August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

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shipfriend
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August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von shipfriend »

Hallo zusammen,

im Folgenden kommt ein Bericht zu einer Reise, die ihresgleichen sucht, für mich jedenfalls.

Aufgrund der schieren Menge stelle ich ihn in ZWEI TEILEN hoch. Der Bericht mit einmal hätte zu viele Zeichen, sodass ich ihn in einem Beitrag nicht veröffentlichen kann - deswegen hab ich zwei Beiträge für den Bericht veranschlagt.

TEIL 1: Vorgeplänkel und die erste Woche in Malmö

Dieses Jahr sollte einem das Reisen nicht gerade einfacher gemacht werden, dennoch bestand mein Wunsch, auch 2020 wieder intensiv Skandinavien zu bereisen fort, nachdem ich 2019 mit tollen Fährfahrten dort so eine wunderbare Zeit hatte.
Da ich auch immer mehr mit der Idee liebäugle, später mal in Schweden zu leben, gab mir mein Vater den Tipp, eine Sprachreise nach Schweden zu machen, da ich diese Sprache seit Mai 2020 schon lerne.
Dieser Vorschlag wurde mit Freude angenommen, bei „OBS Online“, einer Vermittlung für Sprachreisen nach Schweden, buchte ich mir eine Arbeitswoche Sprachkurs in Malmö, und zwar vom 03.-07.08.2020.
Eine Zeit lang war das Reisen nach Skandinavien dieses Jahr alles andere als einfach:
Ursprünglich hatte ich mit einem Freund eine Woche Kreuzfahrt nach Norwegen mit der „Nieuw Statendam“ von Holland America gebucht, die am 23.08.2020 hätte starten sollen – diese wurde abgesagt.
Schweden ließ als eines der wenigen EU-Länder seine Grenzen offen, weswegen ich im Mai 2020 kurz dort war.
Leider mussten aufgrund zu hoher dortiger Neuinfektionen im Juni Rückkehrer aus Schweden hierzulande in Quarantäne, 5 Wochen galt diese Regel. Dänemark schloss bis Mitte Juni die Grenzen, und ließ nach der Grenzöffnung Mitte Juni nur Leute ins Land, die 6 Nächte Übernachtung vorweisen konnten. Finnland ließ bis Mitte Juli keine Einreisenden aus u. A. Deutschland ins Land – ergo: Nichts sollte dem leidenschaftlichen Skandinavien-Urlauber erspart bleiben. Geduld haben war wohl oder übel angesagt.
Aber ich wäre nicht ich selbst, wenn mir trotz der Situation nicht doch eine Lösung einfiele…
Trotz Reisewarnung im Juni für Schweden blieb ich optimistisch, dass sich die Lage bis dahin wieder entspannt, und die Reisewarnung und Quarantänepflicht in Deutschland für Rückkehrer aus Schweden bis dahin beendet sein werden. Genau so kam es Mitte Juli auch!
Vor der großen Schweden-Reise im August fuhr ich demzufolge Mitte Juli nochmal ein Wochenende nach Malmö – dazu kann ich bei Bedarf gern noch einen Bericht schreiben.

Der Vorfreude stand nichts mehr im Wege, somit entstand zu guter Letzt folgender Plan: eine Mischung aus Sprachkurs in Schweden, und einem anschließendem Individualprogramm:

-01.08.20: Fernbus bis Rostock, Anreise 15:15 – 21:00 Rostock-Trelleborg (Tom Sawyer, TT-Line)
-01.-08.08.20: Aufenthalt in Malmö (STF City Hostel)
-03.-07.08.20: Eine Woche Privatunterricht Schwedisch bei Anna in Malmö
-08.08.20: Zugfahrt Malmö-Kalmar, eine Nacht in Kalmar (Sjömanshem)
-09.08.20: Bus Kalmar-Oskarshamn; 10:05 – 13:00 Oskarshamn-Visby (Gotland, Destination Gotland)
-09.-12.08.20: Aufenthalt in Visby (Visby Fängelse) mit Erkundungsprogramm der Insel Gotland
-12.08.20: 07:15 – 10:30 Visby-Nynäshamn (Drotten, Destination Gotland, ursprünglich war die Visborg geplant) sowie Zug-, Bus- und Fährfahrt bis Stockholm und Norra Tynningö über Vaxholm
-12.-14.08.20: Ferienhaus-Aufenthalt bei Paula und Michael sowie dazugehörigem Familien- und Bekanntenkreis auf der Schäreninsel „Norra Tynningö“ (Schärengarten von Stockholm)
-14.08.20: Rückreise Norra Tynningö-Vaxholm-Stockholm-Södertälje-Malmö mit Fähre, Bus und Zug sowie eine Zwischenübernachtung in Malmö (STF City Hostel)
-15.08.20: Zug Malmö-Trelleborg, Rückreise 09:30 – 16:30 Trelleborg-Swinemünde (Nils Dacke, TT-Line, ursprünglich geplant: 11:45-17:45 Tom Sawyer, wurde von TT-Line geändert) 21:17 Zug Swinemünde-Züssow-Greifswald

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01.08. – endlich geht’s los!

Nachdem vor allem die letzte Woche vor der Abreise am Samstag, den 01.08., gefühlt ewig nicht vorbei ging, war es nun endlich soweit: 08:25 startete der FlixBus von Greifswald nach Rostock, wo ich mit Verspätung gegen 10:00 ankam.
Dort empfingen mich Forum-Schiff-Mitglied „hareid“ (Amir) und Felix (ebenso ein schiffsinteressierter junger Mann, wir kennen uns mit hareid zusammen aus einer Whatsapp-Gruppe zum Thema Schiffe), zusammen wurden natürlich entsprechende Fachgespräche über Kreuzfahrtschiffe und Fähren geführt!
Wir verbrachten drei sehr angenehme Stunden am Seekanal Rostock. Grüße gehen raus an die beiden, ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!
Die Berlin von Scnadlines, sowie ein paar Fahrgastschiffe wurden fotografiert.

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Gegen 13:00 starteten mein Zug und Bus bis zum Seehafen Rostock, wo 15:15 die Tom Sawyer auf mich wartete. Check-In wurde schnell erledigt, im Hafenbistro gab’s noch einen Mittagssnack, 14:30 brachte mich der Hafenbus überpünktlich zur Tom Sawyer. Dieses Schiff kannte ich bis dato noch nicht, war aber bereits 3x mit der Schwester Huckleberry Finn unterwegs.

Pünktlich um 15:15 legte das recht reichhaltig gebuchte Schiff nach Trelleborg ab, an Bord fanden sich viele Familien und einige Camper, die ihren Urlaub in Schweden antraten, wie ich’s erwartet hatte. Ein paar LKW’s hatten wir auch an Bord.
Die Ausfahrt aus Rostock und Warnemünde ist immer wieder sehr schön. Vorbei kamen wir an der aufliegenden Bremen, zwei im Bau befindlichen Flusskreuzfahrtschiffen, den momentan ungenutzten Kreuzfahrt-Terminals, sowie dem sehr gut besuchten Warnemünder Strand. Offenbar gibt’s jetzt Speedboat-Fahrten durch das Schraubenwasser großer Schiffe…
Hareid und Felix fotografierten mich während der Ausfahrt aus Rostock.

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Auf der äußerst angenehmen Überfahrt mit wunderbarem Wetter, einer angenehmen Brise und später leicht bewegter See begegneten uns einige Schiffe – unter anderem die Finnstar.
Die Skåne von Stena Line verfolgte uns stets, später passierte uns noch die Hammershus auf dem Weg von Rønne (Bornholm) nach Køge auf dem dänischen Festland.

