Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

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Rostocker7
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Rostocker7 »

Moin,

die CHIMERA (MMSI: 219000752)) im Herbst 2025 in Hvide Sande / Dänemark:

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Sir G. L. Crichton gab bei J. & G. Forbes Ltd. die Yacht CHIMAERA in Auftrag. 1912 erfolgte die Auslieferung. Der Rumpf besteht aus Eiche und Schwarzkiefer. Ursprünglich war eine Verbunddampfmaschine von McKie & Baxter Ltd. aus Glasgow verbaut. Zusätzlich gab es eine Schonertakelung mit 55 qm Segelfläche. 1917 wurde die Yacht nach dem Tod des Eigners an einem Lotsbetrieb in Cardiff verkauft. Ab 1939 fanden auf dem Schiff Kadettenausbildungen statt. Nach dem 2. WK wurde es aufgelegt.

1947 wurde das Schiff nach Dänemark verkauft. Das Schiff wurde in CHIMERA umbenannt und es erfolgte ein Umbau in eine motorisierten Galeere. Ab 1955 wurde das Schiff zwischen Gudhjem (Bornholm) und Christiansø (Erbseninseln) als Passagierschiff eingesetzt. 2006 endete der Einsatz zwischen den beiden Inseln. Nach mehrere Wechsel der Eigner wird das Schiff seit 2023 für Angel- und Ausflugsfahrten ab Hvide Sande genutzt.

Gruß

Stefan
Jens.G
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Jens.G »

Johannes7 hat geschrieben: Sa 20. Dez 2025, 23:00 Grüße Euch,

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Oktober 2025
… und die HABICHT, die alle drei zum Verkauf stehen. Der alte Ostbestand schwindet :(.


Gute Nacht,
Forum ...
Die "Habicht" war im Sommer für ein par Wochen vom Liegeplatz weg. Ich hatte ja schon die Hoffnung sie sei verkauft, zumal ich um diese Zeit herum bei den BiFa's ein paar Leute mit T-Shirts der Reederei Böttcher gesehen hatte. Seit Ende September liegt sie leider wieder da. So richtig gut sehen momentan alle fünf Verkaufskandidaten nicht aus.

Gruß Jens
Gruß Jens
Johannes7
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Johannes7 »

Aloha,
Johannes7 hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 15:58 [...]
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August 2025
Eine alte Bekannte der Westberliner war die TEMPELHOF, die hier im Hafen von Wannsee liegt.
Zuletzt war ich mit ihr im Januar 2021 unterwegs [https://forum-schiff.de/phpBB3/viewtopi ... =14&t=8987].
[...]
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Dezember 2025
Vor einpaar Monaten lag die TEMPELHOF [https://berliner-dampfer.de/?page_id=11787] noch in Wannsee, nun wurde sie nach Treptow verlegt.
Sie stand zum Verkauf und es soll sich wohl ein Käufer gefunden haben. Irgendwo sehr weit elbaufwärts, hörte ich ...

Tschüss, bis dahin ...
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Tim S.
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Tim S. »

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Die einstige SFK- Fähre Schilksee in der Kieler Hörn. Sie geht ab 2026 als Förde Adler auf Hafenrundfahrt in Kiel.
Rostocker7
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Rostocker7 »

Moin,

heute mal eine kleine Eisenbahnfähre.

Von 1934 bis 1993 verkehrte dieses kleine Eisenbahnfährschiff auf der Havel in Fürstenberg. Gebaut wurde die Fähre auf der Schichau-Werft in Elbing. Offiziell wurde sie im Auftrag der Deutschen Faserstoff AG gebaut. Das war eine Scheinfirma, denn statt Faserstoffe stellte man Geschosshülsen her. Für den Transport wurde die Fabrik an die Bahnlinie Fürstenberg - Britz angeschlossen. Da ein Bau einer Brücke abgelehnt wurde, entschied man sich für den Bau eine Fährlinie.

Nach Ende des 2. WK nutzte die Rote Armee das Gelände als Panzer- und LKW-Werkstatt. Für die Rote Armee transportierte die Anschlussbahn/Fähre hauptsächlich Brennstoffe. Unterstanden hat die Anschlussbahn/Fähre der Vereinigeten Holzindustrie aus Neuruppin, die dort auch ein Sägewerk betrieben.

Nach der Wende und dem Abzug der Roten Armee kam das Ende. Fähre und Anleger wurden unter Denkmalschutz gestellt. Die Fähre wurde 2013 an Land gesetzt. Ursprünglich konnte sie 170t befördern. Irgendwann zu DDR-Zeiten wurde ein Motor eines RS14/30 Famulus-Treckers verbaut und das Gewicht auf 105t begrenzt.

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Der südliche Anleger, wo sich auch noch ein Lokschuppen samt einer LKM-Diesellok befindet Die Gleisanlagen sind aber nicht mehr vollständig.

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Blick auf den nördlichen Anleger, der landseitig nur schwer erreichbar ist.

Gruß

Stefan
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Himbeere
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Himbeere »

Diese Fähre finde ich ja sehr interessant.

Bis 2013 lag die Fähre im Wasser.
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hier ein Bild vom 4.4.2009
Clemensfranz
https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... e_Sued.jpg
Infos zu meinem Schiff
SAS 133 / WOG 90 / KAR 31 / STORKOW
fischkutterstorkow.de
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ferriesworldwide
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3 Generationen von Personenfähren auf der IJssel bei Deventer

Beitrag von ferriesworldwide »

Deventer gilt als eine der ältesten Städte der Niederlande. Die Stadt liegt am Fluss IJssel und war Mitglied des deutschen Städtebundes Hanse. Vor allem der Handel mit Stockfisch aus Skandinavien war bedeutend. Die Reederei Thuishaven betreibt einen Fährdienst, der de Worp auf dem linken IJssel-Ufer mit der Innenstadt von Deventer verbindet. Interessant ist die kleine, aus drei Fährbooten bestehende Flotte der Reederei. Das modernste Schiff ist die 2021 gebaute Elektrofähre "Stad Deventer e". Außerdem gehört die 1998 gebautem, dieselbetriebene "Stokvis" und der 1926 gebaute Oldtimer "IJssel" zur Flotte.


