Das klappte reibungslos, doch der empfohlene Online Check-In wurde mit nichtsagendem Fehler verweigert. Da am Hafen nur noch Check-In Automaten stehen, und ich nicht vor verschlossener Schranke stehen wollte, ging ich in Travemünde zum Schalter der TT-Line im Terminal. Eine MA starrte nur auf den Rechner, unschlüssig was sie nun machen soll, ein MA meinte dann aber, ich könne am Automaten an der Zufahrt einchecken, das würde klappen…
Also dahin gefahren, meine Buchung wurde aber natürlich auch hier nicht eingecheckt. Fehlermeldung in etwa "Check-In für die Reise nicht zulässig". Zum Glück stand hinter mir nur ein Auto, also beide zurücksetzen, damit ich an die Seite fahren konnte und dann noch mal der Marsch zum Terminal. Der MA konnte sich noch immer nicht erklären, was das System hatte, tippte eine paar Tasten und meinte, nun würde es gehen. Ich hätte ja auch die Hilfe-Taste am Automaten drücken können - ja das hatte ich natürlich 3x getan, aber keine Reaktion bekommen. Und am Hafen sind keine Mitarbeiter mehr. Zurück zum wartenden Auto, und diesmal lief der Check-In problemlos und es ging zur Wartespur und später aufs Schiff. Ich war der einzige für die Rostock-Tour, insgesamt nur ca. 10 PKW/Wohnwagen, der Rest LKW.
Das Schiff war an dem Tag die "Nils Holgersson".
Bei strahlendem Sonnenschein ging es mit wenigen Minuten Verspätung los. Langsam an Travemünde vorbei bis zur Ausfahrt am grünen Leuchtturm auf der Mole und dann raus in die Lübecker Bucht. Gegen den Wind plus Fahrtwind war es trotz Sonne und 22°C nicht zu warm. An Deck war ich die ganze Fahrt allein.
Im Inneren des Schiffes ist es eng und unübersichtlich, die Kabinen wurden gereinigt von der Nachtüberfahrt zuvor und für die abendliche Rückfahrt vorbereitet. Die Crew trug meist Maske nur auf Halbmast, wenn überhaupt, oft einfach unterm Kinn. Drinnen war Maske eigentlich vorgeschrieben, draußen nicht. Die Zugänge zu den Außenbereichen waren schwierig zu finden und dann wieder nur auf Umwegen zum nächsthöheren Deck zu kommen, weil außen keine kontinuierlichen Leitern über alle Decks führen. Man merkt hier deutlich, dass das Schiff als Frachtfähre konzipiert wurde, und an Passagier-Interessen kaum gedacht wurde. Mit Kreuzfahrtschiff hat das bei weitem nichts zu tun…
Es ging auf die Ostsee, im Süden war die mecklenburgische Küste zu sehen und nach drei Stunden Fahrt ging es auf Rostock zu. Die Einfahrt durch Warnemünde, am Kreuzfahrtterminal vorbei (wo die AIDAprima lag) bei Sonnenschein und einer belebten Stadt am Ufer ging es zu Wendeplatte, wo das Schiff rückwärts schließlich am Kai anlegte. Hier ging es von Bord, es standen bereits zahlreiche LKW für die Überfahrt nach Trelleborg an.
Ich hatte nun gut 2h Zeit, bis es mit der nächsten Fähre, die aus Schweden kommend in Rostock Zwischenhalt machte, zurück ging. Dazu aber später mehr… Hier einige Fotos:

Jede Menge LKW wurden vertladen, das Frachtgeschäft scheint zu brummen

Nebenan lagen die Finnlines Fähren, daran ging es vorbei beim Ablegen


Blick auf Travemünde

Mole mit Leuchtturm

"Skyline von Travemünde"

Begegnung mit der "URD"

Begegnung mit der "Fiona Sea"


nach Norden war dann nur noch Wasser zu sehen


Am Horizont steht ein Containerschiff Kopf...

sehr imposante Lichtspiegelungen am Horizont...

... heftige Fata Morgana, auf der Rückfahrt war das noch deutlicher

Einfahrt nach Rostock


Cruise Terminal Warnemünde

AIDAprima liegt derzeit in Warnemünde



die MV Werften - leben die noch?

Neptun Werft

Liebherr Terminal, voller Kräne

knapp vorbei an der Gedser Fähre geht es rückwärts zum Anleger
Fortsetzung folgt...
Video der Hinfahrt: https://www.youtube.com/watch?v=Yi5PTYEjyLs