zusätzlich zum Verkaufs Hick-Hack, wurde Hapg-Loyd jetzt auch noch von einem sehr schweren Unfall getroffen.
Dazu aus dem Hapag-Loyd Pressebericht:
Unfall auf der „Chicago Express“
24.09.08
Auf dem Containerschiff „Chicago Express“ ist es vor Hongkong in den frühen Morgenstunden des 24. September (lokale Zeit) zu einem tragischen Unfall auf der Brücke gekommen.
Die Behörden von Hongkong hatten zuvor den Hafen wie üblich bei einem nahenden Taifun geschlossen und alle Schiffe angewiesen, den Hafen zu verlassen. Aufgrund des schweren Taifuns mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 90 Knoten (über Windstärke 12 Beaufort ) verunglückten auf See der Kapitän des 8749-TEU-Schiffes und ein philippinischer Seemann.
Der Seemann erlag seinen schweren Verletzungen, der Kapitän konnte bereits mit einem Helikopter in ein Krankenhaus transportiert werden und wird derzeit dort versorgt. Das Mitgefühl des Vorstandes und der Belegschaft von Hapag-Lloyd ist mit der Familie des verunglückten Seemanns.
Jan Carl Nielsen hat geschrieben:Meine Güte, was ist da denn auf der Brücke passiert?? Umherfliegende Teile? Vor der Küste sind die Wellen doch gar nicht so hoch das ein Schiff, das möglicherweise vor Anker liegt derart rollt, das umherfliegende Teil Menschen zu Schade kommen lassen.
Weiß da jemand genaueres?
Gruß
Hallo, das hört sich wirklich merkwürdig an - vor alen Dingen bei einem Schiff der Größenordnung.
Gruß Frank
Die Wellen dürften nicht das Problem gewesen sein, aber wenn das Schiff ladungsmäßig noch nicht optimal belastet war, könnte unter Umständen der unmittelbare Kontakt mit einem Taifun das Schiff zum rollen bringen. Bisher habe ich zwar noch keine Bestätigung dafür gefunden, aber angeblich soll die Chicago Express mitten in den Taifun geraten sein... Auch ist die Rede von bis zu 40° Schlagseite...
Am 27.9. brach um 00.18 Uhr ein Feuer auf dem 11979 erbauten, 110 Meter langen britischen RoRo-Frachter "Breant" (IMO-Nr. 7802756), 5.197 BRZ, aus, der im Nordhafen von Bremerhaven lag. Zwei Zugmaschinen gerieten in Vollbrand, die Flammen stiegen bis zu acht Meter hoch. Der Feuerlöschschlepper "Berne" war rasch vor Ort und konnte mit zwei Schaumrohren und zwei Monitoren direkt gegen den Decksbrand vorgehen, der um ein Uhr gelöscht war. Das Schiff erhielt für die Dauer der Untersuchungen Auslaufverbot.
Am 27.9. gegen vier Uhr sank vor der bulgarischen Küste 12 Meilen vor dem Kap Emine im Schwarzen Meer der Frachter "Tolstoy" in schwerer See. Von der 10-köpfigen Besatzung fehlte jede Spur, lediglich ein unbesetztes Rettungsboot wurde gefunden. An Bord waren neun Ukrainer und der russische Kapitän. Das unter nordkoreanischer Flagge fahrende ukrainische Schiff hatte kein Notsignal gegeben. Die bulgarischen Behörden wurden durch ein russisches Satellitenzentrum gewarnt. Offenbar war das Schiff sei aufgrund des schlechten Wetters "sehr schnell" gesunken, es verschwand ohne Vorwarnung von den Radarschirmen. Die "Tolstoi" war am 21.9. mit einer Ladung Schrott aus Rostow am Don ausgelaufen und sollte über das Schwarze Meer nach Nimrut in der Türkei laufen. Bulgarische Hubschraube setzten die Suche nach den Vermissten fort. Nach dem Unglück hieß es, das Schiff sei in schlechtem Zustand gewesen.
Ein britischer Ingenieur starb am 23.9. vor China an Bord seines Frachters. Die englische "Maersk Kithira", 80654 BRZ (IMO-Nr. 9215323) war in einen Taifun geraten und beschädigt worden. Das 300 Meter lange Schiff war auf dem Weg von Yantiam nach Xiamen in den Sturm geraten. Beim Versuch, die Schäden zu beheben, wurde er tödlich verletzt, als das Schiff von großen Wellen getroffen wurde. Der Liverpooler hatte 1972 als 16-jähriger bei Cunard Shipping Limited angemustert und stand seit 1991 in den Diensten von Maersk. Die letzten acht Jahre war er Chefingenieur gewesen. Ein ebenfalls verletzter Offizier wurde ins Krankenhaus gebracht, inzwischen aber wieder entlassen.
Vor Guangdong ging derweil ohne große Aussicht auf Überlebende die Suche nach den 17 vermissten Seeleuten des südkoreanischen Frachters "Zeus Ho" weiter, der nahe der Insel Shangchuan gestrandet und in mehrere Teile zerbrochen war. Ein Bergungsschiff des südchinesischen Sea Rescue Bureau hatte sich durch den Hurrikan zur Insel gekämpft, nachdem der Kontakt zum Frachter abgerissen war, doch es fand nach drei Stunden Suche nur die Wrackteile auf den Felsen liegend. In Shenzhen, an der Grenze zu Hong Kong, wurden fünf Seeleute von einem Kutter gerettet.
