. Die Politiker und Regierungen der letzten Jahre haben es konsequent und durch alle Parteien hinweg verschlafen, Gesetze dem Internetzeitalter und den damit aufkommenden neuen Technologien anzupassen. Davon möchte Frau Aigner sicher gerade ablenken, obwohl es in meinen augen besser wäre sie würde ihre Zeit darauf verwenbden diesen Missstand zu beseitigen. aber da wird lieber fleissig öffentliches Bashing gegen google, facebook und co betrieben. wenn man Google StreetView denn ablehnt, aus welchen Gründen auch immer, hätte man das Fotografieren an sich verhindern müssen, nur gab und gibt dies das deutsche recht nicht her. im gegenteil, einige Kommunen freuten sich über google und versuchten von Google "Nutzungsgebühren" zu kassieren, um die Stadtkassen aufzubessern(um hinterher dem Bürgern zu empfehlen widerspruch einzulegen; welch Schitzophrene Einstellung) . Paralell dazu versucht man dem deutschen Bürger vorzugaukeln, das er irgendetwas rechtlich erreichen kann mit widersprüchen. In wirklichkeit verhält sich das ganze aber eher auf, sagen wir mal, kulanzbasis von google. Die Fotos sind bereits gemacht und liegen auf Servern in Googleeigenen Rechenzentren auf der ganzen Welt. Wenn nun google irgendetwas verpixelt oder nicht veröffentlicht ist das schlicht ne nette geeste, rechtlich wird man da kaum was durchsetzen können. oder glaubt hier jemand wirklich er könne sich auf deutsches datenschutzrecht berufen, wenn er daten gelöscht haben will die auf einem Server in Timbuktu, den Osterinseln oder den USA liegen? und selbst wenn, was erreicht ein Ottonormalverbraucher, wenn er ein Urteil erwirken würde? wie sollte das durchgesetzt werden bzw. wie kann sich ein verbraucher sicher sein, das die daten tatsächlich restlos gelöscht sind und weltweit auf keiner festplatte mehr schlummern? das geht schlicht nicht, oder glaubt hier irgendjemand das ein Server dann einen gerichtsverwertbaren beleg ausspuckt auf dem steht das datensatz xy gelöscht wurde und auch nicht wiederherstellbar ist? Meiner Meinung nach wird Verbrauchern von der eigenen Regierung hier etwas vorgegaukelt, man muss es wirklich fast als kasperletheater bezeichnen, wenn sich Frau Aigner hinstellt und behauptet die Verbraucher hätten diese und jene rechtliche Möglichkeiten. denn die sind weder sinnvoll durchsetzbar, noch existieren passende Gesetze die man durchsetzen könnte. wenn Google will, veröffentlichen sie alles. man wird sie nicht daran hindenr können. das ist nunmal (leider) die Wahrheit, die Politiker aller Parteien nicht einsehen wollen. es gibt schlicht keine umfassende rechtliche handhabe betreffend daten im Internet. die sind nunmal weltweit verfügbar,da nutzt, wenn denn überhaupt vorhanden, auch nationales Gesetz recht wenig. Oder glaubt ihr ein Rechenzentrum am anderen Ende der welt bekommt das große fürchten wenn man mit nem deutschen gerichtsurteil winkt? und wenn man das alles nicht will hilft bei der derzeitigen gesetzeslage eigentlich nur den Stecker zu ziehen und das Netz abzuschalten. DAS will aber dann plötzlich und kaum verwunderlicherweise auch niemand, bringt das Internet doch auch soooviele Vorteile mit Sich, von interessanten Foren wie diesem bis hin zu handfesten wirtschaftlichen Interessen, die einfach wegbrächen,wenn man das netz abschalten oder zensieren(china lässt grüßen) würde....