Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Mi 20. Jun 2012, 14:02

Am Abend gab es dann noch einen schönen Sonnenuntergang über Buenos Aires. Am anderen Tag sollten wir gegen 14.00 Uhr ablegen und so blieben wir an Bord und schauten den Ladearbeiten zu. Am Heck war man immer noch mit den gerissenen Trossen am arbeiten. Einige konnten gekürzt werden und mussten dazu gespleißt werden. Das machten dann die Jungs von Kiribas. Das Wetter war auch wieder für dortige Verhälznisse als normal zu bezeichnen. Sonne pur und heiß. Das merkte man auch den Argentinischen Schauerleuten an, die die ersten 3 Containerreihen zu verankern hatten. Trotzdem diese die Temperaturen gewöhnt waren, konnte man in den Gesichtern ansehen, wie schwer das ganze ist. Dafür wurden die Pausen gerne genutzt, sich in den Schatten zu setzen. Überall in Südamerika wurden die Container per LKW zu den Ladebrücken gefahren. Durch das hin und hergefahre habe ich bis heute nicht durchgeschaut, aber irgendwie bekommen die das hin. Umweltfreundlich ist das nicht, den die alten Karren husten da ganz schön was raus. Steht man längere Zeit da unten, überkommt einen schon mal der Hustenreiz. Sichert aber so Arbeitsplätze. Zu laden hatten wir über 900 Container und nach dem Mittag kamen dann die letzten per " Kanalschiff ", welches schon sehr komisch aussah.
Der Sandkasten für Buenos Aires liegt auch gleich vor der Tür. Hinter unserem Liegeplatz lag 2 Saugbagger, die permanent auf den Rio de la Plata rausfuhren und dann vollgeladen mit dem Sand wiederkamen. Dieser kam dann auf ein Förderband und wurde direkt zu LKWs transportiert.
Am frühen Nachmittag kamen dann die Schlepper und zogen uns von der Kaimauer. Das störte dort andere kleine Schiffe überhaupt nicht und fuhren trotzdem an uns vorbei. Auch die 2 Lotsen zeigten keine Regung darüber und beachteten diese Schiffe nicht einmal. Bei dem wenig Platz, der da war, wäre so ein Manöver in Europa wohl nicht denkbar.

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Sonnenuntergang über Buenos Aires.

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Hafenarbeiter in der Pause.

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Ladeplan der la Plata für Buenos Aires. Gibt es fürjeden Hafen einen neuen.

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Spezialgestelle für Fracht, die nicht in Container passen.

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auch nicht zum Baden geeignet.

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Speißarbeiten am Heck.

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viel alte Mercedes Benz im Einsatz.

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alles voll am Terminal. Vor uns hatte noch die Cap Isabel von HaSüd festgemacht.

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Kanalschiff auf Argentinisch.

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da war leichtes Geschrei zu hören. Etwas verschätzt, aber ging gerade so gut.

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dafür haben die über 30 Minuten gebraucht!!

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Feierabend.

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Teilblick über das Terminal.

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wieder billig Sand geholt.

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Blick vom Terminal auf den Rio de la Plata.

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die Schlepper kommen.

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der Schlepper zieht schon, aber das kleine Frachtschiff macht ruhig weiter.

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volle Fahrt dran vorbei.

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wenig Platz vorhanden.

im nächsten Teil geht es dann auf den Weg nach Montevideo (Uruguay).

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Do 21. Jun 2012, 15:36

Das Ablegen in Buenos Aires ist keine einfache Sache. Platz ist nach Steuerbord nicht viel vorhanden und danach geht es im rechten Winkel nach Steuerbord auf die kurze Ausfahrt auf den Rio de la Plata. Der normale Kleinkram wurschtelt sich dabei so durch wo gerade Platz ist. Viel Tiefgang darf da auch nicht haben, denn an manchen Stellen kam schon der schwarze Schlick hoch. Nachdem die Schlepper losgemacht hatten ging es dann wieder den la Plata runter. Man hatte uns auch schon gesagt, dass wir in der Nacht irgendwo auf halben Weg nach Montevideo , den Anker fallen lassen müssen. Die Kreuzfahrer hatten wieder einmal freie Fahrt, dass sie pünktlich um 8 Uhr in Buenos Aires sein können. Eine Begegnung in dem engen Fahrwasser sei zu gefährlich, also mussten wir an die an die Seite. Da dies die Regel ist, fahren auf dieser Strecke im 2 Lotsen. Einer war in Ruhe neben uns in der Lotsenkabine und der andere war auf der Brücke. In der Regel wechseln sie alle 6 Stunden und fahren die ganze Strecke mit nach Montevideo.

