Bernd U hat geschrieben: ↑Do 19. Feb 2026, 11:38
Ich frage mich allerdings,warum man die neue Scharhoern jetzt nicht mal zum Testen nach Mukran schickt?
Die Mellum ist nun schon wieder weg aus Mukran.
Mfg Bernd
Die neuen Mehrzweckschiffe sind keine Eisbrecher. Sie könnten vermutlich nur eine gebrochene Fahrrinne offen halten. Das kann der VB BEMEN FIGHTER auch. Warum also den neuen Anstrich ruinieren?
Die Umrüstung eines herkömmlichen Schleppers zu einem Gelenkschlepper-Schubverband (ATB) unter Verwendung eines Intercon-Verbindungssystems, und das ist die Kombination Eisbrecherbug + Schlepper, ist ein großes Investitionsprojekt, das erhebliche bauliche, mechanische und hydraulische Modifikationen erfordert. Es handelt sich um einen werftintensiven Prozess, der in der Regel umfangreiche Ingenieursleistungen, eine Verstärkung des Rumpfes und die Installation spezieller, hochpräziser Ausrüstung umfasst.
Der VB BREMEN FIGHTER wäre in keinster Weise für die im Verbund auftretenden Beanspruchungen ausgelegt. Das beginnt bei fehlenden Verstärkungen im Lasteinleitungsbereich der Intercon-Verbindung und geht weiter zu fehlenden Lastverteilung innerhalb des Rumpfes. Technisch machbar ist vieles, aber ist es sinnvoll? Da lässt man, glaube ich, besser einen 100 tbp Schlepper als ATB Schlepper neu bauen, den man ansonsten als Hafenschlepper einsetzen kann.
WeißerHai hat geschrieben: ↑Do 19. Feb 2026, 14:55
Eventuell werden auch Charterverträge mit der Privatwirtschaft geschlossen, welche im Falle von Eisgang dann ran müssen?
Im Blick auf die letzten 20 Jahre kann man an zwei Fingern abzählen, wie oft solch massive Eislagen bei uns vorherrschten.
Wäre schön gewesen die Neubauten der WSV direkt dafür auszulegen, aber dafür ist es zu spät.
Dann wird man wohl langfristige Charterverträge schließen müssen wie bei den Notfallschleppern, aber von denen möchte die Verwaltung eigentlich weg.
Die billigste Lösung scheint mir der Erhalt der NEUWERK zu sein. Man muss evt. in neue Generatoren investieren und sie betriebsbereit halten. Wie das geht kann man in Finnland sehen, wo die Eisbrecher im Sommer bei Helsinki aufgelegt sind. Zumindestens ist es eine Zwischenlösung, bis eine bessere Lösung vorhanden ist.
Klimaerwärmung bedeutet ja nicht, dass die Wetterlagen un bedingt seltener werden. Kann sein, dass das nächste Mal erst in 20 Jahren ist, es kann aber auch schon in drei Jahren geschehen. Aus meiner Sicht sollte man vorbereitet sein.
Gruß, Volker