Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
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Willy
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Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
Moin
Ich bin seit Kind gern mit der Sydfyn nach Faaborg gefahren, besonders gern bei Sturm, es schaukelte und stampfte immer gewaltig, man hatte manchmal Angst die Fähre könne umkippen, also rein subjektiv zumindest.
Manchmal mussten die Fahrten auch wegen Sturm ausfallen.
Damals hiess es immer diese hohen und leichten Fähren wären für die Ostsee maximal für die Nordsee konstruiert worden. Als die Sydfyn verkauft wurde schipperte sie von 1976-2011 in Kroatien herum, im Mittelmeer und ausserdem muss das Schiff doch auch über den Atlantik und Gibraltar dorthin gekommen sein, wurde sie technisch verändert(Ballast), Fenster verschweisst oder wie muss man sich das vorstellen?
Heute ist die Sydfyn, Vis, Vicente, in Cap Verde am schippern, ich frage mich nur wie um Himmels Willen kommen die dort damit zurecht, selbst bei uns hier auf der ruhigen Ostsee mussten die Autos und LKW fest verzurrt werden wenn sie wieder heil von Bord sollten.
Was mich auch mal interessieren würde ist wie wird ein Schiff überführt, zb. die Gelting Syd (heute Atlas)ging nach Marokko, letzte Station war Svendborg, danach gings los.
Wer macht die Fahrt, die neue Besatzung oder die alte, oder beide zusammen?
Hochinteressant fand ich einen Zeitungsbericht aus der SHZ, "Butterdampfer unter Palmen", da wurde die Hansaline (heute Pacific Queen)aus Flensburg kurzum nach Panama geschippert, die alte Besatzung hat das kleine Butterschiff brav abgeliefert, damals hiess es es wäre keine Versicherung bereit gewesen diese Tour zu decken, das hätten dann die beiden Kapitäne(Eigner) auf Risiko gewagt.
Bei der Hansaline wurden die unteren Salonfenster verschweisst und Dieseltanks hineingestellt.
Sind die beiden altgedienten Seeleute verrückt gewesen oder sind so kleine Musikdampfer tatsächlich absolut hochseetauglich?
Gruss Willy
Ich bin seit Kind gern mit der Sydfyn nach Faaborg gefahren, besonders gern bei Sturm, es schaukelte und stampfte immer gewaltig, man hatte manchmal Angst die Fähre könne umkippen, also rein subjektiv zumindest.
Manchmal mussten die Fahrten auch wegen Sturm ausfallen.
Damals hiess es immer diese hohen und leichten Fähren wären für die Ostsee maximal für die Nordsee konstruiert worden. Als die Sydfyn verkauft wurde schipperte sie von 1976-2011 in Kroatien herum, im Mittelmeer und ausserdem muss das Schiff doch auch über den Atlantik und Gibraltar dorthin gekommen sein, wurde sie technisch verändert(Ballast), Fenster verschweisst oder wie muss man sich das vorstellen?
Heute ist die Sydfyn, Vis, Vicente, in Cap Verde am schippern, ich frage mich nur wie um Himmels Willen kommen die dort damit zurecht, selbst bei uns hier auf der ruhigen Ostsee mussten die Autos und LKW fest verzurrt werden wenn sie wieder heil von Bord sollten.
Was mich auch mal interessieren würde ist wie wird ein Schiff überführt, zb. die Gelting Syd (heute Atlas)ging nach Marokko, letzte Station war Svendborg, danach gings los.
Wer macht die Fahrt, die neue Besatzung oder die alte, oder beide zusammen?
Hochinteressant fand ich einen Zeitungsbericht aus der SHZ, "Butterdampfer unter Palmen", da wurde die Hansaline (heute Pacific Queen)aus Flensburg kurzum nach Panama geschippert, die alte Besatzung hat das kleine Butterschiff brav abgeliefert, damals hiess es es wäre keine Versicherung bereit gewesen diese Tour zu decken, das hätten dann die beiden Kapitäne(Eigner) auf Risiko gewagt.
Bei der Hansaline wurden die unteren Salonfenster verschweisst und Dieseltanks hineingestellt.
Sind die beiden altgedienten Seeleute verrückt gewesen oder sind so kleine Musikdampfer tatsächlich absolut hochseetauglich?
