Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

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Hamburch
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Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Hamburch »

Angeregt durch eine Diskussion im Pressemeldungsthread, möchte ich zu einer Diskussion über die Zukunft der deutschen Häfen einladen.
Im Verhältnis zu Rotterdam und Antwerpen verlieren sie immer mehr an Bedeutung. Lagen die Umschlagszahlen 2007 von Hamburg und Rotterdam gerade mal 900.000 TEU auseinander, bewegte Rotterdam 2019 das 1,6-fache des Hamburger Umschlags. Wilhelmshaven wird in den Listen nicht einmal erwähnt.

Ein Blick auf den Hamburger Hafen zeigt vor allem eines: Probleme.
- Im Kerngeschäft Container lag der Umschlagrekord aus dem Jahr 2007 mit 9,9 Millionen Boxen im letzten Jahr zwar wieder in Reichweite, doch dann kam Corona.
- Der Feederverkehr in den Ostseeraum ist abhängig vom Nord-Ostsee-Kanal, der eher durch Störungen, denn durch Erfolg medial in Erscheinung tritt. Zudem haben sich im Ostseeraum mehrere Häfen Stellung gebracht und heißen Fernostdienste willkommen.
- Der Massengutumschlag stagniert seit Jahrzehnten bei um und bei 40 Millionen Tonnen.
- Mit der Kreuzfahrt ist ein boomendes Geschäftsfeld entstanden. Die Wertschöpfung für den Hafen ist aber deutlich geringer als beim Warenumschlag. Außerdem ist unklar, was nach der Coronapandemie von den Kreuzfahrtunternehmen übrig ist.
- Die Fahrrinnenanpassung verschafft dem Hafen zwar etwas Luft, die Planungen stammen aber aus dem Jahre 2006 und bezogen sich auf damals übliche Schiffsgrößen.
- Der Klimawandel beschert dem Einzugsbereich der Elbe seit Jahren relativ geringe Niederschläge, was zur Folge hat, dass relativ wenig Oberwasser den Schlick aus dem Hafen in die Nordsee spült. Stattdessen kommt immer mehr Schlick von der Elbmündung. Folge: Es wird gebaggert. Das Baggergut will niemand haben und wird zum Großteil in der Elbe verklappt, von wo es wieder in den Hafen gelangt. Vor kurzem war in den Medien zu lesen, dass zu befürchten ist, dass der Schlick die positiven Effekte der Fahrrinnenanpassung nivellieren könnte.
- Dem Hafen droht landseitig der Verkehrsinfarkt. Mit smarten Lösungen versucht man die Verkehrsströme zu lenken. Zudem stehen mit der neuen Köhlbrandquerung und der Hafenquerspange zwei Infrastrukturprojekte an, die Abhilfe schaffen könnten. Auch spannend: mit Elon Musks Hyperloop könnten Container ins Umland transportiert werden.

An der Weser kenne ich mich nicht so gut aus, aber es scheint, die Häfen haben ähnliche Themen.
- Über die Weservertiefung herrscht weiterhin Unklarheit.
- Der Containerumschlag ist rückläufig und erreichte 2019 mit 4,9 Millionen ungefähr den Stand von 2010. Die Rekordmarke von 6,1 Millionen stammt aus dem Jahr 2012.
- Auch der KFZ-Umschlag ist nach dem Rekordjahr 2017 leicht rückläufig.
- Massengut rangiert seit 1990 bei etwa 10 Millionen Tonnen.
- Allerdings schaffte man bei den Kreuzfahrten beinahe eine vervierfachung der Passagierzahlen in fünf Jahren. Doch auch hier schlägt Corona zu.
- Man setzte in Bremerhaven stark auf die Offshore-Windkraft. Langsam ging die ganze Branche nieder.

Man gewinnt den Eindruck, dass Projekt, die in den letzten zwei Jahrzehnten angeschoben wurden, mit den aktuellen Anforderungen wenig zu tun haben. Dementsprechend ist das Containerterminal Moorburg wieder vom Tisch. Die Westerweiterung des CTH und das Central Terminal Steinwerder lassen weiter auf sich warten. Das Offshore Terminal Bremerhaven scheint nicht benötigt zu werden.
Zuletzt geändert von Hamburch am So 15. Nov 2020, 21:19, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß

Christian

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Hamburch
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Re: Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Hamburch »

