Stena-Line

Bobby1978
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Re: Stena-Line

Beitrag von Bobby1978 »

Overandout hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 11:41

Der Nutzungsvertrag des Terminalgeländes in Varberg wurde durch die Stadt nicht verlängert, daher ist Stena nach Halmstad abgewandert.

Ah, ok. Wusste ich so auch noch nicht. Dankefür die Info! Hatte mich damals schon gewundert.
Die Stadt erschließt das Gelände als Bauland.

Stena wurde damals ein anderer Liegeplatz angeboten, die Erschließung hätte aber laut eines Berichts der Hallands Nyheter (den Link dazu hab ich jetzt nicht parat) 35 Mio. SEK (ca 3,8 Mio. €) kosten sollen und von Stena alleine getragen werden müssen.
Bobby1978
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Re: Stena-Line

Beitrag von Bobby1978 »

shipspotter96 hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 19:40
Uvd wue sieht es eigentlich bei der 'Stena Vinga' aus? Nimmt die auf ihrer Frederikshaven-Göteborg-Route nur Fracht mit? Ubd auf der Kiel-Göteborg-Route? Zu ihrer Bornholmzeit war sie doch sicher keine reine Frachtfähre, oder?

Ich sehe gerade, Anfang 2023 war sie ebenfalls in Kiel. Ich erinnere mich daran, sue ein mal in Kiel gesehen zu haben, das muss aber noch vor der COVID-Pandemie, also Anfang 2020, gewesen sein. https://de.wikipedia.org/wiki/Stena_Vin ... n_Kiel.jpg
Zu ihrer Zeit auf der GOT-FRE konnte man die Vinga nur mit Fahrzeug buchen. Fusspassagiere waren nicht möglich.

Ich war im Januar 2021 auf der Vinga von Göteborg nach Kiel unterwegs, als sie eine der regulären Fähren wegen Werftzeit ersetzte. Es wurden damals regulär Passagiere mitgenommen, ob auch als Fusspassagiere kann ich nicht sagen.

Ingesamt waren wir damals etwa 50 Passagiere an Bord.
Jetzt könnte man argumentieren, dass nur deshalb so wenig los war, weil die Vinga keine Unterhaltung bietet…
Ich fahre regelmäßig in der Saure-Gurken-Zeit auf der Route und trotz Livemusik (auch im Januar an Werktagen), drei geöffneten Restaurants und zwei Bars sind selten mehr als 100 Leute an Bord.
Chrissi
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Re: Stena-Line

Beitrag von Chrissi »

"Ich war im Januar 2021 auf der Vinga von Göteborg nach Kiel unterwegs, als sie eine der regulären Fähren wegen Werftzeit ersetzte. Es wurden damals regulär Passagiere mitgenommen"

Das hatte ich auch so in Erinnerung, dass es früher möglich war auch auf der Errsatzfähre MIT PAX. Und noch länger davor gab es auch mal größere Ersatzfähren. Und jetzt also nur noch die wirklich armselige kleine alte Fähre Patria Seaways... OHNE PAX-MÖGLICHKEIT.

Das meine ich immer mit ständiger langsamer schrittweiser immer noch weiterer Verschlechterung step by step über mehr als 20 Jahre.
Das ist jetzt nur ein Punkt, nur ein Bereich - aber ich könnte eine ähnliche negative Entwicklung in 20, 30, 40 anderen Punkten aufzählen.
Z.B. auch alles an Bord (Restaurants, Bars etc.), die Öffnungszeiten der Einrichtungen an Bord - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen wird alles immer weniger, immer kürzer, immer knapper, immer enger, immer langsamer.