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Da die Cafeteria abends sehr stark besucht war, holte ich mir im Bistro auf Deck 6 eine Pizzaschnitte, die ich an Deck zu Abend aß. Während der Wartezeit, als das Essen zubereitet wurde, fotografierte ich das Schiff von innen.

Bei der tollen Sicht heute waren schon früh die Landmassen von Schweden zu sehen, so auch die Masten der Öresundbrücke, mir wurde klar: Ich bin bald wieder da!

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Trelleborg empfing uns in tollem Abendlicht, als wir pünktlich 21:00 anlegten, die Einreise nach Schweden war mehr als unkompliziert.
Die Nils Holgersson lag bereits im Hafen.

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21:35 nahm ich den Zug von Trelleborg nach Malmö Triangeln, in der Nähe lag mein Hostel. Geplante Ankunft etwa 22:05 – denkste!
In Malmö Hyllie, eine Station vor Triangeln, befanden sich Personen auf dem Gleis, sodass der Zug auf unbestimmte Zeit stoppte – schön!
Glücklicherweise konnte ich mich mit einem hilfsbereiten Paar zusammentun, und wir nahmen den nächsten Bus zusammen bis Triangeln, der allerdings deutlich länger unterwegs war. So wurde aus der geplanten Ankunft gegen 22:05 auf einmal 22:50.
Schließlich checkte ich, mittlerweile recht müde, in meinem Zimmer ein, duschte schnell, und fiel ins Bett – überglücklich, wieder in meinem geliebten Schweden zu sein!

02.08. – ein Abstecher nach Helsingborg

Recht früh stand ich auf, ich wollte doch nichts von dem tollen Schweden hier verpassen!
07:45 wurde mir, wie bestellt, mein Frühstück serviert, und das jeden Tag.
Die Auswahl in diesem Hostel kann sich sehen lassen!
Gegen 08:30 stand das Treffen mit Foren-Mitglied „Johannes7“ an, wir kennen uns seit Spätsommer 2019 persönlich und haben uns schon öfter getroffen – nun erfreulicherweise auch hier in Malmö!
Er war heute auf dem Rückweg seines Wochenendtrips in Südschweden, sodass wir zusammen per Zug bis Trelleborg fuhren und uns über einschlägige Reise- und Schiffsthemen unterhielten.
11:00 ging’s für ihn nach Rostock zurück, bis dahin wurde die Zeit zusammen genossen. Grüße gehen raus!

Ich machte mich unterdessen auf den Rückweg nach Malmö, um meine geliebten Hotspots aufzusuchen – Scaniaparken und Ribersborgstrand, mit Blick auf die Öresundbrücke.

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Schließlich beschloss ich, heute einen kleinen Abstecher nach Helsingborg zu machen – eine richtige Entscheidung, wie sich später herausstellte.
Gegen frühen Nachmittag ging mein Zug von Malmö nach Helsingborg, nach der dortigen Ankunft begab ich mich sofort zum Hafen bzw. dem Strand, der sich „Tropical Beach“ nennt.

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Von der Hafenmole aus, die ich vorher kurz erklimmen musste, hatte ich einen tollen Blick auf den Öresund, des bedeckten Wetters zum Trotz.
Die Fähren nach Helsingør ließen sich hier gut ablichten.

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Eigentlich wartete ich auf die Crown Seaways, die ich heute im Öresund fotografieren wollte, und schaute so rein zufällig auf die Marinetraffic-App: Nanu, die Hanseatic Inspiration passiert gerade den Öresund?! Eines der neuesten Expeditions-Kreuzfahrtschiffe von Hapag Lloyd Cruises?
Damit hatte ich nicht gerechnet! Super, dass ich also heute herkam, um das Schiff einzufangen!
Gegen 15:05 etwa kam sie an Helsingborg vorbei, zum Fotografieren war sie zum Glück ausreichend nah an Land, ich freute mich sehr, das Schiff bekommen zu haben.
Über die wenig später folgende Crown Seaways freute ich mich auch!

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Anschließend machte ich mich auf eine kleine Stadtbesichtigungs-Tour. Die Mole mit den Flaggen gefiel mir gut.
Über die Terrassen- und Treppenanlage „Terrasstrapporna“ kam man gut vom Marktplatz zum 40 m höher gelegenen Park „Slottshagen“ mit dem Festungsturm „Kärnan“.
Von hier aus bot sich eine schöne Aussicht über die Stadt und den Öresund.
Hiernach ging ich noch etwas durch die Altstadt und Fußgängerzone mit netten, kleinen Gassen, am großen unverkennbaren Rathaus kam ich ebenso vorbei.

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Bis mein Zug gegen frühen Abend zurückfuhr, hatte ich noch etwas Zeit, sodass ich abermals zum Hafen und Strand ging, um nochmal einen Blick auf den Öresund zu werfen.
Schließlich fuhr ich zurück nach Malmö, um dort abends an meinem geliebten Scaniaparken mit Blick auf den Öresund und die Öresundbrücke, entlang zu spazieren. Ich liebe es hier so sehr!
Ich gönnte mir einen Eistee, setzte mich auf die Steine, und beobachtete den Abendhimmel im Sonnenuntergang, das hätte ich stundenlang machen können.

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Den Rückweg zum Hostel trat ich anschließend an, ein paar Fotos des abendlichen Malmös durften dabei nicht fehlen.

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Anschließend ging’s zu Bett, morgen stand die erste Einheit Sprachunterricht bei Anna an!

03.08.2020 – der erste Schwall von Wissen…

Aufgrund der allseits bekannten Lage dieses Jahr gab’s seitens OBS Online nur Einzel- oder Paarkurse, keine Gruppenkurse, um Schwedisch zu lernen.
So buchte ich einen Privatkurs, der bei meiner Lehrerin Anna in der Wohnung stattfand.
Dies war sehr praktisch, denn so lernt es sich am intensivsten.
Normalerweise geht jede Einheit 09-12:00 am Tag. Da wir Donnerstag aber frei machten, wurden heute und Mittwoch je 90 Minuten heran gehangen.
Am Ende, nach intensivem Schwedisch lernen heute, brummte mir von dem Schwall an Wissen doch etwas der Schädel, aber ich möchte die Sprache ja lernen – ohne Fleiß kein Preis!
Etwas Vorkenntnisse habe ich ja mitgebracht.
Hausaufgaben bekam ich natürlich auch auf, die ich heute abends im Hostel machte, die nächsten Tage aber mit Öresund-Blick am Scaniaparken!
Nach dem Unterricht erledigte ich ein paar Einkäufe, denn zum Abendessen versorgte ich mich selbst, das Hostel hatte ja eine Küche. Jeden Abend essen gehen würde zu sehr zu Buche schlagen.

Abends zog es mich, wie sollte es anders sein, wieder ans Wasser, den Öresund.
Zunächst spazierte ich am Ribersborgstrand entlang, bis zum 300 m langen Steg des „Kallbadhuset“, dem Kaltbadhaus am Strand. Es soll eine Mischung aus Sauna und Sprung ins Meer ermöglichen.
Wie dem auch sei: Der Blick auf den Strand und die Skyline Malmös waren über jeden Zweifel erhaben!

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Anschließend setze ich mich auf die riesige Wiesenfläche mit Blick auf die Öresundbrücke, und ließ an diesem Abend die Seele wieder baumeln, und erfreut mich daran, wieder in Malmö sein zu dürfen! Ich genoss jeden Augenblick.

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Während des abendlichen Rückwegs über den Scaniaparken zurück zum Hostel überraschte mich ein auslaufender, sowie einlaufender Autotransporter der Reederei KESS – diese Schiffe fotografierte ich.

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Das Abendlicht an der Küste musste natürlich wieder mitgenommen werden, aber auch die abendliche Innenstadt mit dem Rörsjökanalen.