Gruss Willy
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Grisu
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- Registriert: So 12. Jul 2009, 10:27
- Wohnort: Lübeck
Re: Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
Grundsätzlich sind auch die kleineren Schiffe seetauglich...
Die "Funny Girl" kommt ja auch mit 4m Welle zurecht, ob die Überfahrt dann allerdings ein Vergnügen ist steht auf einem anderen Blatt.
Nur kommt es halt auf die Wetterlage drauf an, bei den kleineren Schiffen ist da halt bei größeren Windstärken bzw. Wellengängen schon eher Schluß.
Dann kommt hinzu das "Überführungsfahrten" in der Regel bei guten Wetter stattfinden, bei schlechten Wetter wird dann sicherlich versucht irgendwo Schutz zu suchen.
Da diese Überführungsfahrten ohne Passagiere stattfinden gelten da auch andere Maßstäbe.
Sicherlich werden auf solchen Fahrten je nach zu erwartender Wetterlage div. Maßnahmen getroffen.
Ich meine seit 2009 gibt es für Passagierschiffe ohnehin verschärfte Sicherheitsvorschriften von der EU aus, wie die im einzelnen genau aussehen kann ich nicht sagen, aber gerade bei den kleineren Ausflugsschiffen mußten im unteren Bereich z.B. die Panoramafenster gegen Bullaugen ausgetauscht werden, eine Sprinkleranlage eingebaut usw.
Übrigens wenn man z.B. an Bord der dän. Scandlines Fähren zwischen Puttgarden und Rødby unterwegs ist kann man mal einen Blick auf die Zulassung werfen, eine Kopie ist nämlich im öffentlichen Bereich (nähe Landgang Nord) für die Passagiere einsehbar angebracht.
Früher meine ich sowas auch schon mal auf den deutschen Schiffen gesehen zu haben, in letzter Zeit aber nicht mehr.
Da kann man z.B. sehen das die Fähre nur auf der Strecke Puttgarden - Rødby Passagiere mitnehmen darf, ferner ist dort auch das Einsatzgebiet angegeben wo das Schiff ohne Passagiere eingesetzt werden darf.
Wovon das abhängt kann ich nicht sagen, ich vermute mal das für andere Bereiche noch zusätzliche Einrichtungen an Bord vorhanden sein müssen. (andere Rettungsboote, Funkausrüstung, Frischwasserversorgung usw.?)
Vielleicht findet sich ja hier im Forum z.B. ein Nautiker o.ä. der da mehr zu sagen kann.
Die "Funny Girl" kommt ja auch mit 4m Welle zurecht, ob die Überfahrt dann allerdings ein Vergnügen ist steht auf einem anderen Blatt.
Nur kommt es halt auf die Wetterlage drauf an, bei den kleineren Schiffen ist da halt bei größeren Windstärken bzw. Wellengängen schon eher Schluß.
Dann kommt hinzu das "Überführungsfahrten" in der Regel bei guten Wetter stattfinden, bei schlechten Wetter wird dann sicherlich versucht irgendwo Schutz zu suchen.
Da diese Überführungsfahrten ohne Passagiere stattfinden gelten da auch andere Maßstäbe.
Sicherlich werden auf solchen Fahrten je nach zu erwartender Wetterlage div. Maßnahmen getroffen.
Ich meine seit 2009 gibt es für Passagierschiffe ohnehin verschärfte Sicherheitsvorschriften von der EU aus, wie die im einzelnen genau aussehen kann ich nicht sagen, aber gerade bei den kleineren Ausflugsschiffen mußten im unteren Bereich z.B. die Panoramafenster gegen Bullaugen ausgetauscht werden, eine Sprinkleranlage eingebaut usw.
Übrigens wenn man z.B. an Bord der dän. Scandlines Fähren zwischen Puttgarden und Rødby unterwegs ist kann man mal einen Blick auf die Zulassung werfen, eine Kopie ist nämlich im öffentlichen Bereich (nähe Landgang Nord) für die Passagiere einsehbar angebracht.
Früher meine ich sowas auch schon mal auf den deutschen Schiffen gesehen zu haben, in letzter Zeit aber nicht mehr.
Da kann man z.B. sehen das die Fähre nur auf der Strecke Puttgarden - Rødby Passagiere mitnehmen darf, ferner ist dort auch das Einsatzgebiet angegeben wo das Schiff ohne Passagiere eingesetzt werden darf.