Ich bringe mal ein Beispiel wie man Kiel-Göteborg längst hätte RICHTIG positiv und modern und zeitgemäß auch hätte weiter entwickeln können: ((das geht leider nicht kurz in 3 Sätzen, Norbert...))
- Fahrt 2 x täglich mit 23,5 Knoten in 10 Stunden15 min, 1:45 Stunden Turnaround, 21:30-7:45 und 9:30-19:45.
- Passen würden 2 Fähren ähnlich wie Moby Fantasy/Legacy (aber innen besser hochwertiger ausgestattet und designt) und mit 3 statt 2 LKW-Decks, Ca. 700 Kabinen + 400-500 Schlafsessel, 3000 Pax. Davon 1 LKW-Deck flexibel mit Auto-Hängedecks und 1 festes Auto-Deck damit auch weit über 1000 Autos z.B. tagsüber möglich sind.
- Und dann vor allem die Tagesfahrten sehr billig anbieten auch mit Hotel-/Partypaketen (St. Pauli z.B. ist auch sehr attraktiv für Schweden/Norw.). Welcher Jugendliche geht denn noch z.B. in Oslo oder Göteborg nachts in einen Club durchfeiern wo ein Drink das 3, 4, 5-fache kostet wie in Deutschland wenn z.B. die Tagesfähren hin+rück inkl. FährBus bis HamburgZOB nur 49,99 kosten würde ??? Und für das Geld geht es auch nicht mit Ryanair etc. nach Berlin.
- Mit eigenen Fährbussen von beiden Seiten (nach Bremen,Delmenhorst,Oldenburg / Hamburg / Lübeck,Lüneburg,Wolfsburg,Braunschweig / Neumünster,Hannover, Hildesheim usw.) ähnlich dem Viking Line System ist es auch sehr leicht auch im Winter die Fähren täglich mit vielen hundert Rentnern aufzufüllen.

- "Mein" System würde insgesamt mehr als doppelt so viel Kapazität bringen, Fracht UND Pax, würde auch noch manchen Frachtkunden von TT/Finnlines und norwegischen Fähren zu Stena wechseln lassen und wäre für alle anderen Kundengruppen auch viel viel attraktiver. Reisezeit ähnlich wie TT/Finnlines - aber direkt ab/an Göteborg viel weiter nördlich als Malmö/Trelleborg.
Das sind ca. 250 km auf der Strasse + 2,5 bis 3 Stunden Zeit gespart z.B. von Hannover nach Oslo, von Bremen nach Örebro oder von Bielefeld bis Sundsvall.
- Und nochmal der Vergleich Gewinn PKW mit LKW, wenn man es dann BILLIG anbietet, d.h. PKW mit max. 4 Pax nur € 99,- one-way - 9 (bis 10) PKW benötigen den gleichen Platz an Bord wie ein 19m LKW der (mit Speditionsvertrag) den gleichen Ticketpreis kostet. Aber die vielen Pax, rechnen wir nur mal mit 18 (in 9 bis 10 Autos) bringen viel viel viel mehr Gewinn an Bord in Restaurants, Bars, Shops, Spa, Kino, Bingokartenverkauf usw. als der 1 einzige LKW-Fahrer - der auch noch seine Mahlzeiten und Kabine gratis bekommt. Auch bei den Tagesfahrten, die meisten Leute werden in 10 Std. mindestens 2 x an Bord essen (wenn es gut und preiswert ist). Und manche/viele buchen auch noch (Tages)kabinen.
- Aber es geht generell nicht um Pax ODER Fracht - sondern um so viel Pax UND Fracht wie möglich.
Das ist das was eigentlich "alle" in Europa wollen, und würde auch vor allem die E47 und E6 entlasten.

Das generelle Problem bei den Kiel-Fähren (auch Color nach Oslo) ist, dass der Preis für alle normalen Leute viel viel zu teuer ist.
Weil die Pax-Kapazitäten bei Stena aber drastisch runter sind gegenüber früher reicht es für Stena finanziell prima wenn neben den LKWs dann noch ein paar wohlhabende PKWs Restplätze und Kabinen teuer auffüllen. D.h. weil andere Verkehrssysteme parallel immer mehr Reisende haben, sinkt der Verkehrskorridor-Pax-Marktanteil für Stena immer weiter runter, aber es spielt keine Rolle solange täglich 150 oder mehr LKW/Trailer mitfahren.

Mal ehrlich - welcher Schwede und Norweger (außer denen die ganz im Süden wohnen) würde denn dann noch irgendeine andere Fähre buchen oder durch den Fehmarnbelt-Tunnel - bei nur € 99,- pro Auto ? Und Einzelticket inkl. Schlafsessel für 19,99 - das würde auch die vielen Flixbusse, Züge und Flugzeuge erheblich leeren - die alle (deutlich) teurer sind. Warum bemüht sich in Nordeuropa niemand um diese Fahrgäste ? 500 Sitze a 20,- x 2 Fahrten pro Tag = € 20.000,- - bei 2 Fähren € 40.000,- Extra Gewinn pro Tag plus deren Bordverkäufe, Restaurants, Bars etc. . Da braucht man auch nichts teurer machen, lieber immer alle Sitze voll und möglichst viele neue Kunden gewinnen - die fahren dann öfters im Jahr und dann gerne auch 10 Jahre später mit Auto, Familie und Kabine wieder. Kosten: Fast Null, eine Person muß durch die Reihen gehen, reinigen / saugen nach Ankunft, kann man auch viel mit Robotern saugen.