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Der Tag ging zu Ende, und ich ins Bett.

04.08. – Bildung, Strand, Shipspotting

Morgendliche Routine: 07:45 Frühstück, 08:30 ab zum Unterricht, der 09:00 wieder begann!
Die drei Stunden Schwedischkurs bei Anna waren heute wieder intensiv, aber gut und hilfreich, meine Kenntnisse verbesserten sich.
Zu meiner Freude hat Anna einen sehr zutraulichen und zahmen Kater, was mir Katzenliebhaber sehr zugute kam! Ich hätte ihn den ganzen Tag knuddeln können!

12:00 war Schluss mit Unterricht, sodass ich später einen Bus bis Falsterbo nahm. Diese Halbinsel liegt an der südwestlichsten Spitze der skandinavischen Halbinsel und verbindet die Ostsee und den Öresund miteinander.
Dieses Areal ist u. A. für große Dünen und weite Sandstrände bekannt, die ich mir nicht entgehen lassen wollte.
Nach etwa einer Stunde Busfahrt verweilte ich dort ein paar Stunden, und genoss das tolle Strandwetter.
Das Wasser war teils kristallklar wie in der Karibik…

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Nach einem entspannten Strand-Aufenthalt ging’s zurück nach Malmö per Bus.
Wie sollte es anders sein: Der Scaniaparken war wieder mein Ziel, denn heute Abend gegen 18:45 wollte ich das Einlaufen der Europalink fotografieren. Sie kam aus Travemünde und sollte planmäßig 19:15 ankommen.

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Zur Überbrückung der Wartezeit, bis das Schiff ankam, machte ich fleißig Schwedisch-Hausaufgaben.
Nach Ankunft des Schiffes ging’s ins Hostel: Abendessen, und ein bisschen meinem Nebenjob nachgehen, den ich am Rechner sehr gut machen kann – dazu habe ich ihn ja in den Urlaub mitgenommen.
Auf den morgigen Tag freute ich mich: Zwei Freunde von der Uni kündigten sich in Malmö für eine Übernachtung an, denn dies war der letzte Stopp ihres Sommerurlaubes, bei dem sie einen großen Teil der Ostsee umrundeten.

05.08. – Bildung und Freunde treffen

Wieder stand mein morgendliches Programm an: 07:45 Frühstück, 08:30 ab zum Unterricht, der 09:00 begann, zunächst bis 12:00. Anschließend stand von 13:00-14:30 die nächste Einheit an, um den morgigen Donnerstag auszugleichen, der ausfällt.
Schließlich kündigten sich für den heutigen Abed zwei Freunde von mir an, die eine Nacht in Malmö bleiben, da diese Stadt quasi ihre letzte Station ihres Urlaubes war. So planten wir für heute Abend Aktivitäten, für morgen tagsüber ebenso.

Nach dem Unterricht brachte ich meine Sachen aufs Zimmer im Hostel, um schließlich eine Runde später wieder am Öresund zu drehen, und um gegen 17:15 meine Freunde am First Hotel Jörgen Kock zu empfangen, wo sie eine Nacht blieben.
Für den angebrochenen Abend planten wir, uns am Öresund zu entspannen und für den morgigen Tag Pläne zu schmieden. Bei dem tollen Blick auf den Abendhimmel und den Öresund machte das besonders Spaß.

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Als es aber kühl und dunkel wurde, gingen mir zu mir auf den Balkon meines Hostel-Zimmers, und blieben bis etwa Mitternacht wach.
Schließlich einigten wir uns darauf, am nächsten Tag nach Südschweden in Richtung Ystad zu fahren: Ales Stenar und Umgebung, sowie der Strand bei Sandhammaren standen auf dem Programm.

06.08. – ein Tag Bildungspause im Süden Schwedens

07:45 stand das Frühstück wieder auf dem Tisch, gegen 09:00 wurde ich von meinen Leuten abgeholt.
Ursprünglich spielten wir mit dem Gedanken, mit der Fähre auf die Insel Ven zu fahren, aber die Ticketpreise waren uns auf Dauer zu hoch, deswegen ging’s eben nach Ales Stenar und Umgebung auf dem Hochplateau Kåsehuvud mit beeindruckender Steilküste.
Nachdem wir am entsprechenden Parkplatz nach etwa 1 h 15‘ ankamen, machten wir uns auf den Weg.
Er führte uns zum Hochplateau Kåsehuvud, von dessen riesiger Fläche sich ein toller Blick auf die Küste und Umgebung bot, die Schiffssetzung Ales Stenar steuerten wir dabei natürlich auch an.

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Diese Schiffssetzung besteht aus 59 Felsblöcken, und stellt die am besten bewahrte Schiffssetzung Schwedens dar.
Bei diesem sonnigen Wetter zog es einige Touristen dorthin, aber keine Unmengen.
Wir setzen uns an die Klippen der Steilküste, machten ein kurzes Picknick, und wanderten später noch an der Steilküste entlang, immer mit tollen Ausblicken.

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Während unserer Wanderung kamen wir am Fischerdorf Kåseberga an, dessen Idylle wir sehr schätzten, die u. A. durch schwedische Holzhäuser bestach.

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Hier kauften wir uns echte schwedische Köttbullar, bevor wir nach einer kurzen Wanderung zurück zum Auto den Weg zum Strand bei Sandhammaren antraten.

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Dort kamen wir nach geschätzt 15 Minuten Autofahrt an.
Der Zugang zum Strand zeichnete sich durch beeindruckend wirkende Dünen aus, der Strand bot entsprechend viel Platz.

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Da meine Freunde von hier aus noch zur Fähre nach Gedser mussten, die 20:00 abfahren sollte, und sie noch über drei Stunden Autofahrt vor sich hatten, machten wir uns gegen 16:00 auf den Weg zurück nach Malmö, wo sie mich im Hostel absetzten.
Ich verabschiedete die beiden kurz.
Abends war, mal wieder, der Scaniaparken angesagt, bei dem Wetter waren seine lauten Rufe nach mir nicht zu überhören.

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Also wurde das Schwedisch-Buch mitgenommen, um Hausaufgaben zu machen, bevor ich gegen 18:45 das Einlaufen der Europalink wieder fotografierte.

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Hiernach ging ich wieder zum Hostel, und schoss noch ein paar Fotos der netten Innen- und Altstadt von Malmö.

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Morgen stand der letzte Unterrichtstag an, und der vorletzte Tag in Malmö.

07.08. – letzter Bildungstag, letzter voller Malmö-Tag

Zum letzten Mal Bildungsprogramm bei Anna heute, dabei stand auch der letzte volle Tag in Malmö an – wie die Zeit vergeht!
Also ging’s nach dem Frühstück zum letzten Mal in Annas Wohnung, zu drei schönen, aber wieder intensiven Schwedisch-Stunden.
Das schöne am Unterricht war, dass Anna mir auch noch gute Tipps für das Leben in Schweden geben konnte, und auch Anregungen für sehenswerte Regionen in Südschweden hatte.
Alle Reisetipps konnte ich von ihr leider nicht umsetzen, war ich doch leider nur eine begrenze Zeit hier! Aber ein Grund mehr, wiederzukommen!!
Der Abschied fiel Anna und mir etwas schwer, als der letzte Unterrichtstag vorbei war, wir wünschten uns alles Gute, und ich sagte, dass ich plane, wiederzukommen.
Praktischerweise kennt Anna einen jungen Mann namens Malte aus Hannover, er arbeitet und lebt seit einiger Zeit in Malmö.
So trafen wir uns auf einen Nachmittag im Espresso House mit Blick auf den Öresund, tauschten einander über das Leben in Schweden aus, und ich bekam recht hilfreiche Tipps von ihm.
Wir haben Kontaktdaten ausgetauscht.
Für mich gabs im Espresso House Kannelbulle mit Kaffee – gehört zu jedem Schweden-Besuch für mich dazu!

