Mit der Copenhagen zwischen Sonne und Nebel

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ktmb
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Mit der Copenhagen zwischen Sonne und Nebel

Beitrag von ktmb » So 12. Mär 2017, 16:24

Hallo,

angeregt durch die vielen Berichte über die beiden neuen Scandlines Fähren zwischen Rostock und Gedser sollte es gestern nun auch einmal mit der Copenhagen auf "große" Fahrt gehen. Nach gut fünfstündiger Anfahrt mit der DB sollte es dann losgehen. Im Abteil saß ein Passagier, der einen siebentägigen Törn mit einem AIDA-Schiff nach Norwegen vor sich hatte. Samstags sind die Verbindungen zur Fährterminal im Überseehafen Rostock etwas schwierig, was das rechtzeitige Ankommen für "Fußgänger" etwas erschwert. Dank kundiger Hilfe durch das Forum wurde auch dies gemeistert. Vielen Dank hier noch einmal an die Informanten. Das Taxiunternehmen hat dann schließlich den Sprung vom Hp Lütten Klein zum Fährterminal durch den Warnowtunnel in kürzester Zeit ermöglicht. Wusste gar nicht, dass es hierfür auch eine Tunnelmaut gibt. Es wäre wohl auch mit dem Bus 49 möglich gewesen, jedoch deutlich knapper, da der Bus eben 20 Minuten vor Abfahrt der Fähre losfährt und der Check-in ja auch noch erforderlich ist.
Die MS Copenhagen hat mir sehr gut gefallen. Man sieht ihr die kurze Einsatzdauer noch an. Positiv überrascht war ich vom Restaurant, den großzügigen Aufenthaltsbereichen, den sauberen und großen Toiletten sowie der tollen Sicht vom Oberdeck aus. Der Supermarkt hätte etwas kleiner ausfallen können, um noch mehr Platz für Sitzplätze zu bekommen. Aber das Geschäft scheint sich ja zu lohnen. Interessant und neu war der Blick auf die Schornsteine. :)


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Nach kurzem Boxenstop in Hannover ging es dann im klassischen Design der guten alten Deutschen Bundesbahn weiter nach Rostock.

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Ist zwar kein Echtholz, wirkt aber sehr gemütlich. Ich hätte auch noch länger im Zug sitzen bleiben können.

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Blick auf die Hafensituation von Bussteig C aus gesehen.

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Die Copenhagen schiebt sich langsam an ihre Position heran.

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Auf der Hinfahrt war es insgesamt sonniger. Hier eine Aufnahme kurz nach der Ausfahrt aus Rostock.

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Das Buffet ist wirklich zu empfehlen. Die "Aussicht" ist natürlich unter normalen guten Bedingungen auch besser.

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Wir erreichen nach 1:45 Gedser.

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Ein Blick durch die hochgefahrene Bugluke.

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Wir nähern uns der Passagierbrücke. Ein Landgang war leider nicht möglich, wird aber im Sommer nachgeholt.

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Blick auf Gedser

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Ein Blick von der anderen Seite

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Nach kurzen 15 Minuten geht es wieder zurück nach Rostock.

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Nach einem guten Drittel des Weges zurück nach Rostock wurde es dann grau. Kurz vor der Rostocker Hafeneinfahrt wurden wir dann sehr langsam. Ein größeres Segelschiff kam uns auf der Backbordseite recht nah. Das Nebelhorn hatte gut zu tun. :)

Pünktlich kamen wir jedoch wieder im Rostocker Überseehafen an, so dass wir sogar den 49er Bus zum Hauptbahnhof Süd erreichten, der uns einer Stadtrundfahrt gleich zum Hauptbahnhof Rostock Süd brachte.

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Dann schließlich ging es über Hamburg wieder zurück nach Osnabrück. Hier ein Blick in den relativ komfortablen Hansa-Express. Der IC wäre schneller gewesen. Den gab es aber zu dieser Zeit nicht mehr. Ich hoffe, dass die Bahnverbindungen im Sommer etwas besser werden.

Vielen Dank für das Interesse am Bericht!

Sassnitzer
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Re: Mit der Copenhagen zwischen Sonne und Nebel

Beitrag von Sassnitzer » So 12. Mär 2017, 16:52

Super, vielen Dank fürs mitnehmen. So eine kleine "Kreuzfahrt" lohnt sich bei jedem Wetter.
Viele Grüße

Sassnitzer

Johannes7
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Re: Mit der Copenhagen zwischen Sonne und Nebel

Beitrag von Johannes7 » So 12. Mär 2017, 17:28

Danke für den Reisebericht. Die Hinfahrt nach Rostock hätte mir sicher auch Freude bereitet ;-)!
Das Tolle an den alten Riesewagen ist, dass sich die Sitzflächen (fast) zu einer Art Liege zusammen schieben lassen. Welch ein Reisekomfort!
Mir graußt es schon vor dem IC2.

Grüße.
Johannes
Zuletzt geändert von Johannes7 am Mo 13. Mär 2017, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.

Schorse
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Re: Mit der Copenhagen zwischen Sonne und Nebel

Beitrag von Schorse » So 12. Mär 2017, 20:10

Als Wagenmeister der DB kann ich folgendes zu dem Wagen sagen:
Es ist ein ehemaliger 1. Klasse Abteilwagen (Avmz 111), welcher nicht modernisiert wurde (Ledersitze).
Sie verbringen ihr Restleben als "deklassierte" Wagen. Quasi
Genau so geht es den Großraumwagen der 1. Klasse (Apmz 121), welche nicht modernisiert wurden.
Sie sind allerdings sehr oft in den Knotenpunkt Reserven an den größeren Bahnhöfen beheimatet, und werden oft in Ersatzzüge
verwendet, wenn ein "Stammzug" ausfällt, oder eine sehr große Verspätung hat.
Das sind Wagen aus meiner Anfangszeit, wo das Reisen noch wirklich bequem war!

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