Allein was man da an Mahlzeit-Geldern und Getränken noch zusätzlich kassieren kann - morgens frühstücken erst die Ankommmenden an Bord - danach großes Brunch-Frühstücksbuffet bis 12 Uhr für die neu Einsteigenden, dann Mittagessen, nachmittags Kaffee-Trinken und ab 17:30 wieder Abendessen bis zur Ankunft im Hafen. Dann erneut Abendessen schon ab 20:30 (Fußgänger, Busse)/21:00 für die neu Eingestiegenen.
D.h. es können pro Tag und Fähre 6 (!) Mahlzeiten verkauft werden an ca. 2000 Leute oder mehr. Statt heute nur 2 Mahlzeiten für wenige hundert.
D.h. bei 2 Schiffen sind es 12 statt 4 - also das 3-fache an Mahlzeiten plus (geschätzt) das 8, 9, 10-fache an verkauften Mengen.

Und klar kostet die etwas höhere Geschwindigkeit mehr Treibstoffkosten als wenn man langsam fährt. Aber es würden auch viel viel viel mehr Kunden mitfahren - und neueste Hybrid-Fähren brauchen bei gleicher Geschwindigkeit auch deutlich weniger Treibstoff als die ca. 25 Jahre alten aktuellen Fähren. Also eventuelle Mehrkosten durch höhere Geschwindigkeit werden durch die massenhaft zusätzlichen neuen Kundengewinne wieder reichlich ausgeglichen.

Aber leider - wir werden es ja irgendwann sehen in vielleicht ca. 10 Jahren - wird Stena voraussichtlich in Zukunft auch hier einfach noch weiter runter reduzieren - vielleicht mit irgendeiner XXXL Fracht-Priority-E-Flexer 300-500 Variante mit 3 Truck-Decks und nur noch geringer Pax-Kapazität.
Oder sie schieben die 2010er Harwich-Fähren rüber nach Kiel und kaufen für dort E-Flexer-ähnliche Fähren.
toni montana
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Re: Stena-Line

Beitrag von toni montana »

- "Mein" System würde insgesamt mehr als doppelt so viel Kapazität bringen, Fracht UND Pax, würde auch noch manchen Frachtkunden von TT/Finnlines und norwegischen Fähren zu Stena wechseln lassen und wäre für alle anderen Kundengruppen auch viel viel attraktiver. Reisezeit ähnlich wie TT/Finnlines - aber direkt ab/an Göteborg viel weiter nördlich als Malmö/Trelleborg.
:?
Warum machst Du dann nicht eine eigene Fährverbindung auf, wenn Du so genau weißt, wie es geht?
Schöne Grüße aus dem Münsterland!

Toni
Bobby1978
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Re: Stena-Line

Beitrag von Bobby1978 »

Chrissi hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 17:05

Ich bringe mal ein Beispiel wie man Kiel-Göteborg längst hätte RICHTIG positiv und modern und zeitgemäß auch hätte weiter entwickeln können: ((das geht leider nicht kurz in 3 Sätzen, Norbert...))
- Fahrt 2 x täglich mit 23,5 Knoten in 10 Stunden15 min, 1:45 Stunden Turnaround, 21:30-7:45 und 9:30-19:45.
- Passen würden 2 Fähren ähnlich wie Moby Fantasy/Legacy (aber innen besser hochwertiger ausgestattet und designt) und mit 3 statt 2 LKW-Decks, Ca. 700 Kabinen + 400-500 Schlafsessel, 3000 Pax. Davon 1 LKW-Deck flexibel mit Auto-Hängedecks und 1 festes Auto-Deck damit auch weit über 1000 Autos z.B. tagsüber möglich sind.
Ich gehe davon aus, dein Konzept beinhaltet auch eine elegante Lösung, wie du in 105 Minuten eine so grosse Fähre ent- und wieder neu belädst?
Sowohl am Schwedenkai als auch am Majnabbehamn ist aktuell morgens bei Ankunft der Schiffe für lange Zeit Verkehrschaos angesagt bis alle Fahrzeuge von der Fähre runter sind. Gerade in der Hochsaison wenn die Fähren voll sind, spielen sich da mitunter Dramen ab.

Durch die Dopplung der Umläufe würden sich außerdem die Personalkosten verdoppeln. Die Crew kann ja nicht 24 Stunden täglich arbeiten bzw. darf es zumindest nicht, was zwangsläufig dazu führt, dass eine zweite Crew ständig an Bord sein muss.