Nach dem Treffen genoss ich die Sonne im Scaniaparken, machte Schwedisch-Hausaufgaben dort (ja, Anna gab mir einiges zum Selbststudium mit!), und fotografierte abends die Europalink beim Einlaufen nach Malmö.
Ganz so spät wollte ich den heutigen Tag nicht beenden, denn packen war angesagt.
Morgen ging es gegen 11:48 mit dem Zug nach Kalmar, wo ich eine Übernachtung auf dem Plan hatte.
Zuletzt geändert von shipfriend am So 23. Aug 2020, 10:16, insgesamt 5-mal geändert.
Gruß Max
-20 eigens gemachte Kreuzfahrten mit 10 verschiedenen Reedereien
-verschiedene Fährfahrten mit 11 verschiedenen Reedereien

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Re: August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von shipfriend »

TEIL 2 - von Kalmar bis zur Rückkehr

08.08. – Abschied aus Malmö, Ziel: Kalmar und Bilderbuch-Schweden

Ehrlich gesagt: Etwas schwer fiel es mir schon, mich heute von Malmö verabschieden zu müssen, ich hatte mich hier so toll eingelebt. Gefühlt wohnte ich hier schon!
Nur sollte ich zu der Zeit doch noch gar nicht wissen, was mich zu den kommenden Etappen dieser Reise, u. A. in Kalmar erwartet!

Den Vormittag hatte ich noch etwas Zeit, weswegen ich zunächst die Finnpartner beim Auslaufen um 10:00 fotografierte, anschließend kaufte ich mir im „Pressbyrån“ noch etwas Proviant für unterwegs. Ich schätze diese multifunktionale Kiosk-Kette sehr!
Ein paar Abschiedsfotos aus Malmö gab’s noch…

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Schließlich ging’s 11:48 mit dem Öresundståg nach Kalmar, etwa 3 Stunden und 10 Minuten Zugfahrt lagen vor mir.
Anfangs war der Zug recht gut gefüllt, was sich auf Hälfte der Strecke zum Glück etwas löste, sodass ich noch einen guten Sitzplatz an einem Viererplatz bekam.
Während der doch recht entspannten Zugfahrt zogen schöne Landschaften an mir vorbei, mit viel Wald und See – so stellt man sich Schweden vor.

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Gegen 15:00 kam ich in Kalmar an. Man merkte die etwas nördlichere Lage, war es doch nicht ganz so sommerlich warm wie in Malmö, was mir ziemlich zugutekam!
Zunächst suchte ich mein Hostel „Sjömanshem“ auf, was ich nach einem kurzen Fußmarsch vom Bahnhof erreichte.
Wer hätte das gedacht? Ein schönes schwedisches Holzhaus empfing mich, mit einem großen Vorgarten, hölzerner Einrichtung und kleinen, aber gemütlichen Zimmern! Alles war top gepflegt, und die Rezeptionsdame sehr freundlich. Ich konnte alles Wichtige mit ihr auf Schwedisch klären.
Ich fühlte mich sofort wohl, fast schade, dass ich nur eine Nacht hierbleibe!

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Nachdem ich eingecheckt bin, meinen Koffer abgelegt hatte, und das wichtigste aus meinem Rucksack ins Zimmer räumte, zog ich los.
Mein Ziel war die Umgebung von Kalmar, Endziel „Svinö“, ein nationales Schutzgebiet auf einer kleinen bewaldeten Insel.
Etwa 45 Minuten sollte der Fußmarsch dauern.
Da ich aber ständig an tollen, authentisch schwedischen Landschaften vorbeikam, musste ich doch etwas öfter anhalten, um Fotos zu machen. Egal, ob schwedische Holzhäuser in Kalmars Gassen, idyllische Buchten und Seen oder ein malerisch gelegener Campingplatz – alles musste ich fotografieren. Wahnsinn, wie toll mir das gefiel!

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Eine kleine Brücke nach Svinö überquerte ich, und schon war ich im Naturreservat, welches dick bewaldet war – typisch schwedisch!
An einem kleinen Strand, nahe des Hundestrandes kam ich schließlich raus, und ließ mich nieder – der Blick auf den Kalmarsund, die Brücke nach Öland, und die umliegenden Landschaften waren wirklich sehenswert!

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Nach einem kleinen Aufenthalt hier dachte ich an den Rückweg, da meine Handy-Wettervorhersage Regen und Gewitter ansagte – in der Tat hörte ich es grummeln.
Dies war eine der wenigen Momente, wo ich in diesem Urlaub kurz unruhig wurde. Zu allem Überfluss fand ich beim Rückweg den Weg durch den Wald nicht richtig zurück, und glaubte, mich im Wald verlaufen zu haben.
Mein Computer-Schwedisch-Sprachkurs warnte den Benutzer, man könne sich in den Wäldern Schwedens schnell verlaufen – na schön… :D
Zum Glück fand ich den Weg zurück doch.
Kurz, nachdem starker Regen begann, fand ich zum Glück eine Bushaltestelle, wo ein Bus mich zurückbrachte bis Kalmar – puh, Glück im Unglück…

Abends kaufte ich mir etwas Frühstück für morgen, da im Hostel keins verfügbar war.
Nachdem der abendliche starke Regen aufhörte, zog ich nochmal los, die schöne Umgebung Kalmars musste ich mir nochmals ansehen, und die Innenstadt auch ein wenig.

Abends ging ich bis zur „Bastion Regeringen“, die in der Nähe gelegenen Strand- und Wiesenflächen, sowie bis zum Klapphuset.
Dieses Waschhaus wurde zum Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet, und dient auch heute noch zum Waschen von Flickenteppichen. Es gehört zum gesetzlich geschützten Kulturerbe.
Völlig zu Recht, bei der Umgebung, in der dieses schwedische Holzhaus liegt. Gerade im Abendlicht schön anzusehen!

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Den kleinen Hafen Kalmars schaute ich mir abends ebenso an, wie die Innenstadt, die mit schönen Gassen und Plätzen aufwartete.

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Allzu spät ging es nicht ins Bett heute, schließlich klingelte morgen gegen 06:00 der Wecker.
Für 07:30 stand die Busfahrt nach Oskarshamn auf dem Plan, von wo aus es nach Visby auf Gotland gehen sollte.

09.08. – auf nach Gotland

06:00, der Wecker klingelte, mein gekauftes Frühstück habe ich eingenommen, bevor ich mich auf den Weg zum Busbahnhof machte.
Überpünktlich 07:30 startete der Bus nach Oskarshamn, wo ich gegen 08:50 ankam, und meine Fähre beim Einlaufen bestaunen konnte – die neue „Gotland“ von Destination Gotland. 10:05 sollte es von Oskarshamn nach Visby gehen.
Ich freute mich sehr über dieses Schiff, 2019 waren wir bereits auf der baugleichen Visborg unterwegs, toll, dass ich jetzt auch noch auf die nagelneue Schwester komme!
Gegen das Sonnenlicht war sie in Oskarshamn nicht ideal zu fotografieren – aber genug Möglichkeiten, das Schiff super abzulichten, sollte ich noch bekommen.

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So begab ich mich ins Terminal, das Ticket hatte ich schon per Wallet auf dem Handy.
Klasse fand ich, dass das Reisegepäck aufgegeben werden konnte, wie im Flugzeug – so musste ich meinen nervigen Koffer mit mir nicht herumschleppen.
Die Wartezeit bis zur Einschiffung war allerdings recht lang. Erst etwa 5-10 Minuten vor geplanter Abfahrtszeit ging’s an Bord!
Trotzdem legten wir 10:10 ab, also mit nur 5 Minuten Verspätung, und kamen trotzdem pünktlich in Visby an – Respekt! Die Abfahrt aus Oskarshamn und die große Bucht war recht hübsch.

