Sicherung vor Piraten

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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

Hoss50 hat geschrieben:
Alexander hat geschrieben:
Aber das war etwas ganz anderes. Hier wurde auf einem "fremden Territorium" von der damals noch funktionierenden
Regierung es erlaubt, diese "Blitzbefreiung" der Geiseln durchzuführen.
Auch heute gibt es in Somalia eine international und völkerrechtlich anerkannte Regierung, insofern könnte man einen Einsatz zumindest offiziell diplomatisch mit denen abstimmen. Dumm nur, daß diese Regierung außerhalb ihrer Regierungsgebäude wenig zu melden hat.
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo Alexander,
Welche Alternative hätte es gegeben? Sich als Staat erpressbar zu machen, indem man die Geiseln aus Stammheim freiließ?

In diesem Punkt habe ich eine ebenso klare Meinung wie bei meiner Ablehnung des Einsatzes bewaffneter privater Wachleute auf den Schiffen: ein Staat darf sich nicht erpressen lassen. Ist das Leben von Menschen bedroht, hat er aufgrund seines staatlichen Gewaltmonopols das Recht und die Pflicht, einzugreifen. Primäres Ziel muß es dabei natürlich sein, die Geiseln möglichst unverletzt zu retten. Und sofern dies möglich ist, sollte ein weiteres Ziel sein, die Geiselnehmer lebend in die Hand zu kriegen, um ihnen ein ordentliches Gerichtsverfahren zu machen. Sollten die Geiselnehmer aber im Rahmen der Polizeiaktion dergestalt handeln, daß ganz konkret das Leben der Geiseln oder der Einsatzkräfte bedroht ist, dann darf die Polizei auch in Notwehr handeln (in Übereinstimmung mit den deutschen Gesetzen und natürlich wo möglich mit nichtletalen Mitteln).
Ich erlaube mir zu interpretieren, warum du private Sicherheitsdienste ablehnst. Du tust das weil.... Sorry das geht hier nicht weiter, weil mir hier eine sachliche Begründung in deiner Aussage fehlt.

Gruß
Patrick
Ich habe die Begründung in meinem Beitrag drinstehen: "Staatliches Gewaltmonopol".
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
Hoss50

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Hoss50 »

Hallo Alexander

"Auch heute gibt es in Somalia eine international und völkerrechtlich anerkannte Regierung, insofern könnte man einen Einsatz zumindest offiziell diplomatisch mit denen abstimmen"

Warum willst Du einen Einsatz abstimmen ?...es geschieht doch auf internationalen Gewässern!!! da muss man niemand um Erlaubnis fragen.
!977 befand man sich auf dem Territorium von Somalia, als man die Geiseln befreite. Daran kannst Du dich nicht erinnern.
Ich sehe da kein Problem

der hoss
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

@Alexander
Ich habe die Begründung in meinem Beitrag drinstehen: "Staatliches Gewaltmonopol".
Warum das bundesrepublikanische Gewaltmonopol nun plötzlich mitten im Indischen Ozean, vor der Küste des Omans oder vor Madagagaskar
gelten soll, weiß ich nicht. Tatsache ist, dass sich deutsche Marineschiffe in der Regel Tausende Kilometer von diesem Ort entfernt aufhalten.
Soll man im Fall von deutschen Schiffen denn warten bis die KSK-Soldaten eintreffen?
Letztlich bleibt es dann den Sicherheitskräften an Bord (hoffentlich) überlassen, das Schlimmste zu verhindern.