Ich sehe außerdem das von dir beschriebene Potenzial auf der Route nicht.
Gerade auf Kiel-Göteborg kann man die Frage stellen, weshalb noch niemand auf die Idee gekommen ist, es auszuprobieren, schließlich ist sowohl in Kiel als auch in Göteborg die passende Infrastruktur (Hafenanlagen) vorhanden, um eine "bessere" Linie parallel zu betreiben, Stena kann hier nicht die Linie "blockieren" wie du es so gerne nennst.
Ich glaube, das Fehlen eines Konkurrenten, der es viel viel viel besser machen könnte, hat so seinen Grund.

Zu Guter letzt halte ich Deine Einlassung zum Mehrverbrauch durch schnellere Fahrt trotz etwaiger technischer Verbesserungen für zu optimistisch eingesschätzt. Hier kann uns vielleicht freundlicherweise ein gelernter Nautiker aus dem Forum einen näheren Einblick geben, ansonsten halte ich zu diesem Thema jede weitere Diskussion für obsolet.

Zum Abschluss möchte ich sagen, dass wir - so glaube ich - alle verstanden haben, was du von Stenaline und deren Geschäftsgebahren hältst. Ich denke auch, dass du dich durch unsere Antworten auf deine Einlassungen hier im Forum von deiner Meinung nicht wirst abbringen lassen. Deshalb werde auch ich zukünftig auf keine deiner Posts weiter reagieren, da eine sinnvolle Dikussion m.E. nicht möglich ist.
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Re: Stena-Line

Beitrag von Himbeere »

Chrissi hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 17:05 Das meine ich immer mit ständiger langsamer schrittweiser immer noch weiterer Verschlechterung step by step über mehr als 20 Jahre.
Das ist jetzt nur ein Punkt, nur ein Bereich - aber ich könnte eine ähnliche negative Entwicklung in 20, 30, 40 anderen Punkten aufzählen.
Z.B. auch alles an Bord (Restaurants, Bars etc.), die Öffnungszeiten der Einrichtungen an Bord - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen wird alles immer weniger, immer kürzer, immer knapper, immer enger, immer langsamer.
Das stellt man doch auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen fest, zum Beispiel bei der Eisenbahn. Die Züge bieten immer weniger Platz, sind weniger gemütlich, alles wird rationaler. Die Technik an sich wird aber besser, die Züge werden schneller, stinken weniger und deutlich leiser und vibrationsärmer.
Die Ursachen liegen nicht bei den Fähr- oder Verkehrsunternehmen allein sondern sind sehr komplex gestaltet.
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Re: Stena-Line

Beitrag von Norbert Möller »

Bevor es auch noch in eine Bahn-Diskussion abdriftet ;-) :
Frage an Chrissi: Wann und auf welcher Route bist Du zuletzt mit Stena-Schiffen unterwegs gewesen?
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Re: Stena-Line

Beitrag von HansP »

Bobby1978 hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 19:54 Zu Guter letzt halte ich Deine Einlassung zum Mehrverbrauch durch schnellere Fahrt trotz etwaiger technischer Verbesserungen für zu optimistisch eingesschätzt. Hier kann uns vielleicht freundlicherweise ein gelernter Nautiker aus dem Forum einen näheren Einblick geben, ansonsten halte ich zu diesem Thema jede weitere Diskussion für obsolet.
Moin Bobby,

hier mal ein praktisches Beispiel, welches zeigt, wie unproportional der Mehrverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten steigt. Die Daten stammen von einem real existierenden Schiff (es handelt sich dabei natürlich nicht (!) um die aktuellen Stena Line Fähren) und soll nur einmal der Veranschaulichung dienen:

Aktuelle Geschwindigkeit ca. 15 kn = Verbrauch Hauptmaschine auf 24 Stunden:
ca 36 mts x USD 680,- (LS-MGO) = Kosten auf 24 Std: USD 24.480,-
Angedachte Geschwindigkeit 23.5 kn = Verbrauch Hauptmaschine auf 24 Stunden:
ca. 126 mts x USD 680,- (LS-MGO) = Kosten auf 24 Stunden: USD 85.680,-

Hinzu kommen diverse Abgaben im sehr nennenswerten Umfang für die erzeugten Emissionen!

Sicherlich wären bei einem auf hohe Geschwindigkeit getrimmten Neubau Einsparungen möglich, wie hoch diese sein könnten ließe sich nur in aufwendigen Berechnungen während der Konstruktion des Neubaus berechnen.