Ich bin großer Freund der neuen Schiffe von Destination Gotland: moderne Schiffe, viel Platz auf den Außendecks, moderne Einrichtungen, mir gefällt es sehr an Bord! Nur etwas mehr Sitzflächen außen sollte es geben. Neben den Schornsteinen gibt’s eine Reihe an Tischen und Bänken, was m. E. etwas wenig ist. Viele andere Fähren haben Plastikbänke, wo die Rettungswesten drin sind, dies ist hier nicht so. Das darf Destination Gotland gern noch nachrüsten, mehr Sitzplätze außen wären nett.
Dafür hat das Schiff mittschiffs, vor dem Schornstein ein tolles Deck mit Sitzplätzen, fast wie auf einem Kreuzfahrtschiff.

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Die Preise für die Verpflegung an Bord gingen für eine skandinavische Fähre in Ordnung, und das Aussehen der schwedischen Mitarbeiterinnen an Bord war mehr als amtlich. :D Was auch für junge weibliche Passagiere gilt… 😉
Allgemein merkte man bei Destination Gotland, dass der Fokus deutlich mehr auf Passagieren liegt, die auch zu Reise- bzw. Freizeitzwecken unterwegs sind, und LKW-Fahrer eine eher untergeordnete Rolle spielen. Unter anderem gab es an Bord gutes WLAN, wobei auch über die Services an Bord der Fähre informiert wurde.
Die Reedereien von Deutschland nach Südschweden bieten so etwas ja weniger an, hier sieht man, dass LKW-Fahrer doch eine größere Rolle spielen…

Die Überfahrt war sehr angenehm, 27 Knoten Geschwindigkeit machen Spaß, allerdings war es sehr diesig. Die Mein Schiff 1, die eine ihrer Panorama-Kreuzfahrten anbot, war nur mit ihren Umrissen zu erkennen.
Allerdings sah es toll aus, wie im diesigen Dunst die Landspitzen, u. A. von Öland herausschauten.

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Knappe drei Stunden Überfahrt vergingen schnell, die Landmassen von Gotland waren früh zu sehen, auch Visby ließ nicht mehr allzu lange auf sich warten!
Die beiden Schnellfähren warteten schon auf uns, die dieses Jahr ungenutzt im Hafen von Visby aufliegen. Auch die Drotten lag im Hafen, die momentan als Aushilfe von Destination Gotland fungiert – sie wurde die Tage aber wieder angeworfen und eingesetzt.

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Angekommen in Visby, wurde zunächst das Gepäck im Terminal geholt, anschließend wurde das Hostel aufgesucht. Ich stieg im „Visby Fängelse“ ab, einem ehemaligen Gefängnis.
Meinen Schlüssel holte ich aus einer Box, in der dieser für mich verstaut war.
Das Gelände war an sich schön groß und auf den ersten Blick einladend, aber…
Die Sauberkeit ließ in dem Gebäude sehr zu Wünschen übrig, allgemein war die ganze Unterkunft heruntergekommen.
Ich bin schon oft in Hostels abgestiegen, und störe mich kein bisschen an Zimmern, die man mit mehreren Leuten teilt, oder an Sanitäranlagen auf dem Gang. Aber Sauberkeit wird man bitte erwarten dürfen, diese Erwartung erfüllte das Hostel leider nicht. Das Zimmer war dunkel und keimig, und ich möchte bitte nicht, dass meine Hand am Griff der schmutzigen Schublade kleben bleibt. Ach ja, und das für die Gäste bereit gestellte Besteck und Geschirr dürfte ebenso sauberer sein, und die Spüle und der Kühlschrank bitte auch!
Egal, die drei Nächte werde ich hier irgendwie überleben – möglichst wenig anfassen war hier die Devise, und möglichst wenig Zeit hier verbringen…

Demzufolge packte ich meine Sachen aus, schloss sie im Spint ein, und zog durch Visby los.
Zuerst besorgte mir in der Tourist-Information einen Bus-Fahrplan und Infomaterial zu Gotland, wollte ich die Insel die beide vollen Tage doch erkunden, und schmiedete erste Reisepläne.
Anschließend ging es auf einen großen Parkplatz mit Blick auf die Ostsee, wo ich die einlaufende „Visby“ von Destination Gotland fotografierte. Der Platz dazu eignet sich sehr gut, das diesige Wetter aber ließ nicht die allerbesten Lichtverhältnisse zu.

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Um den Abend herum ging ich noch etwas durch Visby, zunächst an der Strandpromenade entlang, wo ich schöne Blicke auf die Ostsee hatte, hier war es schön ruhig.
Der Bereich um den Hafen hatte mir doch zu viel Betonmasse, davon wollte ich etwas weg…
Abends zog ich noch etwas durch die schöne, hanseatische Innenstadt, die sich gerade im Abendlicht schön fotografieren ließ.

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21:10 kündigte sich die neue Gotland zu ihrem Anlauf nach Visby an – da die Sonne noch nicht weg war, begab ich mich zum Parkplatz, von wo die Fähren sich super fotografieren lassen. Tolle Motive ergaben sich, goldrichtige Entscheidung gewesen, hierher zu kommen!

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Hiernach ging ich ins Hostel, und suchte mir die entsprechenden Busfahrzeiten raus, ich entschied mich dazu, morgen Vormittag nach Lickershamn im Nordwesten der Insel zu fahren.
Dort gibt es die ersten Raukar-Felsformationen, und ein schönes Wandergebiet im Wald und der Steilküste.

10.08. – Full Port in Visby, und ein Bilderbuch-Wandergebiet

Bevor ich mich heute auf den Weg nach Lickershamn machte, musste wieder der Fotospot für die Fähren aufgesucht werden.
Anhand der akribisch studierten Fahrpläne wusste ich, dass sich am frühen Morgen die Viking Cinderella, Visby, Visborg und Silja Symphony ankündigten.
Somit stand ich früh auf, aß mein eingekauftes Frühstück (gab keines in der Unterkunft), und begab mich gegen 08:00 zum Foto-Parkplatz.
Gut so, denn die Viking Cinderella kam zu meiner Überraschung schon sehr früh auf Visby zu, zum Glück gerade zum perfekten Zeitpunkt, um sie abzulichten!

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Viel Zeit zum Verschnaufen war nicht, denn die Visby kam wenig später aus Nynäshamn, und wollte von mir ebenso eingefangen werden.

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Die nächste Kandidatin war die Visborg, ankommend aus Oskarshamn – heute hatte ich sie gut erwischt, bei ihrem gestrigen Auslaufen störte der Kreuzfahrt-Pier im Weg sehr.

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Last, but not least: Silja Symphony. Genau wie die Viking Cinderella bietet sie dieses Jahr auch regelmäßige Kreuzfahrten nach Visby an, sie liegt hier, im Gegensatz zur Viking Cinderella, über Nacht.

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Nach diesem Shipsotting-Spektakel machte ich mich auf den Weg zum Busbahnhof in Visby, 10:35 ging’s ab nach Lickershamn mit dem Bus. Ich kaufte eine Fahrkarte und stieg in den Bus, gegen 11:15 etwa war ich dort.
Hier war ich letztes Jahr schon, wollte aber den Wanderweg heute länger abwandern, letztes Jahr wanderten wir nur bis zum „Jungfrun“, einem der Raukar-Felsen auf Gotland.
Zunächst war ein kleiner Rundgang durch das malerische Fischerdorf Lickershamn angesagt, wo auch ein schöner Blick auf die Steilküste zu sehen war.