Ferner gibt es mit der Marionettenregierung im Einzelfall nichts abzustimmen, da Landeinsätze bisher nicht vorgesehen sind, auf See hat die Somalische Regierung eh nichts zu bestimmen.
Ausserdem sind die US-Amerikaner und auch Spezialisten aus diversen EU-Ländern längst vor Ort, eine Abstimmung (wenn sie denn nötig ist) ist mit Sicherheit schon erfolgt.
aha11
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von aha11 »

Guten Morgen. Hier http://piraten.tumblr.com/post/27751567 ... ersucht-ha habe ich euch mal ein Foto gepostet, auf dem ihr sehen könnt, wie die MV Leopard versucht hat, sich gegen die Piraten zu schützen. Nato-Draht überall. Aber es hat nichts genutzt. Am Heck hängt noch die Leiter, mit der die Gangster an Bord kamen. An dieser Stelle fehlt ein Stück Stacheldraht. Einschusslöcher sind auf diesem Foto, das von einem Boardingteam der türkischen Marine gemacht wurde, nicht zu erkennen. Als die Soldaten an Bord kamen, war das Schiff menschenleer. Von der Besatzung und dem angeblich angeheuerten Security-Team fehlt bislang jede Spur.
Michael Kneissler, Piraten-Terror, Delius Klasing Verlag, Hamburg 2010. Piraten-Blog: http://piraten.tumblr.com/
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

M Sicherheit hat geschrieben:Insgesamt ist es wohl so, dass es sogenannte Jedermannrechte gibt.
Das sind Rechte die Jedermann zustehen. Diese Rechte werden von Sicherheitsdiensten im Auftrag übernommen.
Ob es hier um Notwehr, Besitzwehr oder vorläufige Festnahme geht, wird kein Gewaltmonopol berührt. Das sind Rechte, die jedem Menschen zustehen.

Gruß
Patrick
Würde man das mit dem Gewaltmonopol so eng sehen, gäbe es in Deutschland ja auch keine Sicherheitsdienste, und damit Chaos und Anarchie (etwas überspitzt)
frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

..na vllt hat sich auch der Sicherheitsdienst selbst in Sicherheit gebracht... ;)
Deutsche Gesellschaft für Schifffahrts-und Marinegeschichte e.V. ; FB Handelsschifffahrt
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

aha11 hat geschrieben:Guten Morgen. Hier http://piraten.tumblr.com/post/27751567 ... ersucht-ha habe ich euch mal ein Foto gepostet, auf dem ihr sehen könnt, wie die MV Leopard versucht hat, sich gegen die Piraten zu schützen. Nato-Draht überall. Aber es hat nichts genutzt. Am Heck hängt noch die Leiter, mit der die Gangster an Bord kamen. An dieser Stelle fehlt ein Stück Stacheldraht. Einschusslöcher sind auf diesem Foto, das von einem Boardingteam der türkischen Marine gemacht wurde, nicht zu erkennen. Als die Soldaten an Bord kamen, war das Schiff menschenleer. Von der Besatzung und dem angeblich angeheuerten Security-Team fehlt bislang jede Spur.
Moin, laut politiken.dk waren gar keine Sicherheitskräfte an Bord der LEOPARD, diese hatten das Schiff in Salalah (Oman) verlassen.... (da die zu durchfahrende Zone als "sicher" angesehen wurde) :evil:

http://www.africasia.com/services/news_ ... d5b9ae.921 ganz unten
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo ArneKiel,

wir haben ähnliche Informationen. Es ist wirklich kaum vorstellbar, dass bewaffnete Sicherheitsmitarbeiter zu Entführungsopfer werden. ;)
Die Variante von frank0265 unterstellt, dass sich jemand der alle Mittel hat einen derartigen Angriff unmittelbar abzuwehren seinen Auftrag nicht wahrnimmt.

Gruß
Patrick
Na ja, es gibt ja diverse Berichte über die Zuverlässigkeit jemenitischer Guards, aber letztlich ist der Auftraggeber der Entscheider, man hat die eben als unnötig (Kosten?) erachtet, Pech gehabt...
Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

Hoss50 hat geschrieben: Warum willst Du einen Einsatz abstimmen ?...es geschieht doch auf internationalen Gewässern!!! da muss man niemand um Erlaubnis fragen.
!977 befand man sich auf dem Territorium von Somalia, als man die Geiseln befreite. Daran kannst Du dich nicht erinnern.
Kommt drauf an, wo sich das Schiff, auf welchem Geiseln befreit werden sollen, befindet. Wenn es sich, wie z.B. die "Hansa Stavanger", erst mal dicht vor der Küste befindet, ist es in somalischen Gewässern.
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
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