Ich würde mich sehr freuen, wenn dies kein Thread mit schlechter Laune würde, weil alles schlecht ist. Statt dessen fände ich es spannend, wenn es gelänge, die Vorteile von Digitalisierung genauso zu würdigen, wie städteplanerische Aspekte a la HafenCity. Ist es denkbar, dass durch beispielsweise 3D-Drucker Produktionen wieder nach Europa zurückverlagert werden? Wäre es sinnvoll, diese in Häfen anzusiedeln? In aller Munde ist zur Zeit die Energiewirtschaft: LNG-Terminals in Brunsbüttel und/oder Stadte (nicht mehr in Wilhelmshaven) und Wasserstoffelektrolyse in Hamburg. Erst gestern gelesen: Ammoniak als Transportmedium für Wasserstoff, der wiederum als Schiffstreibstoff genutzt werden könnte.
Zuletzt geändert von Hamburch am So 15. Nov 2020, 21:13, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß

Christian

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Hamburch
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Re: Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Hamburch »

Googlet man Hafenentwicklung, wird als erstes diese Page des Port of Rotterdam angezeigt. Darauf werden kurz und kanpp die größten Infrastrukturprojekte im Hafen angezeigt. Es fällt auf, dass alleine fünf Hafenareale als in Entwicklung dargestellt werden, also neue Aufgaben und Fähigkeiten bekommen sollen.
Gruß

Christian

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Moritz Konstantin
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Re: Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Moritz Konstantin »

Moin Christian,
genau das ist das Problem, was viele in Hamburg unterschätzt haben. Die Konkurrenz im Ostseeraum. Vorallem Gdansk hat deutlich zugenommen. Nicht umsonst verlädt Hapag jetzt eigene Container auf die Maersk-Schiffe, die direkt nach Gdansk verkehren. Ich denke mal, dass das schon mal ein Weckruf für Hamburg ist. Gleichzeitig bauen die Mittelmeerhäfen ihre Präsenz ebenfalls auf mit gute Hinterlandanbindungen bis nach Südosteuropa.
Und Rotterdam baut die Hinterlandanbindung ebenfalls gut aus.
Meiner Meinung nach, muss der Hamburger Hafen auf neue Technologien setzen, um im anderen Bereich in der Oberliga mitspielen zu können. Ich denke mal, dass der Containerumschlag in ca. 10 Jahren nur noch ein Nebengeschäft sein wird oder muss. Hamburg sollte stattdessen mehr die Industrie fördern oder auch als Energiehafen von Nordeuropa dienen. Wobei auch hier wiederrum Rotterdam ein Schritt weiter ist, in sachen Energiehafen von Nordwesteuropa. Es reicht nicht mehr, die Container zu zählen um zu hoffen das man die 10 Mio Marke knackt. Zumal der Trend zur Produktion beim Kunden wieder zu nimmt.
Bei den Terminals in Hamburg hoffe ich schon, dass eine Reederei als Terminalbetreiber einspringt. Bei CMA bin ich mir grad unsicher, ob es bei denen immer noch Aktuell ist, weil die mit Frankreich ein Abkommen haben, dass die Container für Frankreich, hauptsächlich in französichen Häfen verladen werden sollen und ich denke, dass CMA die Investitionsentscheidungen nochmal überdenken wird. Es bleibt aufjedenfall spannend in Hamburg. ;)

Liebe Grüße Moritz

Tim S.
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Re: Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Tim S. »

Eines der Probleme scheinen einfach die irre langen Genehmigungsverfahren im deutschen Wasserbau zu sein. Während die Holländer eine Maasvlakte nach der anderen bauen, braucht in Deutschland schon der Ersatz eines Dalbens unter Einschaltung aller zuständigen Behörden und Einhaltung von Wasserschutzregularien mitunter Monate.

Hamburch
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Re: Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Hamburch »

Ich erlebe in meinem persönlichen Umfeld in Hamburg immer wieder erstauntes, manchmal sogar ungläubiges Nachfragen, wenn mal wieder jemand mitkriegt, dass ich gerne zum fotographieren in den Hafen gehe. Für viele Hamburger, gerade jüngeren Semesters, scheint der Hafen zwar zur Stadt dazuzugehören, die Verbindung und der Stolz, den ich früher mitbekommen habe, erlebe ich heute nicht mehr. Von Mittvierzigern kriege ich immer noch recht platte Aussagen mit, dass Hamburg ohne den Hafen vor die Hunde ginge. Wirklich begründen können sie das dann meistens auch nicht. Was gut ankommt ist der Ausblick vom Strand in Oevelgönne, der Fischmarkt (wenn er denn stadtfindet) und vielleicht der alte Elbtunnel, wenn man mit dem Rad nach Wilhelmsburg möchte.
Dabei verstehen es Hamburg, Bremerhaven oder Rostock-Warnemünde eigentlich recht gut, touristische Angebote rund um die Häfen zu bewerben und zu entwickeln.
Ich glaube, dass es ein Ziel der Hafenentwicklung sein sollte, die Hamburger wieder mehr für ihren Hafen zu interessieren. In diesem Zuge finde ich tatsächlich das Dockville-Festival und die Konzerte auf dem Blohm+Voss-Gelände zum Beispiel zum Elbjazz interessant. Auch die Projekte HafenCity, Grasbrook und Havenwelten vermitteln positiven Bezug zum Hafen.