Abgesehen zu der von Dir bereits gestellten Frage bzgl. der viel zu gering angesetzten Umschlagzeiten in beiden Häfen sei noch eine weitere Anmerkung gemacht:

Eine Geschwindigkeit von 23.5 kn (im Durchschnitt) auf der Strecke ist komplett unrealistisch, aufgrund der bestehenden Geschwindigkeitsbeschränkungen im Bereich der Kieler Förde, Großem Belt, sowie bei der Ansteuerung Göteborg. Setzt man für jeden dieser 3 Abschnitte nur jeweils 1 Stunde reduzierte Fahrt an, so wird deutlich, dass die ganze Kalkulation eine reine Fantasterei ist.

Viele Grüße
Hans
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Himbeere
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Re: Stena-Line

Beitrag von Himbeere »

HansP hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 22:21 hier mal ein praktisches Beispiel, welches zeigt, wie unproportional der Mehrverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten steigt. Die Daten stammen von einem real existierenden Schiff (es handelt sich dabei natürlich nicht (!) um die aktuellen Stena Line Fähren) und soll nur einmal der Veranschaulichung dienen:

Aktuelle Geschwindigkeit ca. 15 kn = Verbrauch Hauptmaschine auf 24 Stunden:
ca 36 mts x USD 680,- (LS-MGO) = Kosten auf 24 Std: USD 24.480,-
Angedachte Geschwindigkeit 23.5 kn = Verbrauch Hauptmaschine auf 24 Stunden:
ca. 126 mts x USD 680,- (LS-MGO) = Kosten auf 24 Stunden: USD 85.680,-
Um das einordnen zu können: Wo liegt in etwa die Rumpfgeschwindigkeit dieses Fahrzeugs?
Infos zu meinem Schiff
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Luxuswampe
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Re: Stena-Line

Beitrag von Luxuswampe »

Chrissi hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 17:05
Ich bringe mal ein Beispiel wie man Kiel-Göteborg längst hätte RICHTIG positiv und modern und zeitgemäß auch hätte weiter entwickeln können: ((das geht leider nicht kurz in 3 Sätzen, Norbert...))
- Fahrt 2 x täglich mit 23,5 Knoten in 10 Stunden15 min, 1:45 Stunden Turnaround, 21:30-7:45 und 9:30-19:45.
- Passen würden 2 Fähren ähnlich wie Moby Fantasy/Legacy (aber innen besser hochwertiger ausgestattet und designt) und mit 3 statt 2 LKW-Decks, Ca. 700 Kabinen + 400-500 Schlafsessel, 3000 Pax. Davon 1 LKW-Deck flexibel mit Auto-Hängedecks und 1 festes Auto-Deck damit auch weit über 1000 Autos z.B. tagsüber möglich sind.
-
Guten Abend

Kurz zusammengefasst - das ist (noch freundlich ausgedrückt) totaler Schwachsinn!

1) ist die Strecke Kiel - Göteborg nicht in 10 Stunden bei 23 Knoten machbar, inkl Revierfahrt in beiden Häfen, Anlegevorgang etc passt es nicht. Hat Hans schon sehr korrekt erklärt (danke dafür).

2) 1000 Autos entladen und 1000 Autos laden jeweils innerhalb von 45 Minuten? Im Leben nicht! Zuzüglich Ladungssicherung bei Trailerladung und Boarding von 3000 Passagieren?

3) Arbeitszeiten der Crew werden außer acht gelassen

4) keine Zeit für Bunkern, Schmutzwasserabgabe, Proviantaufnahme etc. bedacht. Eventuelle Reserven bei Verspätungen durch Schlechtwetter ebenfalls nicht berücksichtigt.

5) hochwertig ausgestattete Schnellfähren (natürlich Neubau) für Minipreise? Das passt nicht! Betriebswirtschaftliches Totalversagen deine „Kalkulation“. Qualität kostet eben, sieh es ein oder erspare uns bitte deine Weisheiten!

6) ich bezweifle stark das der User „Chrissi“ den tatsächlichen Bedarf der Linie besser einschätzen kann als das Management von Stena das die genauen Zahlen kennt! In welcher Form eine Verdoppelung der Kapazität also Sinn machen würde ist nicht seriös dargestellt.

7) ich warte immer noch auf deine Rückmeldung bezüglich der Definition des Begriffs Fähre. Da steht noch der Nachweis deiner Aussagen im Raum

In diesem Sinne gute Nacht
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