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Das elektrisch betriebene Fährboot "Stad Deventer e"  (ENI 03802357, MMSI 244498779, Rufzeichen PH9819) wurde  2021 unter der Baunummer 222 auf der Lux-Werft in Mondorf gebaut und am 5. März 2021 in Dienst gestellt. Es ist 16,0 Meter lang, 5,20 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,1 Meter. Das Boot für 100 Fahrgäste zugelassen. Der Elektromotor leistet 55 kW (ca. 75 PS). Da für die kurze Überfahrt über die IJssel Geschwindigkeit nicht relevant ist, wurde die Motorleistung im Normalbetrieb auf 35 kW (ca. 48 PS) reduziert und kann über den Bordcomputer angepaßt werden.Die Batteriekapazität von 345 kWh reicht für eine reine Fahrtzeit von rund 10 Stunden. In der Praxis ermöglichen diese Batteriekapazität einen zweitägigen Fährbetrieb ohne Ladevorgang. Am Dach der "Stad Deventer e" befinden sich 14 Sonnenkollektoren, die im Sommer rund 15% des täglichen Stromverbrauchs produzieren.



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Die Fähre "Stokvis" (ENI 02323798, MMSI 244770017, Rufzeichen PD3203) wurde 1998 unter der Baunummer 14708 auf der Scheepswerf Tukker BV in Gorinchem gebaut. Sie ist 14,84 Meter lang, 4,61 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 1,30 Meter. Das Fährboot ist für 70 Fahrgäste zugelassen und mit einem 90 PS John Deere Dieselmotor ausgestattet. Seit Indienststellung der "Stad Deventer e" dient die "Stokvis" als Reservefähre.



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Die Personenfähre "IJssel"  (ENI 03800341, MMSI 244050450, Rufzeichen PG8652) wurde 1926 bei der Werft H. de Haas in Maassluis, Niederlande als Schlepper "IJssel" gebaut und von der N.V. Nederlandsche Stoomsleepdienst v/h van P. Smit Jr. in Rotterdam in Dienst gestellt. Später diente sie als Schlepper in Arnhem. 1962 rettete Geert Scherrs das Schiff vor der Verschrottung, baute es zur Personenfähre um und legte den Grundstein für das heutige Unternehmen Thuishaven Veerdiensten. Für den Fährbetrieb wurde die "IJssel" mit einem luftgekühlten Dreizylinder-Lister-Motor (Typ HR3) mit 45 PS Leistung ausgestattet, der auch heute noch seinen Dienst verrichtet. Die "IJssel" ist 13 Meter lang, 6,0 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,05 Meter. Die Fähre ist für 45 Passagiere (nach anderen Quellen für 80 Fahrgäste) zugelassen.


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Blick vom Anleger de Worp auf die Innenstadt von Deventer


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DIe "IJssel" und die "Stokvis" am Anleger in de Worp - alle Fotos: ferriesworldwide.de
Johannes7
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Johannes7 »

Frohes Neues!

Zwischen den Feiertagen und dem Jahreswechsel zog es Marcus-S und mich nach Stralsund.

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Dezember 2025
Da lag z.B. die Autofähre WITTOW, von, der Name sagt es, der Wittower Fähre. Man kann sie aber auch in Warnemünde antreffen.

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Dezember 2025
Von Stahlbrode kam die GLEWITZ und lag hier auch auf. Im Hintergrund könnt Ihr die WAPPEN VON BREEGE und den Flusskreuzer JUNKER JÖRG sehen.

Weiteres folgt in den nächsten Tagen. Das Jahr ist ja noch jung.

Grüße.
Johannes
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Rheinfähre "Helene" - eine Fähre mit individuellem Design

Beitrag von ferriesworldwide »

Die Doppelendfähre "Helene" gehört neben den "Landskrone" in Nierstein und der "Loreley VI" zu den größten Fähren auf dem Rhein. Das Schiff fällt durch seine sehr individuell designte Überdachung dses Autodecks auf.


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Die Fähre “Helene” (ENI 04811780, MMSI 211706070, Rufzeichen DK2732) wurde 2015 unter der Baunummer 9 von der Firma Stahlbau Müller in Spessart auf der Schiffswerft Remagen-Winter gebaut und am 21. Dezember 2015 auf der Verbindung zwischen Gernheim und Eich in Dienst gestellt. Die Länge über Klappen beträgt 62,8 Meter, die Rumpflänge ca. 40 Meter und die Breite 14,30 Meter. Mit ihrer Länge von fast 63 Metern gilt die “Helene” als längste Fähre auf dem Rhein. Der maximale Tiefgang ist mit 1,05 Meter angegeben. Sie kann auf 3 Fahrspuren 28 PKW befördern, die maximale Zuladung beträgt 100 Tonnen. Sie ist mit 4 MAN-Dieselmotoren mit jeweils 184 kW (Gesamtleistung 1.000 PS) ausgestattet, die auf 4 Schottel Ruderpropeller Typ SRP 320 wirken.


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Nordlicht
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Nordlicht »

M/F Marstal auf ihrem Weg von Svendborg nach Ærøskøbing, 28.12.2025

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