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nicht viel Platz vorne und nach der Cap Isabel geht es gleich nach Steuerbord.

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gleiche Höhe.

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die fast unbeladene Cap Isabel.

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Trockengelegter Gastanker.

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Dr Manuel Belgrano, so heißt auch ein Stadtteil in Buenos Aires.

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Ausfahrt zum la Plata.

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Blick in den Morast und auf Buenos Aires.

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der Eisbrecher der Argentinischen Navy Almirante Irizar.

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Estrella Atlantica, müsste im Besitz der Argentinischen Marine sein.

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ein weißer Schwan ( es wusste keiner was für einer )

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vorne der Schlepper ist los.

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Bunga Begonia beim löschen.

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da kommt ganz schön was hoch, vom Geruch ganz zu schweigen.

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Tosna Star.

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die Plata mit komischer Brücke.

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der Schlepper am Heck hat auch losgemacht.

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Schlepper Ona Don Lorenzo.

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warten auf Einfahrt nach Buenos Aires.

im nächsten Teil geht es dann bis Montevideo.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Fr 22. Jun 2012, 12:31

Dann ging es den Rio de la Plata wieder runter. Es lagen reichlich Schiffe auf Reede und in Nacht haben wir dann den Anker für die Kreuzfahrer fallen gelassen. Das ging diesmal aber zügig und morgens waren wir fast schon wieder im Zeitplan für Montevideo. Auch dort jedemenge Schiff auf Reede. Besonders ins Auge stachen dabei 3 Schiffe des Typs Kristall von der MTW Werft in Wismar. Das erste war die Frio Poseidon und die anderen Namen waren nicht mehr zu erkennen. Eine Stunde vor Montevideo kam dann der Hafenlotse und pünklich zum Einlaufen in den Hafen stzte wie in Buenos Aires aus heiterem Himmel plötzlich ein Sturm ein. In einer Minute wechselte das Wetter. Wo eben noch blauer Himmel war verdunkelte sich der Himmel. Das bereitete wieder Probleme beim Anlegen. Es wurde wieder alles rausgebracht, was vorhanden war. Zusätzlich orderte der Kapitän einen Schlepper der noch von der Seite drückte, obwohl wir schon fest waren. Da saß immer noch der Schrecken von Buenos Aires in den Knochen. Wie schnell das schlechte Wetter auch kam, so schnell war der blaue Himmel auch wieder da. Vom Hafen hatte man direkten Blickkontakt nach Montevideo hinein.

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Wartezeit für Buenos Aires.

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Brazil Express und E.R. Berlin auf Reede.

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Traumwetter für Fotos.

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E.R. Berlin

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vor dem Ankerwerfen noch ein schöner Sonnenuntergang.

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im Morgengrauen nach Montevideo.

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Montevideo in Sicht.

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Frio Poseidon Kristall Klasse MTW Wismar gebaut.

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es wurde wieder sehr flach.

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ein seltenes Bild 3 Kristalls hintereinander auf Reede.

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Lotse im Anmarsch.

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der erste Blick nach Montevideo.

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die schmale Hafeneinfahrt.

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dunkle Wolken ziehen auf und der Kapitän steht selber am Steuerstand.

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das neue Terminal in Montevideo.

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alles frei.

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die Marine möchte auch noch raus.

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MOL Infinity (früher APL Liberty) auch aus Santos angekommen.

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Montevideo im Sturm.

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wenig später wieder Sonne pur.

im nächsten Teil dann ein Rundgang durch Montevideo.