Wovon das abhängt kann ich nicht sagen, ich vermute mal das für andere Bereiche noch zusätzliche Einrichtungen an Bord vorhanden sein müssen. (andere Rettungsboote, Funkausrüstung, Frischwasserversorgung usw.?)
Vielleicht findet sich ja hier im Forum z.B. ein Nautiker o.ä. der da mehr zu sagen kann.
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Garsvik
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- Registriert: Fr 19. Nov 2010, 14:00
Re: Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
Eine laienhafte Antwort dazu:
Bei den Überführungen, die mein Freund (als Skipper) und ich (als Hand) durchgeführt haben, wurde bei der Versicherung eingereicht, was die Mannschaft für eine Qualifikation (Scheine) hat und was es für ein Schiff ist. War die Reise versichert, war für uns vorrangig, die Überführung zu überleben. Große Schiffe haben Fahrtgebiete, für die sie tauglich sind, und für andere Fahrtgebiete werden sie dann auch nicht eingesetzt.
Garsvik
Bei den Überführungen, die mein Freund (als Skipper) und ich (als Hand) durchgeführt haben, wurde bei der Versicherung eingereicht, was die Mannschaft für eine Qualifikation (Scheine) hat und was es für ein Schiff ist. War die Reise versichert, war für uns vorrangig, die Überführung zu überleben. Große Schiffe haben Fahrtgebiete, für die sie tauglich sind, und für andere Fahrtgebiete werden sie dann auch nicht eingesetzt.
Garsvik
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heavyfuel
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- Registriert: Fr 11. Jan 2008, 20:32
Re: Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
Moin,Willy hat geschrieben: Bei der Hansaline wurden die unteren Salonfenster verschweisst und Dieseltanks hineingestellt.
Sind die beiden altgedienten Seeleute verrückt gewesen oder sind so kleine Musikdampfer tatsächlich absolut hochseetauglich?
Gruss Willy
ja warum denn nicht? Seetüchtigkeit hat ja nichts mit Größe zu tun. Es fahren doch auch jede Menge kleine Yachten über die Meere, sei es nun mit Besegelung oder unter Motor.
Im Prinzip ist es schon so wie du schreibst:
Die Fenster werden verschweißt, um Schutz gegen Seeschlag zu haben. Es sollte niemals nirgendwo Wasser ins Schiff geraten können.
Zusätzliche Kraftstofftanks sind je nach Fahrtroute erforderlich, ebenso sollte genug Schmieröl an Bord sein.
Die Maschinenanlage sollte einigermaßen zuverlässig sein, ebenso sollten die Kraftstofftanks sauber sein sodaß bei Schlechtwetter kein Bodensatz aufwirbelt und die Filter zusetzt.
Ob Ballast erforderlich ist muss man eventuell nachrechnen; ich denke in den meisten Fällen reicht der Originalballast.
Verpflegung und Kojen wird ja nur für die Überführungscrew gebraucht.
Zwei weiter Beispiele für Überführungen: Die Hapag-Fähre Alsterdorf ist nach Sansibar gegangen. http://www.elbdampfer-hamburg.de/lebens ... rdorf.html Bei dem Trip hätte ich heutzutage keine Angst wegen Wind und Wellen, sondern Schiss daß mich irgendein Pirat zu sich an Bord einlädt, währen Y-Reisen zuschaut. Aber das ist ein anderes Thema...
In Costa Rica ist zum Beispiel die Frisia VIII gelandet.http://www.forum-schiff.de/phpBB3/viewt ... 244#p44063
Gruß
heavyfuel
Viele Grüße
heavyfuel
...und immer eine Handbreit
Rum im Glas...
heavyfuel
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Willy
- Beiträge: 3
- Registriert: So 4. Dez 2011, 06:11
Re: Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
Moin
Ja die Grösse ist egal, es kommt eher auf die Bauart an, ein 7m Segelboot kann durchaus überall segeln, dennoch gibts auch Binnensegler mit denen ich nicht in eine 1m Welle hineinmöchte
Zur Hansaline:
Die fuhr auch mal Gelting-Sonderborg und man hatte bei Sturm Angst gehabt das die Verglasung der Brückenfenster wegfliegen könnte, daher gabs öfter mal Verspätungen weil sie Fahrt wegnehmen musste, man sah es mitunter auch schon von weitem wie die Brecher direkt zur Brücke flogen, daher umso grösser meine Überraschung als ich was von der Überführungsfahrt nach Panama las, laut Bericht war der Ärmelkanal die schlimmste Etappe, der Kapitän wurde gefragt ob er sowas noch einmal machen würde, er sagte:" Nöö, dad langt!"
