Sicherung vor Piraten

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Hoss50

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Hoss50 »

Habe gesucht und gefunden, es war schon vor über zwei Jahren (Nov.2008).
Die indische Fregatte "INS Tabar" versenkte in "einem Akt der Selbstverteidigung" ein Mutterschiff der "somali "-Piraten, als es selber beschossen wurde. Sie versuchten das Schiff anzuhalten und nach Waffen zu durchsuchen !!!!!
Richtig wurde es gemacht, die Basis muss angegriffen und vernichtet werden, wenn nötig.
Gleich zeitig muss an Land oder im Hafen versucht werden die Geisel zu befreien und zu beschützen. Für was gibt es den gut ausgebildeten Nachrichtendienst die das unterlaufen müssten und nicht später sagen wir wussten das es sich dahin entwickeln wurde
Nur eine kurze Bemerkung......Stasi-Leute (Personenschutz) sind bei den internationalen Geheimdiensten mit "geschmatzten" Händen aufgenommen wurden !!!!!!
Es wird zu viel geredet und nichts konkretes unternommen oder dargelegt. ich verstehe nicht, wieso die Weltschifffahrtsstaaten, deren Regierungen und UNO dieses auf die Dauer zulassen und sich auf der Nase herum tänzeln lassen ???
Es muss an eine härtere aber gerechte Maßnahme langsam gedacht werden. Wann werden wir dieses Problem lösen ?????
Durch eine Diskussion die ins unendliche geht und nichts bringt.???
Ich frage mich wer und was steckt dahinter, die ach so armen, verhungerten Piraten die etwas vom Kuchen abbekommen wollen ?
Bestimmt nicht.

viele Grüße

der hoss

PS mehr nicht von mir, sonst kommt wieder dieser Einwurf hier,
....etwas für die national deutschen Seite des Forums,
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

Moin,

im Fall der INS TABAR wurden auch die unschuldigen Geiseln getötet - Kollateralschäden?? - Einige Piraten sind auch noch unbehelligt entkommen....

Stasi Leute waren überall willkommen - das Problem wurde bisher (nach 20 Jahren) auch nur ansatzweise aufgearbeitet....


Neue Entwicklung aus England: Laserkanonen sollen Piraten blenden....
Britische Ingenieure entwickeln derzeit eine neue Art der Verteidigung, das Lasern von Piraten blendend zu entmündigen, da sie ein Schiff Ansatz verwendet.
Die nicht-tödliche Waffe, die von der Verteidigung Firma BAE Systems entwickelt wurde, ist wirksam gegen bewegliche Ziele mehr als eine Meile entfernt.
Das Unternehmen hat begonnen, den Laser als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Piraten auf Handelsschiffe, vor allem vor der Küste von Somalia, wo es mehrere hochkarätige Entführungen gewesen sein. Das Gerät effektiv versteckt das Schiff Tragen in einem hellen Grün Blendung durch den Laser, zwingt die Piraten vom Kurs ab und verlassen sie nicht ihre Waffen genau zielen.
"Wir sind mit dem Laser als eine Art Dummy Sonne, die wir das Schiff hinter verstecken können", sagte Roy Clarke, BAE Systems Advanced Technology Centre.
The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/news/worldne ... rates.html
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

Moin!

Fast OT, aber nur fast...

Piraten in Deutschland?

Der Chef der Gewerkschaft der Polizei sieht die Bevölkerung für den Fall eines Terrorangriffs schlecht vorbereitet. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, hat eklatante Sicherheitslücken in Deutschland beklagt.
Auch auf See sei die Sicherheit nicht gewährleistet. Es sei bekannt, dass Passagierschiffe ein Terrorziel sein könnten. „Würde sich ein Terrorkommando mit einem Sprengstoff beladenen Kutter in einem Hafen an ein solches Schiff hängen, stünden wir vor einem riesigen Problem“, gab Witthaut zu bedenken. „Die Bundeswehr dürfte nicht eingreifen. Und die Wasserschutzpolizei ist dafür gar nicht ausgestattet.“
Welt-Online: http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... gslos.html