Gruß ;)
Gerd

Der Paule
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Der Paule » Fr 22. Jun 2012, 17:06

@Gerd: Danke das du uns so an deiner Reise teilnehmen lässt! Wirklich tolle Fotos und viel Verkehr um den man dich glatt beneiden könnte! ;)
Grüsse aus der Hansestadt Rostock

Fotos von mir bei Fleetmon.com: http://www.fleetmon.com/community/user/ ... 40e1_Recta

Das Copyright für die Bilder ist meins (solang nicht anders angegeben)

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Sa 23. Jun 2012, 12:40

In Montevideo ging es dann mit dem Crew Pass bewaffnet zum Terminaleingang. Dort musste man das Gesicht in eine Webcam halten. Das Bild wurde dannn ausgedruckt und in einen Vordruck getackert. Absolut Fälschungssicher :D und fertig war unser Einreiseformular. Montevideo ist einfach eine tolle Stadt, die Menschen freundlich und hilfsbereit und dort ist alles zu Fuß zu erreichen. Vom Hafenviertel geht man direkt in die Stadt. Überall stehen Palmen und Bäume. Eine U Bahn gibt es dort nicht, dafür fahren hunderte Busse durch die Stadt. Am Anfang kommt man gleich auf den Freiheitsplatz, auch das Zentrum von Buenos Aires. Dort befindet sich auch damals höchste Gebäude von Südamerika. Es hat keine Ecken, sondern besteht nur aus Rundungen. Dann haben die es mit einem Funkmasten verschandelt. In Montevideo findet man keinen Krümel Müll oder Abfall auf den Straßen. Permanent sieht man dort welche, die den wenigen Unrat dort aufsammeln. Nach unserem Rundgang ist die Markthalle am Hafen ein absolutes Highlight. Dort kann man draußen oder drinnen sitzen. An riesigen offenen Holzfeuern werden sämtlich Fleischvariationen gebraten. Nicht nur Touristen sieht man dort, auch viele Einheimische sind dort am essen. Die Crew (gehen immer dort hin ) hatte uns gesagt, wir sollen unbedingt das Steak probieren. Es soll das beste in Südamerika sein. Wir können das nur bestätigen, denn so etwas habe ich noch nie vom Geschmack im Munde gehabt. Im Hafen befindet sich auch das Marinemuseum. Dort sind einige Teile der Graf Spee ausgestellt (Anker, Geschütze). Sie wurden 2004 gehoben. Eine Bergung des Schiffes ist wegen der starken Strömung nicht möglich. Alle Teile sind sehr gut erhalten.

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Einfahrt zum Containerterminal, Natur pur.

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Blick vom Eingang auf Montevideo.

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die ersten Gassen im Hafenviertel.

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war mal das höchste Gebäude in Südamerika, alles in Rund gebaut.

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Freiheitsplatz.

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alles Wohnungen.

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der riesige Freiheitsplatz.

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Einkaufsstraße.

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Sommer im Februar.

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Vorhängeschlösser ohne Ende.

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überall viel Bäume in der Stadt.

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Alte und moderne Gebäude.

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Montevideo hat uns am besten gefallen.

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viel Platz.

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kleine Gassen mit Verkausständen.

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Blinder Musiker vor der Markthalle.(machte tolle Musik)

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besser geht nicht.

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Gedenktafel mit dem Anker der Graf Spee.

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Teile der Spee.

im nächsten Bericht folgt die Ausfahrt aus Montevideo.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » So 24. Jun 2012, 09:33

Das Abendessen viel dann wegen reichlicher Nahrungsaufnahme aus. Am anderen Tag wurden wir durch einen Kreuzfahrer geweckt, der ziemlich nah an uns vorbei kam. Mittags sollten wir dann auslaufen und wir sahen uns alles was so um uns passierte an. Die Temperaturen lagen Vormittags schon wieder um die 30 Grad mit einer Tendenz nach oben. In der Mitte des Hafens hatte man wohl so eine Art Müllhaufen errichtet. Dort lag alles an Schiffen zusammengekettet auf einen Haufen. 2 Saugbagger sind rund um die Uhr damit beschäftigt, den Hafen auf eine bestimmte Tiefe zu halten. Wenn sie hinten anfangen, sind die vorne an der Ausfahrt voll, fahren dann an die Stelle wo die Strömung des la Plata von Buenos Aires kommt und verklappen dort alles. Die Strömung nimmt es dann mit raus auf den Südatlantik. Marineschiffe sind dort auch reichlich vorhanden. Eines fuhr mit großem Helau aus dem Hafen raus, drehte dann und kam wieder zurück. Gegen Mittag kamen dann die Schlepper und zogen uns vom Kai. Wir nahmen dann den Weg, den die Graf Spee auch genommen haben muß, als Kapitän Langsdorff sie anschließend versenken ließ. Wir fuhren dann die Küste entlag zu unserem nächsten Hafen Rio Grande in Brasilien. Auf der Höhe von Punta del Este wurden wir von dem Kreuzfahrer überholt, der morgens in Montevideo angelegt hatte. Man hat diese auch besser vor sich, denn dann muss man nicht auf sie warten.