In anderen Häfen findet man Infotainment, wie beispielsweise das FutureLand auf der Maasvlakte 2. Ziel ist es, die Menschen in den Hafen zu bringen, um Verstänsnis und Verbindung zu schaffen. Besonders gelungen finde ich dual-use Projekte, bei denen industrieller Nutzen mit Freizeitangeboten kombiniert werden. Als beeindruckendes Beipiel fällt mir das Müllheizkraftwerk Amager in Kopenhagen ein, auf dem eine Skipiste gebaut wurde.

In Deutschland ist vielmehr zu erleben, wie, gefühlt von Tag zu Tag, mehr und höhere Zäune errichtet werden, um Menschen aus dem Hafen fernzuhalten.
Gruß

Christian

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Moritz Konstantin
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Re: Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Moritz Konstantin »

Hamburch hat geschrieben:
Mo 16. Nov 2020, 19:32
Ich erlebe in meinem persönlichen Umfeld in Hamburg immer wieder erstauntes, manchmal sogar ungläubiges Nachfragen, wenn mal wieder jemand mitkriegt, dass ich gerne zum fotographieren in den Hafen gehe. Für viele Hamburger, gerade jüngeren Semesters, scheint der Hafen zwar zur Stadt dazuzugehören, die Verbindung und der Stolz, den ich früher mitbekommen habe, erlebe ich heute nicht mehr. Von Mittvierzigern kriege ich immer noch recht platte Aussagen mit, dass Hamburg ohne den Hafen vor die Hunde ginge. Wirklich begründen können sie das dann meistens auch nicht. Was gut ankommt ist der Ausblick vom Strand in Oevelgönne, der Fischmarkt (wenn er denn stadtfindet) und vielleicht der alte Elbtunnel, wenn man mit dem Rad nach Wilhelmsburg möchte.
Dabei verstehen es Hamburg, Bremerhaven oder Rostock-Warnemünde eigentlich recht gut, touristische Angebote rund um die Häfen zu bewerben und zu entwickeln.
Ich glaube, dass es ein Ziel der Hafenentwicklung sein sollte, die Hamburger wieder mehr für ihren Hafen zu interessieren. In diesem Zuge finde ich tatsächlich das Dockville-Festival und die Konzerte auf dem Blohm+Voss-Gelände zum Beispiel zum Elbjazz interessant. Auch die Projekte HafenCity, Grasbrook und Havenwelten vermitteln positiven Bezug zum Hafen.

In anderen Häfen findet man Infotainment, wie beispielsweise das FutureLand auf der Maasvlakte 2. Ziel ist es, die Menschen in den Hafen zu bringen, um Verstänsnis und Verbindung zu schaffen. Besonders gelungen finde ich dual-use Projekte, bei denen industrieller Nutzen mit Freizeitangeboten kombiniert werden. Als beeindruckendes Beipiel fällt mir das Müllheizkraftwerk Amager in Kopenhagen ein, auf dem eine Skipiste gebaut wurde.

In Deutschland ist vielmehr zu erleben, wie, gefühlt von Tag zu Tag, mehr und höhere Zäune errichtet werden, um Menschen aus dem Hafen fernzuhalten.
In vielen Punkten gebe ich dir recht, dass der Hamburger Hafen für Menschen nur der Fischmark, Landungsbrücken und Övelgönne ist. Meiner Meinung nach, darf aber der Hafen nicht zum Vergnügungspark werden. Denn der Hafen ist ein Industriegebiet und sollte es auch so bleiben. Dazu gehören auch keine Wohnungen auf dem kleinen Grasbrook finde ich, denn man könnte diese Gebiete als Gewerbefläche vermarkten, um den Betrieben mehr Raum und Planungssicherheit bringen zu können. Denn der Hamburger Hafen ist schon viel zu teuer für manche Betriebe.

LG Moritz

Hamburch
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Re: Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Hamburch »

Moin Moritz,

nach meinem Kenntnisstand ist auf dem Grasbrook geplant, rund um den Moldauhafen, der aus historische Gründen noch für ein paar Jahre Tschechien gehört, Wohnungen und Gewerbe anzusiedeln. Tschechien bekommt im Tausch eine Brachfläche auf Steinwerder, dass sie durch Investitionen entwickeln werden. Unikai bekommt, wie ich das verstanden habe, eine Bestandsgarantie.