Sicherheitskräfte in der Nähe von Kreuzfahrern sind mir bisher eher nicht aufgefallen (zumindestens in Kiel) - obwohl wir hier ja zahlreiche Schiffe amerikanischer Eigner haben....
mal abgesehen von 1 sporadischen Polizeiboot in der Nähe der AIDAcara....
schwedenelch
Mitglied
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Registriert: Do 29. Apr 2010, 21:52
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von schwedenelch »

ArneKiel hat geschrieben: Sicherheitskräfte in der Nähe von Kreuzfahrern sind mir bisher eher nicht aufgefallen (zumindestens in Kiel) - obwohl wir hier ja zahlreiche Schiffe amerikanischer Eigner haben....
mal abgesehen von 1 sporadischen Polizeiboot in der Nähe der AIDAcara....
da gibts de fakto keine sicherheit, da hat der GdP-mensch schon recht. mit kajak kann ich bis an jedes schiff ranfahren, egal ob kreuzfahrer oder Fähre. mit kleinem angelmotorboot geht das ebenfalls ohne probleme, bevor z.B die Wasserschutzpolizei was merkt, ist es schon längst zu spät, mal ganz abgesehen davon das die mit ihrer ausstattung auch nur herzlich wenig tun können, wenn sie denn was bemerken .und ich glaube viel größere boote als ein kajak oder ein kleines angelboot/Schlacubhoot brauch man gar nicht, um z.B. "genügend" sprengstoff an ein schiff zu bringen. über die aktuelle art der "kontrollen" bzw nicht-kontrollen bei der Göteborg-fähre habe ich neulich ja auch schonmal berichtet. ich glaube aber auch das die gefahr relativ gering ist, ich denke für terroristen gibt es weitaus "lohnendere" Häfen bzw. angriffsziele, wenns denn in europa sein soll.
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

Moin,

der "big bang" ist das in Kiel vielleicht nicht - allerdings übersteigt die Zahl der möglichen Opfer die von 911 um einiges... :shock:
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

Moin,

angesichts der überproportional ansteigenden Überfallzahlen kann ich keine abschreckende Wirkung erkennen. Auf allen Mutterschiffen sind in der Regel Geiseln an Bord (irgendjemand muss die Schiffe ja fahren - immerhin sprechen wir tlw. von Schiffen mit über 10.000 GT).

Ob es nun sinnvoll ist, für ein höheres Ziel tote Geiseln als Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, ist sicher nur unter moralischen Aspekten zu betrachten.
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

Moin,

selbstverständlich gilt: Wird ein Schiff oder Kriegsschiff von einem Mutterschiff beschossen, darf und muss das angegriffene Schiff sich wehren können. Eine Versenkung des
Fischfangschiffes liess sich wohl auch nicht verhindern.
Eine Versenkung auf Verdacht, wie hier im Thread mehrfach gefordert, würde nur zur Eskalation des Konfliktes führen und zahlreich tote Geiseln zur Folge haben.
Ziel sollte doch eher sein, die Geiseln unversehrt zu retten.
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

Moin,

Amerikaner greifen ein (etwas)...

Der US Zesrstörer USS LABOON hat am Sonntag ein Piraten-Skiff aufgegriffen - und Ausrüstung und Treibstoff beschlagnahmt. Bereits vorher hatten die Piraten
Waffen und Leitern über Bord geworfen. Es wurden keine Verhaftungen vorgenommen, vielmehr wurde dafür gesorgt dass das Skiff nie mehr Angriffe fahren kann...

UPI.com: http://www.upi.com/Top_News/US/2011/01/ ... 294688216/

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Deutscher Konteradmiral Thomas Ernst (Chef von EU-NAVFOR) äußert sich bei Voice of America zum Piratenproblem:
"Overall statistics, in particular the significant and steady increase in pirate activity, show that while we are not able to deter pirates from staging attacks, we are at least keeping their success rate at bay," said German Rear Admiral Thomas Ernst, deputy operations commander of the EU mission.