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Kreuzfahrer läuft in Montevideo ein.

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nicht mehr viel zu gebrauchen.

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ein Saugbagger bei verklappen, dahinter kommt die MSC Adriatic..

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alles mal freiblasen.

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jetzt wird es langsam voll am Terminal.

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nach einer Hafenrunde legt man wieder an.

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die Schnellfähre aus Buenos Aires läuft ein, braucht ca. 6 Stunden.

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Mol Infinity läuft aus.

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Maersk Falmouth läuft ein.

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ein neuer Anstrich.

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Ablegen in Montevideo.

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wir werden einmal gedreht.

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nach vorne zum drücken.

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Hafenausfahrt in Sicht.

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Blick über die Container in die Stadt.

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jedemenge Angler auf der Mole.

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eine wunderschöne Stadt am Rio de la Plata..

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nichts für uns.

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immer gerade aus nach Rio Grande.

im nächsten Teil Ankunft in Rio Grande.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Mo 25. Jun 2012, 12:25

Nach einem Tag auf See, wobei das Schiff wieder von der Dünung anfing zu schaukeln, sahen wir gegen Mittag die Hafeneinfahrt von Rio Grande. Die Temperaturen stiegen auch schon wieder weit über 35 Grad. Der Lotse kam dann auch bald angerauscht und je mehr wir in die Nähe vom Land kamen wurde die Hitze unerträglich, da jetzt auch hohe Luftfeuchtigkeit dazu kam. Dort waren auch wieder reichlich Saugbagger unterwegs, um die Fahrrinne freizuhalten. Unser Liegeplatz wurde auch pünktlich von der MSC Madrid freigemacht. Auf der echten Seite der Hafeneinfahrt war eine wunderbare Brandung des Atlantiks an den Strand zu erkennen. Auf der anderen Seite fuhren die Brasilianer direkt mit Auto an den Strand. Bei uns wäre so etwas undenkbar. Vor dem Liegeplatz kamen wir noch an einem kleinem Fischerdorf vorbei und man hatte eine gute Sicht in das Land hinein. Am Anfang des Hafens befindet sich das Containerterminal von Tecon. Danach folgen der Hafenteil für Massengutfrachter(Düngemittel,Getreide), RoRo und das Stückgutterminal. Am Ende befindet sich dann noch der Anleger für die Kreuzfahrer. Eine Stunde nach dem Anlegen konnten wir von Bord und der Kapitän hatte uns ein Taxi bestellt.

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Sonnenaufgang vor der Küste Brasiliens.

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blauer Himmel und es wurde sehr heiß.

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der Lotse für Rio Grande kommt.

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die Hafeneinfahrt von Rio Grande.

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alles mal nicht so eng.

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schöne Brandung.

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Saugbagger überall zugegen.

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zum verklappen in den Südatlantik.

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mit dem Auto an den Strand.

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der nächste Bagger wird überholt.

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ein kleines Fischerdorf vor Rio Grande.

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deren Arbeitsplatz ist nie in Gefahr.

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leicht angerostete Fischerboote.

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MSC Madrid macht den Liegeplatz frei.

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auf gleicher Höhe.

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MSC Madrid.

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schöner Blick in das Land hinein.

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zwei starke Typen.

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Einfahrt zum Terminal Tecon Rio Grande.

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der Schlepper bremst ab.

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Schwerstarbeit.

im nächsten Teil folgen Bilder aus Rio Grande und der Abfahrt.

Gruß ;)
Gerd

Martin Witte
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Martin Witte » Mo 25. Jun 2012, 14:33


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nach einer Hafenrunde legt man wieder an.
Da treibt sich also die alte Norderney rum :D

Gruß
Martin

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Mo 25. Jun 2012, 14:57

wie klein die Welt doch ist. War früher die A 1455 und ist seit November 2002 für die Marine Uruguays im Dienst. Die anderen "alten Klamotten " die da noch lagen, konnte ich nicht ablichten. Die bewachen den Marinehafen wie eine Goldgrube. Sobald ein Knippskasten auftaucht, wurden die Wachen sehr unruhig und es gab den bösen Blick. Danke für die Info.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Di 26. Jun 2012, 13:53

