Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Antworten
Sledge Hammer
Mitglied
Beiträge: 58
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:56

Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von Sledge Hammer » So 17. Mär 2019, 18:50

Moin an Euch alle,

ich habe mir gedacht, den Unglücks-Thread ab der Seite 721 mal etwas zu entlasten.
https://forum-schiff.de/phpBB3/viewtopi ... start=7200

Das Thema ist brisant & interessant!

Wo geht kritische Ladung hin? Warum? Was wird damit passieren?

Grüße

Markus

Benutzeravatar
MPG
Mitglied
Beiträge: 1887
Registriert: Mi 23. Feb 2011, 19:00
Wohnort: Jork

Re: Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von MPG » So 17. Mär 2019, 21:12

Definiere kritische Ladung.

Was ist kritisch für wen oder was?
Viele Grüße
Michael

Garsvik
Mitglied
Beiträge: 701
Registriert: Fr 19. Nov 2010, 14:00

Re: Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von Garsvik » So 17. Mär 2019, 23:07

Mit Mikrowellen kann man menschliches Gewebe schädigen. In den USA ist der zulässige Grenzwert ca 10x höher als in D und in der Schweiz geringer als in D. Gemeint ist Wlan.

Wie man daran sieht, gibt es keine Grenzwerte, die nicht politisch festgelegt sind. Der gleiche Wlan Router wird in den USA mit entsprechend höherer Leistung ausgeliefert und wäre in D illegal.

Ein Auto ohne Abgasbehandlung und Sicherheitsgurte und Kindersitz war in meiner Jugend eine erstrebenswerte Sache und ist aktuell in anderen Teilen der Welt genau so erstrebenswert. In D ist das jetzt eine Dreckschleuder oder ein Oldtimer, je nach Sichtweise. Dreckschleudern werden in andere Länder exportiert. Dort sind das erstrebenswerte Gebrauchtwagen. Daher ist ein solcher Transport sinnvoll.

Garavik

StephanG2312
Mitglied
Beiträge: 361
Registriert: So 11. Sep 2016, 00:16
Wohnort: Butjadingen

Re: Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von StephanG2312 » So 17. Mär 2019, 23:57

Garsvik hat geschrieben:
So 17. Mär 2019, 23:07
Ein Auto ohne Abgasbehandlung und Sicherheitsgurte und Kindersitz war in meiner Jugend eine erstrebenswerte Sache und ist aktuell in anderen Teilen der Welt genau so erstrebenswert. In D ist das jetzt eine Dreckschleuder oder ein Oldtimer, je nach Sichtweise. Dreckschleudern werden in andere Länder exportiert. Dort sind das erstrebenswerte Gebrauchtwagen. Daher ist ein solcher Transport sinnvoll.

Garavik
Was für eine krude Sichtweise! :cry:
Mit maritimen Gruß

Stephan

StephanG2312
Mitglied
Beiträge: 361
Registriert: So 11. Sep 2016, 00:16
Wohnort: Butjadingen

Re: Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von StephanG2312 » Mo 18. Mär 2019, 00:11

Sledge Hammer hat geschrieben:
So 17. Mär 2019, 18:50
Moin an Euch alle,

ich habe mir gedacht, den Unglücks-Thread ab der Seite 721 mal etwas zu entlasten.
https://forum-schiff.de/phpBB3/viewtopi ... start=7200

Das Thema ist brisant & interessant!

Wo geht kritische Ladung hin? Warum? Was wird damit passieren?

Grüße

Markus
Unabhängig davon, dass ich jeden Thread, der sich kritisch mit den Umweltaspekten des Basisthemas diese Forums auseinandersetzt, nur begrüßen kann, frage ich mich, was das mit der Causa "Grande America" zu tun hat. Das gleiche hätte auch mit MSC Zoe & Co. passieren können, die unsere Konsumgüter von Asien nach Europa transportieren.

Die große Frage hierbei ist doch: Was wäre zu verhindern gewesen und was nicht? Welche Rolle spielt dabei die Ladung an sich?

Würde es keine "Schrotttransporte" in die dritte Welt geben, wäre eine Grande America nicht in Brand geraten, dafür aber vielleicht aber eine MSC Zoe, bevor sie ihre Ladung verloren hat (rein hypothetisch natürlich). Wie würde man den Fall dann betrachten?
Mit maritimen Gruß

Stephan

Michel T.
Mitglied
Beiträge: 548
Registriert: Mo 20. Jul 2009, 17:10

Re: Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von Michel T. » Mo 18. Mär 2019, 08:44

StephanG2312 hat geschrieben:
Mo 18. Mär 2019, 00:11
Würde es keine "Schrotttransporte" in die dritte Welt geben, wäre eine Grande America nicht in Brand geraten
Also ist dir die genaue Ursache des Brandes bekannt? Dann lass uns doch bitte an deinem, durch Fakten begründeten, Wissen teilhaben. Danke!