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Anschließend erklomm ich en Wanderweg, zunächst bis zum Raukar „Jungfrun“.
Der Waldweg bis dort war schon schön, der Blick durch die Bäume bis hinunter auf die See gefiel mir sehr!
Anschließend war ich am Jungfrun angekommen, stattete dem Raukar einen Blick ab, und genoss den tollen Blick auf die Ostsee und die steile Landschaft.

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Die Steilküste, die von weitem verlockend aussah, wollte ich doch genauer erkunden, so wanderte ich weiter durch den Wanderweg durch den Wald, was eine goldrichtige Entscheidung war!
Das von mir erwanderte Naturreservat zog sich bis zu den Klippen „Stuklint“ und „Törrvesklint“, die Mischung aus Steilküste mit den tollen Blicken, Klippen, Mischwald und Waldwanderweg gefiel mir sehr und hat mich richtig beeindruckt! Ich denke, die Bilder sollten keine Fragen offen lassen…
An einer Stelle konnte ich sogar herunter bis an den Strand gehen, so hatte ich von unten einen tollen Blick auf die zum Teil bewanderte Steilküste, und die großen Klippen.

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So klasse dieser Weg auch war, bei Törrvesklint etwa kehrte ich um, die Gegend nördlich um Lickershamn wollte ich auch noch erwandern, wer weiß, was mich da noch erwartet!
Wie ich auf dem Rückweg in Lickershamn angekommen war, musste ich in einem Café kurz mein Handy laden, da meine Powerbank heute streikte, wieso auch immer. Dazu zog es mich in die „Brasserie Lickers“.

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Ich ging hinein… Ui! Was für eine hübsche Bedienstete am Tresen! Da habe ich meine erlernten Schwedisch-Kenntnisse für einen Smalltalk doch gern angewendet! xD
Außerdem kaufte ich doch da doppelt gern einen Kaffee, um zu warten, bis das Handy voll war! Vielleicht geht es nochmal alle, sodass ich nachher nochmal wiederkomme? Wer weiß…

Zurück zum Wesentlichen, meine Wanderung in Richtung Norden von Lickershamn wurde fortgesetzt. Zunächst hatte ich einen schönen Blick von Weitem auf die schwedischen Holzhäuser dieses Ortes, anschließend erwartete mich ein idyllischer Küstenwanderweg.
Später ging dieser wieder in den Wald hinein, und führte wieder zu einer Klippe an der Steilküste – tolle Ausblicke garantiert. Eine tolle Mischung aus Steilküste, Wälder und dem Dorf Lickershamn boten eine sehr ansehnliche Kulisse.

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Da der Busfahrplan aber im Hinterkopf behalten werden musste, kehrte ich allmählich wieder um, um den schönen Weg zurück zu laufen.

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In Lickershamn wieder angekommen, das war wirklich Zufall, war mein Handy wieder nicht mehr sonderlich voll! Also ab wieder in die „Brasserie Lickers“. Die hübsche Bedienstete lächelte mich schon freundlich an, so bringt man mich dazu, glatt wieder einen Kaffee zu bestellen…
Nun ja, dann wollte ich mal Nägel mit Köpfen machen: Nach einem Smalltalk fragte ich sie nach einem treffen in Visby, was sie aus Zeitgründen ablehnte, aber sie bedankte sich für mein Angebot. Nun ja, kein Weltuntergang, immerhin hatte ich Mut, es zu versuchen. 😉
Nach der Stärkung für mein Handy und mich spazierte ich noch durch das schöne Fischerdörfchen Lickershamn, bevor gegen 17:48 der Bus zurück nach Visby fuhr.
Hier lernte ich ein indisches Paar kennen, das in Uppsala lebt und zu Ferien auf die Insel Gotland kam.
Wir verstanden uns sehr gut, sodass wir Kontaktdaten austauschten, und jetzt noch über Facebook Kontakt hatten.

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Zurück in Visby angekommen, aß ich erst zu Abend im Hostel, Essen dazu kaufte ich mir im Supermarkt. Natürlich gab es für mich schwedisches Knäckebrot, und bisschen Aufschnitt, anschließend gings abends nochmal los.
Der Hafen, die Altstadt von Visby, und die Strandpromenade wurden unsicher gemacht, was gerade zum Sonnenuntergang sehr schön ist!

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An der Strandpromenade fragten mich zwei junge Mädels, ob ich sie fotografieren würde, ich bejahte, und schon kam ein kleiner Smalltalk zustande – und das auf Schwedisch, wobei meine Schwedisch-Kenntnisse gelobt wurden. Auf Facebook hatten wir auch gleich die Kontaktdaten ausgetauscht.

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Nach diesem doch sehr lohnenswerten Tag gings ab in mein Traumschloss… äh, Hostel.
Meine Pläne, in den Süden der Insel zu fahren, verwarf ich aufgrund der etwas ungünstigen Busfahrpläne, sondern ein Fahrrad wollte ich ausleihen.

11.08. – idyllische Radtour nach einer schockierenden Erleichterung

Glücklicherweise befand sich mehr oder weniger direkt gegenüber meiner Unterkunft eine Fahrradverleih, sodass ich mir ein einfaches Fahrrad mit 7 Gängen für etwa 160 SEK, also umgerechnet gut 16 €, auslieh. Dies klappte reibungslos.
Bevor ich meine Tour nach dem Frühstück startete, radelte ich nochmal zum ICA in der Nähe meiner Unterkunft, ich brauchte doch noch etwas Proviant, den ich schnell fand und kaufte – u. A. eine Packung Köttbullar mit Preiselbeeren und Salat auf einem Brot fand ich, sowie Wraps.
Dies packte ich, nichtsahnend, in meinen Rucksack, nachdem ich ihn kurz auspackte, um alles hineinzubekommen.
Anschließend zog ich los.
Beim ersten Fotospot dachte ich: Habe ich verplanter Torfkopf jetzt meine Kamera im Zimmer gelassen, nur weil ich es mal wieder eilig hatte, meine Unterkunft zu verlassen?
Ich radelte zurück ins Hostel, stellte mein Zimmer auf den Kopf – keine Kamera!
Das Personal der Unterkunft konnte mir auch nicht helfen, an der Fahrradverleih hatte ich sie auch nicht vergessen – so blieb nur der ICA-Supermarkt als letzte Chance, wo ich voller Eile hin radelte.
An der Kasse die Erleichterung – die Kamera lag noch da, unversehrt, samt meiner blauen Fototasche! Wie mir nach diesem Schock ein Stein vom Herzen fiel, kann sich keiner vorstellen…
Max, pass auf dein Zeug auf, verdammt nochmal!

Nun schaute ich im Rucksack, ob ich nicht doch mein Proviant vergessen hatte? Nein, alles da, also konnte es losgehen!
Mein erster Halt war das Landschaftsschutzgebiet „Södra Hällarna“, das etwas südlich von Visby lag. Hier zeigte sich wieder, die für Gotland offenbar typische Steilküste mit Klippen, dieses Mal aber noch unbewaldet.
Zeit, mein Fahrrad auf dem Foto mit Blick auf die Ostsee und Silja Symphony in Szene zu setzen.

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Auch, wenn das Netz an Radwegen gut ausgebaut war, die Wege waren teilweise aus Schotter und unbefestigt, sodass man eigentlich ein geländegängiges Fahrrad auf dieser Insel benötigt, mein geliehenes Fahrrad war genau genommen nicht ausgelegt für Gelände. Andere Touristen fuhren mit vergleichbaren Leih-Fahrrädern aber auch diese Wege entlang, also schien es ja zu funktionieren.
Ich fuhr wieder etwas weiter südlich, die tolle Kulisse wollte einfach nicht enden, sodass ich dauernd anhalten und Fotos schießen musste, so toll war der Blick auf die Ostsee und die Klippen mal wieder.

