Sicherung vor Piraten

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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

M Sicherheit hat geschrieben: Diese Neutralität scheinst Du abgelegt zu haben um dich nicht weiter, fachlich mit diesem Thema auseinandersetzen zu müssen.
Was für ein Gelaber...

Eine fachliche Auseinandersetzung mit jemand, der meint, er alleine kenne die einzige Wahrheit - und alle anderen hätten entweder keine Ahnung oder würden aus welchen Gründen auch immer nur Steine in den Weg legen wollen - ist letztlich unmöglich. Und von wegen "fachliche Auseinandersetzung": Wie sieht denn Deine aus? Aufzählen von Pressemitteilungen und Nachrichten, gepaart mit dem dauernden Gejammere, wie unfair doch Regierung und Verbände sind...

Nennst Du das "fachliche Auseinandersetzung"?
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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo zusammen,

die Deutsche Polizeigewerkschaft rudert mit diversen Aussagen auch zurück?

Lob für die Bundesregierung kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. „Das ist endlich der richtige Weg, der von uns und auch von den deutschen Reedern lange erwartet wurde“, sagte Verbandschef Rainer Wendt Handelsblatt Online. Deutschland sei bislang lediglich mit einer Fregatte am Horn von Afrika vertreten, das sei alles andere als ein wirksamer Schutz. „Die Gewährleistung von Sicherheit für die Menschen auf deutschen Handelsschiffen ist eine Aufgabe von herausragender Bedeutung, außerdem ist der Schutz von Handelswegen für unsere Volkswirtschaft enorm wichtig“, betonte der Polizeigewerkschafter. „Niemand wird doch wohl ernsthaft annehmen, dass wir genügend Polizisten haben, um eine Begleitung durch Polizeikräfte zu gewährleisten“, so Wendt.
(Quelle: Handelsblatt)

Gruß
Patrick
Die DPolG stellt also fest: Es gibt nicht genügend Polizisten dafür. Gleichzeitig begrüßt sie die Verstärkung der Marineeinheiten.

So weit, so gut! Also begrüßt sie, daß der Staat hier die Initiave ergreift. Dieser Sichtweise stimme ich voll und ganz zu. Aber das bedeutet eben NICHT, daß sie Deine Sichtweise teilt, daß man da private Firmen für einsetzen soll.
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frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

..immer wieder ist die Rede davon, deutsche Handelsschiffe sichern zu wollen. Ich kann es auch immer wieder sagen, ein deutsches Schiff unter der Flagge von Antigua&Barbuda ist kein Deutsches mehr, da es kraft Eintrag ins Register des Karibikstaates auch dessen Hoheitsgebiet wird. Gehen da Sicherheitskräfte an Bord, befinden sie sich nicht auf deutschem Territorium.
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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo frank0265,

insgesamt ist die Rede davon, sich wirksam vor Piraten zu schützen.
Nutzt hier überhaupt nichts, permanent die nationalen oder internationalen Ansprüche oder Aufgaben auf den Tisch zu legen. Hat mittlerweile jeder kapiert. Hat mit diesem Thema sehr indirekt zu tun.
Und genau diese Aussage Deinerseits ist schlichweg falsch. Das hat direkt mit dem Einsatz von wem auch immer an Bord zu tun. Fährt das Schiff unter ausländischer Flagge, so gilt für einen Einsatz privater Sicherheitskräfte eben ausdrücklich nicht mehr deutsches Recht.
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frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

@M Sicherheit

http://www.duckhome.de/tb/archives/9366 ... daten.html

Patrick, lies Dir bitte diesen Artikel mal genau durch.... Ich denke, dem ist nichts hinzuzufügen.
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo frank0265,

wo ist hier der Zusammenhang zu privaten, deutschen Sicherheitsdiensten?

Gruß
Patrick

Du willst es einfach nicht kapieren !
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo zusammen,

http://www.evangelisch.de/themen/wirtsc ... Ctzen46061
(evangelisch.de vom 07.08.)

Gruß
Patrick


Auch deutsche Firmen könnten mitmachen
Rolf Uesseler, Autor des Standardwerkes über private Militärfirmen ("Krieg als Dienstleistung"), befürchtet, das sie "die Demokratie zerstören" könnten, und die Gewerkschaft Verdi hält private Piratenjäger eher für einen Teil der "Ausweitung des Problems". Letztlich könne das Problem der Piraterie "nicht auf See, sondern nur an Land gelöst werden", so Verdi-Experte Dieter Benze.

Im privaten Marinegeschäft tummeln sich internationale Größen, wie die unter dem Namen Blackwater bekannt gewordene US-Sicherheitsfirma Xe, aber auch deutsche Unternehmen wie Eubsa und International Security Network (ISN). Die GmbH aus dem badischen Rheinmünster wirbt mit einem kürzlich erfolgten Besuch des Ex-Generals Ulrich Wegeners. Der frühere Chef der Spezialpolizeieinheit GSG 9 soll sich von der "taktischen und strategischen Leistungsfähigkeit" beeindruckt gezeigt haben, innerhalb von 48 Stunden könne ISN Einsatzkräfte und ihr üppiges Equipment weltweit einsetzen. Im Regelfall beginnen und enden solche Einsätze auf hoher See. Denn kaum eine Hafenbehörde sieht Bewaffnete gerne an Bord.
Zuletzt geändert von frank0265 am Sa 13. Aug 2011, 13:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

M Sicherheit hat geschrieben:Dass ausgeflaggte Schiffe andere Gesetze haben und der Anspruch auf deutschen hoheitlichen Schutz fragwürdig wird? Habe ich schon kapiert bevor Du das zum ersten Mal hier erwähnt hat.
Was das mit der privaten Sicherheitswirtschaft zu tun hat kapiere ich tatsächlich nicht.

Gerne nochmal:
06.08.2011: 1505 UTC: Posn: 13:07.2N - 043:04.9E, Around 20nm ENE of Assab, Eritrea, Red Sea.
Twelve skiffs with five to eight pirates in each skiff approached a bulk carrier underway. As the skiff closed in, guns and ladders were noticed. Warning flares were deployed by the onboard security team. The skiffs continued to approach the vessel at 17 knots. At a distance of around 300 meters, on the command of the Master, the onboard security team fired warning shots resulting in most of the skiffs falling back and circling the vessel. Two skiffs continued to chase the vessel and returned fire. The skiffs and the security team exchanged fire and after 30 minutes and numerous approaches the skiffs aborted and moved away.

Welcher Flaggenstaat, welche Eigentümernationalitäten oder Behörden hier betroffen sind, hat mit der Tätigkeit und dem Erfolg nur sehr indirekt zu tun.

Gruß
Patrick

Die Nationalität der Eigentümer oder Reeder ist prinzipiell irrelevant. Nur der Flaggenstaat weist die Nationalität des Schiffes aus.
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Interview mit Heide Gerstenberger

Beitrag von frank0265 »

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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

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