Kutterbestimmung

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Himbeere
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Re: Kutterbestimmung

Beitrag von Himbeere »

mal was ganz neues:
Fischereikennzeichen TA
Bild
Alter Hafen von Wismar, verschneit und vereist, mit Booten und Kuttern, "Fischhalle" und "Produktionsgesellschaft werktätiger Fischer "V. Parteitag""
Stadtarchiv Wismar (Abt. VIII. Rep. 3. A09 Fotosammlung L) 0653
Norbert Möller
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Re: Kutterbestimmung

Beitrag von Norbert Möller »

Himbeere hat geschrieben: Fr 17. Okt 2025, 13:28 mal was ganz neues:
Fischereikennzeichen TA
Eher was Altes - TA für Tarnewitz, jetzt TAR, und W für Wismar?

Sei bitte sorgsam bei der Wiedergabe fremder alter Fotos ... das Urheberrecht endet erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors, bei Archiven kommen noch Nutzungsbedingungen hinzu.

Gruss Norbert
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Himbeere
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Re: Kutterbestimmung

Beitrag von Himbeere »

Norbert Möller hat geschrieben: Fr 17. Okt 2025, 14:51
Sei bitte sorgsam bei der Wiedergabe fremder alter Fotos ... das Urheberrecht endet erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors, bei Archiven kommen noch Nutzungsbedingungen hinzu.
"Die Person, die ein Werk mit dieser Deed verknüpft hat, hat dieses Werk in die Gemeinfreiheit - auch genannt Public Domain - entlassen , indem sie weltweit auf alle urheberrechtlichen und verwandten Schutzrechte verzichtet hat, soweit das gesetzlich möglich ist.
Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um weitere Erlaubnis bitten zu müssen. "
Das steht zum Bild dazu.
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Re: Kutterbestimmung

Beitrag von Norbert Möller »

Public Domain bei Einzelfotos: Dann schreibe es bitte auch dazu, ich kontrolliere nicht jedes einzelne Fremdfoto.
Ein Restrisiko für Dich bleibt trotzdem, das Archiv hat (ziemlich alle) Fotos als Public Domain gekennzeichnet, will sich aber lt. Nutzungsbedingungen jede Veröffentlichung - auch im Internet - genehmigen und ggf vergüten lassen ;-)

Zur gelöschten Postkarte: Die Karte ist von "Bild und Heimat" Reichenbach veröffentlich worden und auf 1974 datiert. Bei den in meinem Besitz befindlichen Karten aus diesem Verlag sind keine Fotografen benannt, also sind solche Bildwerke bis 70 Jahre nach Veröffentlichung geschützt.
Eine Kennzeichnung als Public Domain ist da ziemlich sinnfrei ..., zumal dieser Verlag als Teil einer Verlagsgruppe weiter existiert. Also grundsätzlich bitte keine DDR-Postkarten, die jünger als 70 Jahre sind, veröffentlichen.
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Himbeere
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Re: Kutterbestimmung

Beitrag von Himbeere »

alles klar bezüglich der Urheberschaft

Die Buchholz'sche Werft in Greifswald baute zum Beispiel für Herrn Schult ab Winter 46/47 einen Fischkutter Typ A (nicht Typ D) mit der Länge 17,6 m, die Mittel dazu erhielt Herr Schult durch einen Kredit. 1948 wurde ein weiterer 17 m Kutter für eine Saßnitzer Privatperson gebaut, diese Person trug wohl den Namen Broschewitz. Dann wurde das VEB Fischkombinat Saßnitz gegründet, dem sich beide Fischer vor 1949 mit ihren Kuttern anschlossen. Durch solche Vorgänge konnten auch nicht-genormte Nachkriegs-Fahrzeuge in der DDR-Flotte auftauchen.
Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, dass es jemand wissen wird, als gering ein, frage aber dennoch, ob jemand den Verbleib oder die Geschichte dieser beiden Kutter kennt.
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Himbeere
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Re: Kutterbestimmung

Beitrag von Himbeere »

weitere Verständnishilfen, wie es zu ungenormten Fahrzeugen kommen konnte:
1959 gab es in Rostock zum Beispiel zusätzlich zum VEB Fischkombinat (Hochseefischerei) diese Küsten- und Binnenfischerei:
FPG John Scheer - 54 Mitglieder - 2x 24 m Kutter, 13 x 17 m Kutter (4x 100 PS, 8 x 80 PS, 1x 140 PS)
FPG III. Parteikonferenz - 8 Mitglieder - 4 x 12 m Kutter
FPG Paulus Schiemenz - 17 Mitglieder - offene, kleine Fischereiboote mit Hilfsmotor und Ruderboote
werktätige Einzelfischer (FWG) - 35 Personen

Die FPG Paulus Schiemenz war meiner Einschätzung nach Binnen unterwegs bzw. auf der (Unter-)Warnow.

35 Personen betrieben ihre eigenen Fischkutter. Es gab Bestrebungen, diese in die FPG einzugliedern, jedoch bis 1959 ohne Erfolg. Man ging dabei vorsichtig zu Werke, um es sich nicht mit diesen Personen zu verderben - auch vor dem Hintergrund, dass es schwer war, Nachwuchs für diese Betriebe zu finden. 1959 fand sich niemand Junges in Warnemünde, der sich in einer Ausbildung o.ä. der dortigen Küstenfischerei anschließen wollte. Die jungen Leute, die sich für die Fischerei interessierten, fingen beim VEB Fischkombinat an.

Durch die unabhängigen Fischer war natürlich der Betrieb nicht genormter Fahrzeuge möglich, welche das im einzelnen waren weiß ich nicht.
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Re: Kutterbestimmung

Beitrag von Himbeere »

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Hinweise zu Indentität oder zu Details zu diesem Kahn in Freest werden gern entgegen genommen
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Re: Kutterbestimmung

Beitrag von Himbeere »

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mit freundlicher Genehmigung vom Heimatmuseum Warnemünde, Fotograf: Rudolf Klarner
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Es geht um das Schiff links im Bild.
Auf dem Rettungsring steht
gst
R5
Da es einen 1957 auf der VEB Boots- und Reparaturwerft in Greifswald gebauten Kutter 12 m Kutter WAR 5 / ZINGST gab, gehe ich davon aus, dass es sich um dieses Schiff handelt. Diese Schiffe hatten aber ein Spitzgatt, auf dem Bild sieht man ein Spiegelheck, oder verstehe ich das Bild falsch?
Wurde das Schiff gekürzt oder was?
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