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Lange war noch Visby inklusive der Silja Symphony zu sehen, mittags, gegen 12:30 kam die Visborg von Destination Gotland an, sodass ich beide Schiffe super ablichten konnte.

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Kurz davor ließ ich mir meine Köttbullar aus dem ICA schmecken.
Weiter südlich von Visby, irgendwo zwischen Södra Hällarna und Högklint, der wohl bekanntesten Klippe Gotlands, 7 km etwa südlich von Visby, gesellten sich wieder Nadelwälder zu den Klippen und der Steilküste hinzu. Sie lagen teilweise niedriger als die Klippen und der Radweg, was echt toll aussah!

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So schön der Weg wieder war, dennoch drehte ich allmählich um, sodass ich noch mit dem Rad etwas in Richtung Norden von Visby fahren konnte.
Ich radelte wieder den Norderstrand entlang, direkt an der Ostsee, hier machte ich kurz Pause und genoss den Blick aufs Meer, und die auslaufende Visborg.

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Wenig später radelte ich auf dem schönen Weg weiter, und genoss die tollen Landschaften, bevor ich ein Stück Landstraße fahren musste. Diese sind auf Gotland zum Glück nicht allzu stark befahren, und das Stück war zum Glück nicht allzu lang.

Plötzlich sah ich einen Wegweiser nach links mit der Aufschrift „Naturreservat“ – konkret befand sich hier das Naturschutzgebiet „Brucebo“.
Das 33 ha große Naturschutzgebiet, das vorwiegend dick aus Kiefern bewachsen ist, sollte mich doch ziemlich beeindrucken! Die Kulisse zwischen dick bewachsendem Wald, Blick auf die Ostsee, bis zum Strand auf der Halbinsel „Skans Udde“ oder dem kleinen Fischerdorf „Själsö“.
Das mit üppiger Vegetation versehene Gelände war doch sehr uneben, sodass ich teils klettern musste.

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Nachdem ich dieses beeindruckende Naturschutzgebiet genoss, fuhr ich auf dem Radweg weiter, der wenig später wieder an der See entlangführte.
Kurz vor Sjäsö kam ich an einer schönen Bäckerei vorbei, ich roch schon mein Lebenselixier namens Kannelbulle mit Kaffee – hier musste ich anhalten! Auf die Idee kamen einige andere Radler auch, aber ich kam recht schnell dran.
Es gab nur noch Kardamombullar, diese schmeckten aber auch! Und ob mir die attraktive Bedienstete nun Kardamom- oder Kannelbulle verkauft, ist mir dann nicht ganz so wichtig… 😉
Der schöne Außenbereich des Cafés hatte einen schönen Blick auf die See.

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Nach dieser schmackhaften Stärkung zog ich weiter nach Själsö, dieses Fischerdorf versetzte mich bei der Ankunft sehr ins Staunen: Wie bilderbuchmäßig war denn diese kleine Ortschaft bitte?! Hölzerne Fischerhäuschen, ein kleiner Boots- und Fischereihafen, und eine Rasenfläche mit Sitzbänken! Hier ließ es sich wunderbar aushalten!!
Ein kleiner Weg führte an der Küste entlang, den ich kurz erlief, er führte bis ins Naturreservat „Själsöån“. Die Bilder sollten keine Fragen offenlassen.

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Ein klein wenig radelte ich nach dem Aufenthalt hier noch weiter, aber bis zur Lummelundagrottan schaffte ich es doch nicht mehr.
Es war schon Abend, und den ganzen Weg musste ich bis Visby schließlich wieder zurück radeln. Außerdem war morgen 05:00 aufstehen angesagt, denn 07:15 ging schon die Fähre.
Egal, so radelte ich den tollen Weg wieder zurück, und genoss die schönen Aussichten wieder, was gerade bei dem tollen Wetter ein Genuss war.
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Rechtzeitig vor der Abfahrt der Silja Symphony 19:00 kam ich in Visby an, sodass ich ihr Ablegen noch beobachtete. Von der Seite konnte ich sie jetzt nicht sonderlich gut ablichten, aber dennoch war es sehenswert, dem Schiff beim Ablegen zuzusehen. Morgen sollte auch ich wieder in See stechen.

Abends in der Stadt musste ich mal sündigen – nach dieser intensiven Radtour heute holte ich mir im Diner ein paar Scheiben schmackhaftes Schweinefleisch, schön dick mit Pommes, und ließ es mir schmecken – fürs gute Gewissen war Salat mit bei. :D
Die Preise im „Mel’s Diner“ waren übrigens mehr als gut, umgerechnet etwa 9 € für einen Burger mit Pommes und Salat, meine ich, das hatte ich für mein Gericht auch gezahlt.
Ein abendlicher Spaziergang durch die Altstadt folgte, mit anschließendem Sonnenuntergang am Norderstrand, bevor ich mich in mein Hostel begab.

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Ich packte heute Abend meinen Koffer, denn morgen war 05:00 aufstehen angesagt, und der innere Wunsch, diese „grandiose“ Unterkunft zu verlassen, tat sich mehr und mehr auf.
Mein Fahrrad konnte ich zum Glück über Nacht behalten, und konnte es morgen früh, kurz vor Abreise, einfach angeschlossen vor dem Verleih abstellen.
So ging ich ins Bett – einerseits mit Bedauern, diese tolle Insel zu verlassen, andererseits mit Vorfreude auf die morgige Fährpassage, und dem Ferienhaus auf der Stockholmer Schäre. Ich wusste ja noch nicht, was mich erwartet.

12.08. – mit fast 30 Knoten ins Bilderbuch-Schweden

Besonders schlief ich nicht diese Nacht – dennoch konnte ich 05:00 aufstehen, denn die Vorfreude auf die Fähre war groß, mit der es heute nach Nynäshamn ging.
Beschleunigt wurde diese Vorfreude durch das Verlassen meines Hostels, wobei diese eher einer Flucht gleichkam. Ich beeilte mich, mein Frühstück zu essen, meine Bettwäsche zurückzugeben, und die letzten Sachen einzupacken. Schlüssel in den Kasten werfen, Gelände verlassen, aufatmen – nie wieder Visby Fängelse!
Das Fahrrad brachte ich noch zurück zur Leihstation, dann ging’s ins Terminal, die Drotten wartete schon auf uns.
Ursprünglich hätte ich die Visborg bekommen sollen, diese befand sich aber heute auf dem Weg zur Werft nach Landskrona – somit wird die nächste Zeit die Drotten auf den Strecken von und nach Visby aushelfen.
Nun gut, dann fahre ich halt mit der älteren Schiffsgeneration, auch recht.
Ich gab mein Gepäck nach dem Check-In im Terminal auf, und die Wartezeit war dieses Mal recht kurz, denn schon früh konnten wir aufs Schiff gehen.
Beim ersten Rundgang über das Schiff (ich war bereits Sommer 2019 an Bord) merkte ich: okay, das Schiff ist spürbar älter als ihre Nachfolgerinnen, aber dennoch sehr ordentlich gepflegt, und weist schöne Räumlichkeiten auf, die Außendecks finde ich hier sogar etwas besser, insgesamt ist das Schiff übersichtlicher als die neue Generation.
Sehr schön: Im Inneren des Schiffes findet sich eine Bildergalerie mit allen Schiffsgenerationen der Destination Gotland Flotte im Wandel der Zeit.

