Bernd U hat geschrieben: ↑Di 9. Sep 2025, 12:21
lilleprins hat geschrieben: ↑Di 9. Sep 2025, 12:12
Volker Landwehr hat geschrieben: ↑Mo 8. Sep 2025, 16:18
Ich wusste nichts von diesem Boot und ob es erhalten er verschrottet wird, ist mir völlig egal.
Das ist beides sehr schade und es sind nur sehr schwache Argumente. Wenn es dir so egal ist, warum vertrittst du dann hier so vehement deine Einzelmeinung?
Historiker werden das anders sehen und ich persönlich hätte das Kaiserliche U-Boot gerne als Museumsschiff am Kaiserlichen Fort Kugelbake gesehen.
Wie viele Millionen wolltest Du denn ausgeben,um diesen Schrott wieder herzurichten?
Ich kann hier immer noch die Aufregung über die Wiederherstellung der Museumsschiffe in Bremerhaven hören ,die in einem wesentlich besseren Zustand waren. Und Volker vertritt hier auch keine Einzelmeinung. Deutschland hat im Moment glaub ich andere Probleme und davon Genug.
Mfg Bernd
Dem kann ich nur beipflichten!
Wenn das Boot seit 106 Jahren im Schlamm vor sich hinrottet, wird nichts mehr groß erhaltenswert gewesen sein. Die Hülle, wie man gesehen hat, schon mal gleich gar nicht. Ob man jetzt im Anschluss aus den beiden Einzelteilen noch etwas rausholen, überarbeiten und dann eventuell ausstellen kann, müssen jetzt Fachleute klären.
Eine Restaurierung wird sicherlich kaum möglich sein, wie viel Geld müsste man dafür investieren und wieviel originales Boot bleibt dann noch erhalten? Wenn am Ende, sagen wir mal mehr als 70% der Struktur ersetzt werden müsste, um ein ausstellungsfähiges Boot zu erhalten, dann kann man auch gleich eine Replika anfertigen.
Und nebenbei, wir Deutsche neigen dazu, die überhand werdende Bürokratie wenig zu mögen. Jetzt, wo eine Behörde auf eine potentielle Gefahr schnell und mehr oder weniger unbürokratisch reagiert hat, wird sich ebenfalls aufgeregt. Das WSA als auch das BSH hat meiner Meinung nach gut reagiert und egal ob das Boot dem WSA, dem Bund, dem Bürgermeister von Otterndorf oder dem Meer gehört, keiner hat in den vergangenen 60 Jahren irgendeinen Anspruch erhoben und sich demnach um "sein Eigentum" gekümmert. Das Boot hätte zu einer realen Gefahr werden können und musste weg!
Wie viele Ressourcen hätte es gebunden, wenn nun wieder unzählige Parteien ihre Meinung dazu abgegeben hätten, unzählige Gutachter hätten wieder tausende Euro verdient und wären am Ende wieder nicht der gleichen Meinung, Genehmigungen wären ausgestellt worden und von anderen Behörden wieder eingezogen worden, jeder, bis hin zum Museumsvorstand und dem NABU hätte ein Veto eingereicht, jeder hätte eine andere Auffassung und Meinung zum bergen des Bootes gehabt...
Am Ende wäre das Boot auch in zehn Jahren noch im Schlamm gewesen, weil die entsprechenden Gutachten der Gutachten noch nicht fertig gewesen wären und es keinen mehr gibt, der am Ende noch die Verantwortung übernommen hätte, oder kein passendes Bergekonzept vorliegt. Das ganze hätte wieder viel Geld gekostet, wo auch wieder alle meckern.
Im schlimmsten Fall wäre das Boot bei einem der kommenden Winterstürme dann doch in einen befahrbaren Bereich vertrieben und hätte Schäden an Seefahrzeugen verursacht. Dann wäre das Geschrei wieder groß, warum keiner was gemacht hat!
Versteht mich nicht falsch, ich bin auch ein Freund davon, erhaltenswertes zu erhalten. Aber in diesem Fall ist es völlig egal ob das Boot im Ganzen oder eben in zwei Teilen gehoben wurde.