Schiffsunfall auf dem Rhein, Ortslage Aßmannshausen
Aßmannshausen (ots) - Das bergfahrende, mit Sojapellets beladene GMS "Danube 1" von Regensburg, havarierte aufgrund eines Ruderausfalls, mit einem Anlegesteiger eines ortsansässigen Fahrgastschiffsfahrtsunternehmens in Assmannshausen. Anschließend kam das Schiff mit dem Vorschiff auf der Steinaufschüttung der Uferböschung fest. Es wurde mittels Schleppboot freigeturnt und zwecks Reparatur zu einer Werft geschleppt. Gesamtschaden ca. 10.000 Euro. Die Ermittlungen zur Unfallsursache dauern noch an.
Die im Schwarzen Meer gesunkene TOLSTOY war in der Tat ein Schiff mit schwerwiegenden Mängeln. Das geht aus der Datenbank equasis zum Thema Schiffssicherheit/PortStateControl hervor. Seit 1999 wurde das Schiff mehrfach durch PSC kontrolliert und auch wegen schwerwiegenden Mängeln mehrere Tage festgehalten. Aber auch mit der Seetüchtigkeit der Besatzung sowie der Arbeits- und Lebensbedingungen an Bord muss es nicht weit her gewesen sein. Letzte PSC war am 19.03.2008 in Rostow am Don. Dabei wurde 6 Mängel festgestellt, die aber so gravierend waren, dass man das Schiff für 9 Tage festhielt. Zum Beispiel gab es Probleme mit Seekarten und anderen nautischen Publikationen sowie der Führung des Öltagebuches. Das Schiff gehörte der PEGASUS SHIPPING aus Delaware/USA und lief unter der Flagge von Korea.
Deutsche Gesellschaft für Schifffahrts-und Marinegeschichte e.V. ; FB Handelsschifffahrt
Auf der Mosel unterhalb der Schleuse Enkirch sind am Morgen des 30.9. die beiden holländischen Binnenschiffe "Credo" und "Jordi Jan" frontal gegeneinander gefahren. Die Mosel wurde in Höhe Enkirch für die Schifffahrt komplett gesperrt. Experten vor Ort beraten derzeit, wie die beiden Havaristen geborgen werden können. Die Kollision ereignete sich gegen 05.00 Uhr in engem Fahrwasser. Dabei wurde bei einem Schiff, das mit Eisenerz beladen war, der Bug aufgerissen, es drangen erhebliche Wassermengen ein. Das 135 Meter lange Schiff lief anschließend auf Grund. Das Wasser wurde mit den Bordpumpen laufend gelenzt. Aus dem 86 Meter langen Kollisionsgegner lief eine kleinere Menge Kraftstoff aus. Inzwischen wurde das Leck gedichtet. Beide Schiffe waren fahrunfähig. Vermutlich wurde die Kollision durch menschliches Versagen verursacht.
Foto der Havaristen: http://rhein-zeitung.de/on/08/09/30/rlp ... 81818.html
Zum Beladungszustand am Tag vor dem Unfall kann vielleicht folgendes Foto meines Sohnes Simon beitragen. Er fotografierte am Morgen des 23. Sept die 'Chicago Express' von Bord der 'Bahia Blanca' aus.
Mit Gruß aus der Pfalz
Hans Rosenkranz
Frachter vor Norwegen gestrandet:
Der 200 Meter lange, unter Hongkong-Flagge laufende Frachter "Federal Kivalina" (IMO-Nr. 9205885) 20.659 BRZ, lief am 6.10. um 5.17 Uhr auf dem Weg von Brasilien nach bei Årsundøya in Tingvoll auf Grund. Drei Ballastwassertanks wurden aufgerissen, das Schiff entwickelte Steuerbordschlagseite. Der Frachter hatte 35000 Tonnen Aluminiumoxid geladen und 21 Mann Crew an Bord. Das Rettungsboot ”Det Norske Veritas” kam aus Kristiansund und half, den Havaristen zu stabilisieren. Das erste Schiff vor Ort war die "Nordmøre" gewesen, die sich auf der Überfahrt von Seivika nach Tømmervåg. Sie versuchte, eine Schlepptrosse festzumachen. Diese wurde später an das Küstenwachschiff „Njord“ übergeben, die nach ihrem Eintreffen das on-scene-command übernahm. Ein Seaking überflog das Schiff und landete dann in Kvernberget, wo er in Bereitschaft blieb. Die Crew des Frachters versammelte sich derweil auf der Schiffsbrücke. Die Versorger "Seven Seas" und "Scandi Captain" gingen in der Nähe des Frachters auf Standby, das Eintreffen weiterer Schlepper wurde erwartet. In den Tanks des Schiffes sind 40 Tonnen Diesel, 180 Tonnen Bunkeröl und 30 Tonnen andere Öle. Die „Federal Kivalina“ wurde 2000 bei Oshima Shipbuilding in Saikai erbaut und gehört der Fednav Gruppe in Montreal.
Schiffsdaten: http://www.vesseltracker.com/de/Ships/F ... 05885.html
Berichte und Bilder: http://www.adressa.no/nyheter/moreromsd ... 165128.ece# http://www.kystverket.no/default.aspx?did=9815773 http://www.tk.no/billedserier/article38 ... =0&serie=0
Bilder von 2005: http://www.boatnerd.com/news/newsthumbs ... 5-pb-f.jpg http://www.boatnerd.com/news/newsthumbs ... 5-pb-b.jpg http://www.boatnerd.com/news/newsthumbs ... 6/ah-5.jpg