Ich finds auch merkwürdig, ein Kapitän, wohl mit dem grossen Patent, fährt sein Leben lang Flensburg-Glücksburg-Kollund, ab und an mal nach Sonderborg eventuell mal nach Kiel, kennt dort jeden Wassertropfen persönlich und ganz plötzlich gehts nach Panama, muss er sich erst schlaumachen? Es fehlt denen doch die Hochseeerfahrung? zumindest wenn ein so kleines FZ auf die hohe See soll, man muss doch abschätzen können wie weit das Schiff belastbar ist, man will ja lebend zurück und man möchte ja auch den Kaufpreis haben
Kann jeder Kapitän sofort in jedes beliebige Revier sicher navigieren,ist die Ausbildung derart gut das sie sowas locker aus dem Ärmel schütteln bzw. diese Kunst ihr Lebenlang nicht verlernen? Steckts denen im Blut?
Übrigens, der künftige panamesische Kapitän ist auf Las Palmas zugestiegen und war während der Fahrt nach Panama nicht mehr gesehen worden, der hatte sich verkrochen weils ihm etwas unpässlich war
Zur Gelting Syd(Atlas)
Da ist was passiert, es flogen Fenster heraus , Wasser drang ein und Deckenverkleidungen fielen herab, es gab Verletzte, auf der Faaborg Gelting Seite kann man auf den Bildern sehen wie es unserer Ostseefähre dort unten ergeht
Gruss Willy
Ja die Grösse ist egal, es kommt eher auf die Bauart an, ein 7m Segelboot kann durchaus überall segeln, dennoch gibts auch Binnensegler mit denen ich nicht in eine 1m Welle hineinmöchte
Zur Hansaline:
Die fuhr auch mal Gelting-Sonderborg und man hatte bei Sturm Angst gehabt das die Verglasung der Brückenfenster wegfliegen könnte, daher gabs öfter mal Verspätungen weil sie Fahrt wegnehmen musste, man sah es mitunter auch schon von weitem wie die Brecher direkt zur Brücke flogen, daher umso grösser meine Überraschung als ich was von der Überführungsfahrt nach Panama las, laut Bericht war der Ärmelkanal die schlimmste Etappe, der Kapitän wurde gefragt ob er sowas noch einmal machen würde, er sagte:" Nöö, dad langt!"
Ich finds auch merkwürdig, ein Kapitän, wohl mit dem grossen Patent, fährt sein Leben lang Flensburg-Glücksburg-Kollund, ab und an mal nach Sonderborg eventuell mal nach Kiel, kennt dort jeden Wassertropfen persönlich und ganz plötzlich gehts nach Panama, muss er sich erst schlaumachen? Es fehlt denen doch die Hochseeerfahrung? zumindest wenn ein so kleines FZ auf die hohe See soll, man muss doch abschätzen können wie weit das Schiff belastbar ist, man will ja lebend zurück und man möchte ja auch den Kaufpreis haben
Kann jeder Kapitän sofort in jedes beliebige Revier sicher navigieren,ist die Ausbildung derart gut das sie sowas locker aus dem Ärmel schütteln bzw. diese Kunst ihr Lebenlang nicht verlernen? Steckts denen im Blut?
Übrigens, der künftige panamesische Kapitän ist auf Las Palmas zugestiegen und war während der Fahrt nach Panama nicht mehr gesehen worden, der hatte sich verkrochen weils ihm etwas unpässlich war
Zur Gelting Syd(Atlas)
Da ist was passiert, es flogen Fenster heraus , Wasser drang ein und Deckenverkleidungen fielen herab, es gab Verletzte, auf der Faaborg Gelting Seite kann man auf den Bildern sehen wie es unserer Ostseefähre dort unten ergeht
Gruss Willy
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Globus
- Mitglied
- Beiträge: 416
- Registriert: So 29. Nov 2009, 09:18
Re: Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
Damals hiess es immer diese hohen und leichten Fähren wären für die Ostsee maximal für die Nordsee konstruiert worden.