StephanG2312
Mitglied
Beiträge: 361
Registriert: So 11. Sep 2016, 00:16
Wohnort: Butjadingen

Re: Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von StephanG2312 » Mo 18. Mär 2019, 08:52

Michel T. hat geschrieben:
Mo 18. Mär 2019, 08:44
StephanG2312 hat geschrieben:
Mo 18. Mär 2019, 00:11
Würde es keine "Schrotttransporte" in die dritte Welt geben, wäre eine Grande America nicht in Brand geraten
Also ist dir die genaue Ursache des Brandes bekannt? Dann lass uns doch bitte an deinem, durch Fakten begründeten, Wissen teilhaben. Danke!
Mal nicht so zynisch, Kollege. Scheinbar kannst Du mit dem Begriff "hypothetisch" nichts anfangen.
Ich wollte damit sagen, dass das Schiff dann vermutlich ganz woanders rumgefahren wäre und somit nicht zu diesem Zeitpunkt an dieser Stelle in Brand geraten wäre...
Mit maritimen Gruß

Stephan

Volker Landwehr
Mitglied
Beiträge: 148
Registriert: So 3. Aug 2008, 18:19

Re: Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von Volker Landwehr » Mo 18. Mär 2019, 11:16

Garsvik hat geschrieben:
So 17. Mär 2019, 23:07
Mit Mikrowellen kann man menschliches Gewebe schädigen. In den USA ist der zulässige Grenzwert ca 10x höher als in D und in der Schweiz geringer als in D. Gemeint ist Wlan.

Wie man daran sieht, gibt es keine Grenzwerte, die nicht politisch festgelegt sind. Der gleiche Wlan Router wird in den USA mit entsprechend höherer Leistung ausgeliefert und wäre in D illegal.

Garavik
Das hat nur nicht Gesundheitsschutz zu tun, sondern mit Reichweitenbegrenzung. Im 5 GHz WLan gibt es auch in Europa Kanäle, für die 1 W wie in den USA auch für das 2,5 GHz Band zugelassen sind. Das sieht mir eher nach einer technischen als einer politischen Festlegung aus.

Garsvik: Dreckschleudern werden in andere Länder exportiert. Dort sind das erstrebenswerte Gebrauchtwagen. Daher ist ein solcher Transport sinnvoll.

Das ist aus meiner Sicht nur zynisch. Für uns sind sie zu dreckig, aber anderswo können sie ja ruhig die Luft verdrecken. Solange wir sie nicht einatmen müssen. Das Dumme ist nur, dass es dem Klima ziemlich egal ist, wo die Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen, es trifft uns trotzdem.
Gruß, Volker

Benutzeravatar
MPG
Mitglied
Beiträge: 1887
Registriert: Mi 23. Feb 2011, 19:00
Wohnort: Jork

Re: Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von MPG » Mo 18. Mär 2019, 11:53

Erstmal: transportiert wird, was für den Empfänger einen Wert hat. Hier unter anderem Autos, die wir hier in (West)Europa für schrottreif halten.

Ich bin da zwiegespalten, denn ich denke, dass die dort oft noch jahrelang Nutzen stiften können bei und für Menschen, die sich ein Auto unseres Standards nicht leisten könnten. Dass die tatasächliche Endverschrottung dann vermutlich nicht unseren Öko- und Recycling-Standards entspricht, ist dann die Kehrseite der Medaille.

Zynisch finde ich das nun nicht. Dann müsstest Du bspw. die Abgabe von Reis/Hirse in Armutsgebieten auch verbieten, weil das nicht unserem Ernährungsstandard entspricht. Dort werden damit aber Leben gerettet.
Viele Grüße
Michael

Garsvik
Mitglied
Beiträge: 701
Registriert: Fr 19. Nov 2010, 14:00

Re: Ladung: Sinn, Unsinn, gefährlich! Deklaration, Umweltauswirkungen

Beitrag von Garsvik » Mo 18. Mär 2019, 15:12

Man sollte unsere aktuellen Vorstellungen von richtig und falsch nicht auf andere Länder übertragen.

- Die Schweizer nörgeln nicht an D rum, weil die Bürgerbeteiligung in der Politik in D kaum existiert.
- Die Norditaliener schauen nicht auf die armen Bürger in D herab, weil hier in D vergleichsweise wenige Menschen in eigenen Häusern wohnen und insgesamt der Deutsche weniger Besitz hat. Die schicken auch keine Carepakete.
- Die Kalifornier bemängeln auch nicht die miesen Umweltstandards in D.

Wenn die Japaner Autos für Japan in GB fertigen lassen, dann liegt das an den niedrigeren Löhnen in GB.

Röhrenfernseher im intakten Zustand (Elektroschrott?) wurden massenweise gen Osteuropa exportiert. Inzwischen nach Afrika.

Andere Länder, andere Umweltstandards. Alles! ein Frage der politischen Vorgaben in dem jeweiligen Land.

Anbei: Wenn im 2.WK tausende vollbeladene Schiffe und unendlich viel Munition im Atlantik versenkt wurden, da wurde nix davon wieder rausgeholt. Da kommts auf ein abgebranntes Schiff auch nicht mehr an. Zumindest ist das kein Aufreger, Ein Aufreger wird's, wenn Ölklumpen am weißen Sandstrand die Touristen vergraulen.

Garsvik

Antworten