Alles in allem ist damit doch mehr entwickelte Gewerbefläche und weniger Industriebrache vorhanden.
Gruß

Christian

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Hamburch
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Re: Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Hamburch »

Es scheint, dass im Umschlag alleine für die Häfen wenig Möglichkeiten stecken, die Wertschöpfung weiterzuentwickeln. Daher stellt sich die Frage, ob die Häfen von Morgen noch stärker als aktuell auf die verarbeitende Industrie setzen sollte?

Die Industrie in Deutschland ist besonders in den Bereichen Automobil, Chemie und Rohstoffverarbeitung, Maschinenbau stark.

Die Automobilkonzerne haben im Moment eher die Tendenz, Werke in Deutschland und Europa zu schließen, als neue aufzubauen (Ausnahme: Tesla). Vielen mittelständischen  Zulieferern steht mit der Elektromobilität eine eher düstere Zukunft bevor, weil deutlich weniger Einzelteile entwickelt und produziert werden müssen. Also ist auch da eher wenig Potential.

Die Chemie ist traditionell gerne in Häfen oder in Hafennähe angesiedelt (BASF in Ludwigshafen, Bayer in Leverkusen, Henkel in Düsseldorf, Böhringer in Ingelheim, Shell und Sasol in Hamburg, Dow Chemicals in Stade etc.). Rohstoffverarbeiter ebenso (Aurubis und AMD in Hamburg). In beiden Fällen sind die Produktionsanlagen wichtiger Bestandteil des Kapitals der Firmen. Also ist auch in diesem Bereich nicht mit kurzfristigen Ansiedlungen zu rechnen.

Anders sieht es bei den mittelständischen Maschinenbauern aus. Unter Umständen ergibt die Lage im Hafen durchaus Sinn (Liebherr in Rostock und Hamburg, Enercon in Emden, Siemens Gamesa in Cuxhaven (nicht unbedingt Mittelstand) und bis vor ein paar Jahren WeserWind, Areva, Adwen und Senvion in Bremerhaven(der Niedergang der Offshore Industrie in Bremerhaven war für mich die Folge politischer Kurzsichtigkeit und damit verbundenen Standortnachteilen gegenüber Esbjerg, Eemshaven und inzwischen auch Rotterdam)).

Ich habe den Eindruck, dass es sich für die Häfen lohnen würde, vor allem im Bereich Maschinenbau verstärkt nach Betrieben zu suchen, die sich am Wasser ansiedeln möchten.
Gruß

Christian

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Andreas_Elmshorn
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Re: Die Häfen von Morgen - Ideen für die Entwicklung der deutschen Häfen

Beitrag von Andreas_Elmshorn »

Hamburch hat geschrieben:
Mi 18. Nov 2020, 15:20
Anders sieht es bei den mittelständischen Maschinenbauern aus. Unter Umständen ergibt die Lage im Hafen durchaus Sinn (Liebherr in Rostock und Hamburg, Enercon in Emden, Siemens Gamesa in Cuxhaven (nicht unbedingt Mittelstand) und bis vor ein paar Jahren WeserWind, Areva, Adwen und Senvion in Bremerhaven(der Niedergang der Offshore Industrie in Bremerhaven war für mich die Folge politischer Kurzsichtigkeit und damit verbundenen Standortnachteilen gegenüber Esbjerg, Eemshaven und inzwischen auch Rotterdam)).

Ich habe den Eindruck, dass es sich für die Häfen lohnen würde, vor allem im Bereich Maschinenbau verstärkt nach Betrieben zu suchen, die sich am Wasser ansiedeln möchten.
Moin!
Das sehe ich als Maschinenbauer etwas anders! Du schreibst es ja selber: der Offshore- Markt ist nun aufgeteilt und bereinigt. Ich denke nicht, daß sich noch nennenswerte- und vor allem mittelständische- Betriebe in Wassernähe ansiedeln werden. In Hamburg schon einmal gar nicht, wegen der acht Stunden bis zur Nordsee. Siehe Rendsburg: Rendsburg hat zusammen mit Umland- Gemeinden Geld in die Hand genommen um Offshore- Betriebe zu locken und/oder zu halten und nun dümpelt der "Rendsburg- Port" in Osterrönfeld vor sich hin.
Für Norddeutschland wäre die Wasserstoffproduktion eine tolle Sache. Wäre schön, wenn das tatsächlich in Brunsbüttel passieren würde!
Grüße, Andreas
Geduld zu haben bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen!

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