Also, wer das gesagt hat, war noch nie bei schlechtem Wetter in der Nordsee. Eines der gefährlichsten Gewässer überhaupt. Besonders, weil das Wasser dort so flach ist.
Als die Sydfyn verkauft wurde schipperte sie von 1976-2011 in Kroatien herum, im Mittelmeer und ausserdem muss das Schiff doch auch über den Atlantik und Gibraltar dorthin gekommen sein, wurde sie technisch verändert(Ballast), Fenster verschweisst oder wie muss man sich das vorstellen?
Schon Columbus schaffte es. Warum nicht eine moderne Fähre?
Heute ist die Sydfyn, Vis, Vicente, in Cap Verde am schippern, ich frage mich nur wie um Himmels Willen kommen die dort damit zurecht, selbst bei uns hier auf der ruhigen Ostsee mussten die Autos und LKW fest verzurrt werden wenn sie wieder heil von Bord sollten.
Autos haben Räder, also muß ein Auto auch in der Ostsee festgezurrt werden. Für die Versicherung. Wenn ich meinen Wagen von Kiel nach Lübeck mitnahm, genügte oft die Handbremse und ein Stopper.
Was mich auch mal interessieren würde ist wie wird ein Schiff überführt, zb. die Gelting Syd (heute Atlas)ging nach Marokko, letzte Station war Svendborg, danach gings los.
Deutsche Schnellboote (Minischiffe) Fuhren bis zum Indischen Ozean ohne Probleme.
Wer macht die Fahrt, die neue Besatzung oder die alte, oder beide zusammen?
Die neue natürlich. Kommt aber auf den Vertrag an.
Hochinteressant fand ich einen Zeitungsbericht aus der SHZ, "Butterdampfer unter Palmen", da wurde die Hansaline (heute Pacific Queen)aus Flensburg kurzum nach Panama geschippert, die alte Besatzung hat das kleine Butterschiff brav abgeliefert, damals hiess es es wäre keine Versicherung bereit gewesen diese Tour zu decken, das hätten dann die beiden Kapitäne(Eigner) auf Risiko gewagt.
Der Butterdampfer "Wappen von Hamburg" lag jahrelang in Vietnam. Ist dort selbst hingefahren. Kam auch wieder zurück.
Überall findet man deutsche Hafenschlepper in den Westafrikanischen Häfen. Hamburger Hafenfähren waren mal ein beliebter Exportartikel.
Globus
Also, wer das gesagt hat, war noch nie bei schlechtem Wetter in der Nordsee. Eines der gefährlichsten Gewässer überhaupt. Besonders, weil das Wasser dort so flach ist.
Als die Sydfyn verkauft wurde schipperte sie von 1976-2011 in Kroatien herum, im Mittelmeer und ausserdem muss das Schiff doch auch über den Atlantik und Gibraltar dorthin gekommen sein, wurde sie technisch verändert(Ballast), Fenster verschweisst oder wie muss man sich das vorstellen?
Schon Columbus schaffte es. Warum nicht eine moderne Fähre?
Heute ist die Sydfyn, Vis, Vicente, in Cap Verde am schippern, ich frage mich nur wie um Himmels Willen kommen die dort damit zurecht, selbst bei uns hier auf der ruhigen Ostsee mussten die Autos und LKW fest verzurrt werden wenn sie wieder heil von Bord sollten.
Autos haben Räder, also muß ein Auto auch in der Ostsee festgezurrt werden. Für die Versicherung. Wenn ich meinen Wagen von Kiel nach Lübeck mitnahm, genügte oft die Handbremse und ein Stopper.
Was mich auch mal interessieren würde ist wie wird ein Schiff überführt, zb. die Gelting Syd (heute Atlas)ging nach Marokko, letzte Station war Svendborg, danach gings los.
Deutsche Schnellboote (Minischiffe) Fuhren bis zum Indischen Ozean ohne Probleme.
Wer macht die Fahrt, die neue Besatzung oder die alte, oder beide zusammen?
Die neue natürlich. Kommt aber auf den Vertrag an.