Vom Gate ging es dann mit dem Taxi nach Rio Grande. Rio Grande hat ca. 200 000 Einwohner. Auf dem Weg in die Stadt vielen uns viele freilaufende Pferde auf, die sich von einem Vorgarten in den anderen begaben und nach dem rechten schauten. In der Stadt war es wie in einem Backofen und alles war dort mehr so wie in der Provinz. Wir haben uns da nicht lange aufgehalten, weil es wirklich kaum zum aushalten war. Für den Rückweg haben wir uns selber ein Taxi gesucht. Am Gate angekommen, stellten wir fest, dass dieses Taxi um die Hälfte billiger war, als das vom Agenten bestellte Taxi. Bei diesem wurde auch nach Taxometer bezahlt und bei dem anderen "Gauner" wurde nur in einer Liste nachgeschaut. Was lernt man daraus, auch Agenten der Reederei sind Schlitzohren. Die teilen dann am Ende des Monats bestimmt durch zwei. Das war aber auch wirklich das einzige mal, wo man uns in allen Ländern etwas über das Ohr gehauen hat. Man muss wirklich sagen, dass man es in den anderen Ländern nicht einmal probiert hat. Wieder an Bord hatte auf der anderen Seite des Hafens jemand trockenes Gras angesteckt und der ganz Hafen stank danach. Draußen war es zu heiß zum sitzen. Gegen Abend machte dann noch die Brazil Express hinter uns fest und da die Brücken alle in Beschlag waren, half man sich da noch zusätzlich mit einem fahrbaren Kettenkran aus. Ich habe gestaunt, der war fast so schnell wie die Brückenfahrer. Am Abend gab es dann noch einen tollen Sonnenuntergang zu bestaunen. In der Nach kamen die Temperaturen kaum unter die 28 Grad Marke und morgens um 6 Uhr ging es wieder los Richtung Santos. Kaum auf dem Atlantik angekommen, bekamen wir den schönsten Sonnenaufgang der Reise zu sehen. Dann hatte uns auch der sogenannte Schwell wieder und wir schaukelten stark von links nach rechts, was uns aber nichts ausmachte. In den Gängen torkelte man nur ein wenig hin und her und auf den reppen wurde man abwechselnd schnell hochgehoben, oder gebremst.
Schiffe hat man dort wegen der Größe nicht mehr viel zu sehen bekommen. Manchmal waren am Horizont welche zu erahnen. Doch wir hatten Glück und ein MOL Dominance kam "ziemlich nah " an uns vorbei, dass ich das 400 Tele nehmen konnte. Das Highlight kam dann aber vor dem Mittag. Der 2 Off. sagte mir, dass sie Funkkontakt zur Santa Teresa am Horizont hätten und diese uns an Steuerbord passieren würde. Das wird dann gerne gemacht, weil jeder fast einen auf dem anderen Schiff kennt. Leider war diese Seite zum Knippsen nicht so gut, weil die Sonne noch etwas in das Objektiv kam. In diesem Fall kannte er den Kapitän sehr gut. Die Santa Teresa schaukelte wie wir von links nach rechts und sie war auf dem Weg von Santos nach Buenos Aires. Sie hatte auch das Pech, dass sie in ein Schlechtwettergebiet vor Argentinien fuhr. Danach war nix mehr los, als Sonne pur den ganzen Tag.

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Rio Grande.

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Einkaufsstraße in Rio Grande.

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eine Art Schlecker in Brasilien.

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schön hoher Bambus.

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schöne Parkanlagen.

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Seitenstraße in Rio Grande.

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nicht viel los bei der Hitze.

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hier werden die Häuser von unten nach oben gestrichen.

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gerne wird auch was angezündet dort.

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die Brazil Express hatte nach uns angelegt.

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Hafenboot.

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Sonnenuntergang.

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Auslaufen vor Sonnenaufgang.

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wieder steht uns ein sehr heißer Tag bevor.

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ein wunderschöner Sonnenaufgang.

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mit Steigerung.

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die MOL kam ziemlich nah vorbei.

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Begegnung im Südatlantik mit der Santa Teresa von Hamburg Süd.

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die Santa Teresa schaukelte auch von links nach rechts.

im nächsten Teil folgt dann die Hamburg Süd Drehscheibe Santos.

Gruß ;)
Gerd

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