Moinsen in die Runde,
vielen Dank für die bislang erstellten aufschlussreichen Beiträge zur aktuellen Werftliegezeit der Cap San Diego. Ich möchte 'mal ein Thema in Sachen authentische Farbgebung bei Museumsschiffen ansprechen und dazu folgendes anmerken:
Das Rot vom Wasserpass und der "Kappe" auf dem dem Aufbau wurde über Jahre tendenziell vermutlich nach den zuletzt angewandten Farben der Hamburg-Süd umgesetzt. Sagen wir 'mal in Richtung Verkehrs- oder Sparkassenrot, RAL 3020. Das entspricht aber nicht dem Originalfarbton, der noch Anfang der 60er-Jahre beim Bau des Schiffes diesbezüglich aufgetragen worden war und auch noch dem aus der Epoche der Vorkriegszeit, z. B. bei der Cap Arkona, entsprach. Das Rot in RAL 3020 ist jedenfalls viel zu hell. Ich konnte die Cap San Diego ca. 1988 kurz nach dem Übernahme durch die Stadt Hamburg und einer ersten Werftzeit in Hamburg erleben, und da hatte sie auch noch das passende dunklere Rot, dass in Richtung RAL 3002 Karminrot, eventuell auch RAL 3003, Rubinrot, tendierte, hier ein Link dazu:
https://www.schiffbilder.de/bild/seehae ... amals.html
Man findet den Unterschied auch noch in den Hamburg-Süd-Logos auf den Containern: Im Reedereiwappen das Rot ist wesentlich dunkler, als das der Container. Vielleicht kennt sich ja jemand damit etwas genauer aus und hätte passende Hinweise. Ich finde jedenfalls, dass man sich bei einem Museumsschiff an dem Originalerscheinungsbild orientieren sollte. Bestes Beispiel, wie es nicht sein sollte, ist die dort zuletzt zu sehende zu dunkle Schornsteinfarbe der Queen Mary in Long Beach. Das Cunard-Rot war eher Orange. Das wurde inzwischen von manchen Experten auch schon wiederholt kritisiert. In Bremerhaven hätte man nun zumindest eine gute Gelegenheit, das bei der Cap San Diego korrekt vorzunehmen.
Ich will hiermit aber keine Geschmacksdiskussion auslösen, sondern bin gespannt auf die Expertenmeinungen.
Danke.
Beste Grüße
Stowaway1