Hochinteressant fand ich einen Zeitungsbericht aus der SHZ, "Butterdampfer unter Palmen", da wurde die Hansaline (heute Pacific Queen)aus Flensburg kurzum nach Panama geschippert, die alte Besatzung hat das kleine Butterschiff brav abgeliefert, damals hiess es es wäre keine Versicherung bereit gewesen diese Tour zu decken, das hätten dann die beiden Kapitäne(Eigner) auf Risiko gewagt.
Der Butterdampfer "Wappen von Hamburg" lag jahrelang in Vietnam. Ist dort selbst hingefahren. Kam auch wieder zurück.
Überall findet man deutsche Hafenschlepper in den Westafrikanischen Häfen. Hamburger Hafenfähren waren mal ein beliebter Exportartikel.
Globus
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horkini
Re: Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
Moin,
na ja, die Schlepper sind wohl doch meist als Deckslast auf Schwergutschiffen nach Afrika usw. gelangt, damals mit der "Hansa", heute mit BBC oder Dockwise oder Biglift.
Grüße
horkini
na ja, die Schlepper sind wohl doch meist als Deckslast auf Schwergutschiffen nach Afrika usw. gelangt, damals mit der "Hansa", heute mit BBC oder Dockwise oder Biglift.
Grüße
horkini
-
Globus
- Mitglied
- Beiträge: 416
- Registriert: So 29. Nov 2009, 09:18
Re: Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
horkini hat geschrieben:Moin,
na ja, die Schlepper sind wohl doch meist als Deckslast auf Schwergutschiffen nach Afrika usw. gelangt, damals mit der "Hansa", heute mit BBC oder Dockwise oder Biglift.
Grüße
horkini
Nein, eben nicht. Wir haben zweimal auf den Reisen nach Westafrika den Schleppern Hilfe geleistet. Trinkwasser und Position. Sie hatten natürlich keinen Verdamfer und die Navigation war wohl nicht deren Sache.
Globus
-
horkini
Re: Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
Moin,
na gut, Ausnahmen bestätigen die Regel!
Wann war das denn?
Heute mit GPS kann doch jeder Pferdekutscher nach Afrika navigieren!
Und heute würde man allein wegen der Brennstoffkosten ein Schwerguschiff nehmen,
denn Schlepper haben einen sehr hohen spezifischen Verbrauch.
Grüße
horkini
na gut, Ausnahmen bestätigen die Regel!
Wann war das denn?
Heute mit GPS kann doch jeder Pferdekutscher nach Afrika navigieren!
Und heute würde man allein wegen der Brennstoffkosten ein Schwerguschiff nehmen,
denn Schlepper haben einen sehr hohen spezifischen Verbrauch.
Grüße
horkini
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Peter Hartung
- Mitglied
- Beiträge: 2384
- Registriert: So 13. Jan 2008, 17:19
Re: Seetüchtigkeit Fähren, Butterdampfer?
Moin!
Die "AFRODITE" kam nach Schwierigkeiten im Englischen Kanal dennoch wohlbehalten in Beirut an:
viewtopic.php?f=2&t=1577&p=51722&hilit=Afrodite#p51722
http://www.forum-schiff.de/phpBB3/viewt ... t=AFRODITE
Ein ähnlicher Kremer-Bau, die "MARAGOGYPE" (#2) schaffte es bis Rio de Janeiro, nachdem zuvor die fast baugleiche "MARAGOGYPE" (#1) vor Rio wegen Seeschlags verloren ging. Beim zweiten Mal wurden die unteren Fenster zugeschweißt.
mfg Peter Hartung
Die "AFRODITE" kam nach Schwierigkeiten im Englischen Kanal dennoch wohlbehalten in Beirut an:
viewtopic.php?f=2&t=1577&p=51722&hilit=Afrodite#p51722
http://www.forum-schiff.de/phpBB3/viewt ... t=AFRODITE
Ein ähnlicher Kremer-Bau, die "MARAGOGYPE" (#2) schaffte es bis Rio de Janeiro, nachdem zuvor die fast baugleiche "MARAGOGYPE" (#1) vor Rio wegen Seeschlags verloren ging. Beim zweiten Mal wurden die unteren Fenster zugeschweißt.
mfg Peter Hartung
Alle Fotos von Peter Hartung sind (falls nicht anders angegeben) unter einer
Creative Commons-Genehmigung lizenziert. Siehe hier: Foto-Lizenz: CC-BY-NC-ND
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