es fanden sich zwei Tage Zeit, um mal wieder etwas raus zukommen.
Also raus aus dem Großstadttrubel und hinein in den Sturm auf der Ostsee.
Das Zugticket war innerhalb weniger Minuten in aller Frühe am Samstagmorgen gebucht.
In Schwerin steigt man schließlich um und erreicht nach einer halben Ewigkeit endlich die Hansestadt.
Nur etwa 10 Minuten sind es, um am Hbf in die Straßenbahn zum Dierkower Kreuz einzusteigen,
10 Minuten, um sich noch schnell von der RSAG die Telefonummer für ein Abruftaxi zu holen.
Die 3 bringt mich nach Dierkow. Von dort steigt man in den Bus der Linie 14 um. Ab Warnowblick wird dieser zum 45ziger.
Zu Gesicht bekommt man die bunt sanierten Plattenbauten von Dierkow, aber auch den neuen Wohnpark am Warnowblick.
Nach ca. 35 Minuten erreicht man schließlich den Überseehafen.
Noch ist etwas Zeit, die man für einpaar Bilder nutzt.



Zwischenzeitlich wurde auch noch die Tageskarte nach Gedser gekauft.

Spieglein, Spieglein … wer … ! Wir machen hier jetzt keine Märchenstunde draus.

Bei der Neptunwerft liegen die Kabinenschiffe für die Arosa-Reederei.

Hier passiert uns das Polizeiboot „Prignitz“.


Wuchtig wirkt sie, die Offshore-Plattform für die Nordsee.


Langsam frischt der Wind auf und die PJ beginnt zu rollen. Das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Natürlich genießt man das große Kino in der ersten Reihe !









Ich beachte jetzt mal nicht meinen Anspruch, dass möglichst alle Bilder gerade sein sollen.



Wir laufen den alten Liegeplatz an.

Ich wenig ärgere ich mich, dass ich nicht mehrere Aufnahmen aus dieser Perspektive während der Überfahrt gemacht habe.



Hier liegt die NAJADEN mit der Nummer P523 der dänischen Marine.

Dieses alte Abfertigungsgebäude ist wirklich schön.

Einen Landgang spart man sich. Der war zwar geplant, wurde aber dann doch verworfen.


Die Fähre wird relative nah vor dem Hafen gedreht.


Und so geht es wieder zurück.


Ein wenig Sonne lässt sich gnädiger Weise auch blicken.



Von Hamburg kommt der Tanker POMER (IMO 9455739) und geht weiter nach Primorsk.
Für den Rest der Überfahrt werden wieder einpaar Seiten aus einem Buch gelesen, bis
man aus dem Kriminalroman gerissen wird, als ein Passagier am Mülleimer leise und vergeblich nach Ulf ruft.

Schon sind wir wieder in Rostock. Hier sehen wir die Freifall-Rettungsboote für die Offshore-Plattform.

Und nochmal ein Arosa-Schiff.

Ja, da brennt die Luft ! Da ist mächtig was los.


Wer ganz genau hinschaut erkennt, dass die M-V noch nicht das ganze Stena-Gewand trägt.
Auch die gelungende Verziehrung am Bug fehlt noch (ist aber bereits markiert).


Die FINNPULP übernimmt die Frachtfahrten nach Helsinki.

Der Rest des Tages wird in Warnemünde verbracht. Ein schneidend eisiger Wind zieht durch die Gassen und weht einen in eine Lokalität,
wo man sich einpaar Tees einhilft. Noch bleiben noch einige Stunden, bis es weiter geht. Ich bestelle mir bei der RSAG ein Abruftaxi.

Alter Strom ganz ohne Tourietrubel.
Der Zug bringt einen zurück zum Hauptbahnhof .Von dort geht es wieder zum Dierkower Kreuz,
wo mich das bereit gestellte Abruftaxi zum Überseehafen bringt.
Am Fährhafen angekommen, wird gleich die Fahrkarte für die Nachtfähre nach Trelleborg gebucht.

Die abgesagten Fahrten sollten einem zudenken geben.


Im Ruheraum findet sich ein Platz. Leise brummt der Schiffsdiesel, dumpfe Schläge vernimmt man vom Bug und die Fähre rollt leicht.

In Trelleborg laufen wir pünktlich den neuen Anleger an.
Die Fußgänger, also auch ich, gehen hinunter auf das Fahrzeugdeck. Nachdem die Rampe angesenkt wurde,
werden wir von einem Ford Transit VI (dem Terminalbus) abgeholt.
Die kurze Fahrt geht vorbei an der TRELLEBORG. Am Abfertigungsgebäude angekommen wird der Stena-Schalter aufgesucht.
Eine Fahrt nach Sassnitz steht auf dem Programm.
Doch durch dem erfrischenden Hinweis, dass die Abfahrten nach Rügen wegen des Sturm abgesagt wurden,
musste nun der gesamte Plan umstrukturiert werden. Also ab zum TT-Schalter und nach einer Fähre für die Rückfahrt gefragt.
Beruhigt nimmt man schließlich das Ticket entgegen und begibt sich in den Warteraum, weil die Fähre wegen des Sturms etwas früher ablegen soll.

Wieder bringt der Ford Transit uns in die Fähre. Leider hab ich vergessen den Automatik-Fokus zu zuschalten.
Den brauchte ich bei der vorherigen Aufnahme nicht.


Ich konnte es wieder nicht lassen und fragte nach einer Aussenkabine.
Die freundliche Dame an der Info gab mit den Kabinenschlüssel und ich wollt nich so recht glauben, was auf dem beigelegten Zettel stand.
Es war eine Aussenkabine mit Sicht nach vorn !


Kommt hier nicht etwas „Stadthafen-Feeling“ auf ?







Die Scheibe ist stellenweise vereist. Doch es findet sich ein kleiner Durchblick.






In Ruhe kann man sich seinem Schreibkram hingeben. Es ist fast ruhig.
Nur das leise Knarren der Kabinenwände und gelegentlich das eine oder andere Poltern der Wellen am Bug hört man.


Am Horizont taucht ein Schiff auf. Sofort geht man an Deck.

Es ist die OLYMPIYSKY PROSPECT (IMO 9511387). Sie kommt von Antwerpen und geht weiter nach Primorsk zum Ölhafen.


Der Empfangsbereich der Fähre.


Warnemünde liegt voraus.






Der automatische Festmacher fehlt.


Wegen des starken Ost-Windes bekommen wir Schlepperhilfe beim Anlegen.




Ein letzter Blick zurück aus dem Terminalbus.
Wieder steht ein bereits bestelltes Abruftaxi am Fährterminal bereit.
Die Fahrt geht wieder zum Dierkower Kreuz und von dort mit der Straßenbahn zum Hbf.

Jetzt geht es wieder gen Heimat !
Das war wieder ein wirklich tolles Abenteuer.
Hoffe der kleine Bericht gefällt.
Beste Grüße
Hannes