When the naval forces encounter suspected pirate boats, they often fire warning shots and then dispatch helicopters and teams of sailors to arrest the suspects.

But the area the joint naval forces must cover is huge and growing. Recent pirate attacks have taken place off the coasts of Tanzania and even India - thousands of kilometers from the pirates’ bases in Somalia.

Still another problem is what to do with the pirates once they are captured.

In a landmark case in Hamburg, Germany, 10 alleged pirates are currently on trial for attacking a German container ship. But such trials remain very rare.
Most pirates are simply disarmed and released, and nothing stops them from re-arming and returning to piracy.

"The payment for a mere foot soldier now is upwards of $10,000," said Rear Admiral Thomas Ernst, the head of the EU NAVFOR mission. "The chances of getting caught are relatively low and the probability of being tried is even smaller. We need to adjust this calculus in our favor."

Admiral Ernst says the piracy threat is only likely to get worse until Somalia itself has a functioning government, able to tackle the pirate networks on land.
http://www.voanews.com/english/news/afr ... 16254.html
Alexander
Mitglied
Beiträge: 1073
Registriert: Fr 11. Jan 2008, 13:59

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

ArneKiel hat geschrieben: Ob es nun sinnvoll ist, für ein höheres Ziel tote Geiseln als Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, ist sicher nur unter moralischen Aspekten zu betrachten.
Kaum bin ich mal ein paar Tage verreist und daher nicht hier am Lesen, muß ich mir nach meiner Rückkehr ein Grinsen verkneifen.

"Nur unter moralischen Aspekten zu betrachten" also - komisch, als ich die moralischen Fragen diverser hier vorgeschlagener "Maßnahmen" ansprach, wurde (teils auf beleidigendem Niveau) festgestellt, daß dies hier nicht relevant sei. Aber so wie's aussieht, landet man letztlích fast zwangsläufig dort. Freut mich, daß das auch anderweitig endlich so gesehen wird. Vielleicht führt die stärkere Einbeziehung des moralischen Standpunkts endlich dazu, daß einige Hardliner mal über ihre unhaltbaren Positionen nachdenken.
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

Alexander hat geschrieben:
ArneKiel hat geschrieben: Ob es nun sinnvoll ist, für ein höheres Ziel tote Geiseln als Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, ist sicher nur unter moralischen Aspekten zu betrachten.
Kaum bin ich mal ein paar Tage verreist und daher nicht hier am Lesen, muß ich mir nach meiner Rückkehr ein Grinsen verkneifen.

"Nur unter moralischen Aspekten zu betrachten" also - komisch, als ich die moralischen Fragen diverser hier vorgeschlagener "Maßnahmen" ansprach, wurde (teils auf beleidigendem Niveau) festgestellt, daß dies hier nicht relevant sei. Aber so wie's aussieht, landet man letztlích fast zwangsläufig dort. Freut mich, daß das auch anderweitig endlich so gesehen wird. Vielleicht führt die stärkere Einbeziehung des moralischen Standpunkts endlich dazu, daß einige Hardliner mal über ihre unhaltbaren Positionen nachdenken.
Na ja, man muss sich halt an der Realität orientieren (Versenkt man Mutterschiffe versenkt man neben den Piraten eben auch die Geiseln, die man ja eigentlich retten will.)

Offenbar kommt aber langsam Bewegung in die ganze Geschichte, nach dem dänischen Vorstoß denkt man in einigen US-Medien auch schon über Landeinsätze
und massive Unterstützung der Regierung Somalias und Aufbau einer schlagkräftigen Polizeitruppe nach. Mittlerweile fürchtet man ja auch die mögliche Verbindung der diversen Warlords bzw. Stammesgruppen mit Al-Quaida (zumal denen mittlewrweile das Geld ausgeht).
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