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07:15 wurde pünktlich abgelegt, da das Schiff zu meiner Überraschung über das Heck in Visby beladen wurde, wurde rückwärts aus dem Hafen navigiert.
Normalerweise legen die Schiffe mit dem Bug in Visby an.
Auf See hieß es „Hebel on the Table“ (geklaut, ich weiß, Johannes xD), sodass wir mit bis zu 29.9 Knoten über die Ostsee fegten – warum hat es nicht bis zu 30 gereicht? xD

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Egal, die Überfahrt war ruhig, und bei dem sonnigen Wetter sehr angenehm, die Sicht war heute auch deutlich besser als bei der Anreise nach Gotland.
Durch meinen akribisch studierten Fahrplan wusste ich um Gegenläufer auf der Überfahrt.
Grob eine Stunde vor der Ankunft begegnete uns die neue Gotland, mein neuer Liebling – sie brachte mich vor drei Tagen von Oskarshamn nach Visby.

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10:30 sollten wir ankommen, 10:00 sollte die Stena Flavia aus Nynäshamn in Richtung Ventspils auslaufen – so kam sie uns etwa 15 Minuten vor Ankunft entgegen, ich konnte auch dieses Schiff prima fotografieren.

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Die Einfahrt nach Nynäshamn durch ein kleines Schärengebiet ist durchaus hübsch, aber kein Vergleich zu Stockholm. Warum ich diesen Vergleich dennoch anstelle? Sehr große Kreuzfahrtschiffe, jenseits der 140.000 BRZ und 4000 Passagiere befahren mittlerweile die Ostsee (von diesem Jahr mal abgesehen), und laufen weniger Stockholm direkt, sondern Nynäshamn an, wobei die grandiose Passage durch die Stockholmer Schären entfällt. Dadurch sinkt der Erlebniswert eines Stockholm-Anlaufes erheblich.

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10:30 legten wir pünktlich an, sofort konnten wir über die Gangway das Schiff verlassen, auf mein Gepäck wartete ich etwa 10 Minuten, schätze ich.
11:03 startete mein Zug von Nynäshamn nach Stockholm, an der Station „Odeonsplan“ stieg ich in den Bus um, der mich zum Karl XII Torg brachte. Die Fahrt im Bus durch Stockholm machte alles andere als Spaß…
Dort in der Nähe lag der Strömkajen, von wo aus mich die Fähre nach Vaxholm brachte.

Was stand heute überhaupt auf dem Plan? Ich sollte für zwei Nächte auf der Schäre „Norra Tynningö“ unterkommen. Dort lernte ich über Facebook Michael kennen, der mit der Schwedin Paula verheiratet ist, und auf besagter Schäre ein riesiges Grundstück mit zwei Ferienhäusern hat.
Da sowohl er mit seiner Frau und Freunden im August dort war, und ich auch in Schweden war, baute ich bei ihm einen Besuch ein, ich war herzlich eingeladen.
13:00 legte meine Fähre nach Vaxholm ab, von wo aus Michael und Paula mich abholten, und auf die gegenüberliegende Schäre „Norra Tynningö“ per Boot brachten.
Eine Fahrt mit der Passagierfähre durch das Stockholmer Archipel wollte ich schon immer mal machen, ein Wunsch ging in Erfüllung.
Noch traumhafter, als ich es mir vorstellte, war die Fahrt durch das Archipel – Stockholm ist die Stadt der Städte, mit einer Umgebung, die absolut ihresgleichen sucht, ein Wahnsinn! Was für eine traumhafte Kulisse!

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Vorbei ging es an der Viking Cinderella, sowie an Inselchen mit typischen schwedischen Holzhäusern, wie im Bilderbuch. Dieses Bild musste ich einfach durch eine Kannelbulle untermalen, die ich mir an Bord holte, das ging nicht anders!
Unterwegs begegneten uns Oldtimer-Fähren (früher waren es wohl Dampfschiffe) von Waxholmsbolaget und Strömma Bolaget, die für mich einfach zu Stockholm dazu gehören, und womit ich unbedingt mal fahren möchte. Ob das jemals was wird?
Die Bilder der Fahrt durch die Schären sollten alles sagen…

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14:20 in Vaxholm angekommen, wurde ich an der Bootstankstelle von Paula und Michael abgeholt, von wo aus ich nach Norra Tynningö aufs Feriengrundstück gefahren wurde. Stilecht per Boot natürlich!
Mich empfing ein riesiges Grundstück mit einem traumhaften Blick auf Vaxholm, und die Schären von Stockholm, diesen Platz konnte man nicht bezahlen.

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Zunächst bezog ich mein Zimmer in einem der beiden Haupthäuser. Es war traditionell eingerichtet, mit viel Holz innen – so, wie die schwedischen Holzhäuser von außen den Anschein erwecken, sah es innen auch aus. Richtig schön.
Nachdem ich meine Tasche ablegte, sagte ich allen andere hallo. Michaels Freund Henning mit seinem Sohn Marcel war noch dabei, ebenso wie die beiden Kinder von Michael, Marten und Miriam, sowie sein Neffe Felix.
Am kleinen Sandstrand der Insel gabs Kaffee und Kannelbullar, ganz nach meinem Geschmack!

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Anschließend machten Marten, Marcel und ich eine Bootstour durch die Stockholmer Schären, wobei wir häufig die Wellen der Passagierfähren ansteuerten – bisschen wackeln darf’s doch gern mal!
Insgesamt wurden aus einer geplanten kleinen Tour sicher zwei Stunden Fahrt, die sich aber echt lohnten. Nicht nur das Stockholmer Archipel begeisterte mich, sondern zu meiner Überraschung begegneten uns die Galaxy von Silja Line, sowie die Amorella von Viking Line, die ich perfekt fotografieren konnte! Wenn sich die Tour nicht gelohnt hat, weiß ich auch nicht…

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Als wir zurückkehrten, war der Grill schon an. Auf dem Speiseplan standen fangfrischer, sehr schmackhafter Fisch, gegrillte Kartoffeln und natürlich Grillfleisch und Würste – das ließ ich mir genau so schmecken wie das Bier, was zum Grillen einfach dazu gehört.
Abends wurde noch Badminton gespielt, und das schwedische Spiel namens Wikingerschach.
Auch dieser erlebnisreiche Tag endete mal, Nachtruhe stand an – und morgen eine Spritztour mit dem Motorboot!

13.08. – Spritztour, und Kinder aus Bullerbü, äh… Norra Tynningö

Michael sendete mir in der Vergangenheit schon Bilder vom Grundstück und dem dazu gehörigen Motorboot, mit zwei Außenbordmotoren mit jeweils, ich wiederhole, jeweils 300 PS! Mit 600 PS sollte heute der Stockholmer Schärengarten unsicher gemacht werden!
Miriam, Felix, Marcel, Michael und ich machten uns also auf den Weg zur Bootswerft nahe unserem Grundstück, wo das Motorboot lag.
Ein schickes Gefährt erwartete mich: ei Kajütboot mit wohnlicher Einrichtung, einer kleinen Kochzelle, sowie Sitzgruppen an Bord und moderner Navigationstechnik.
Vor der Kajüte konnte draußen gesessen werden.
Michael navigierte uns zunächst mit moderater Geschwindigkeit durch die Schäre, sodass die traumhafte Kulisse bestaunt werden konnte, später ging es schon schneller voran, ein cooles Gefühl.

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Weiter draußen durfte ich schließlich ans Steuer, nach kurzer Eingewöhnung hatte ich das Boot gut im Griff, sodass ich mich schließlich wagte, jenseits der 36 Knoten zu fahren – wir hätten also mit den Schnellfähren mithalten können!
Schneller fuhr ich nicht, weder gehörte das Boot mir, noch trugen solche Geschwindigkeiten zu einem volleren Tank bei… :D
Spaß machte es allemal!
Michael gab schließlich auch nochmal Gas, wir hatten 41.3 Knoten drauf! Über die Wellen anderer Motorboote glitten wir quasi bei dem Tempo.

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Den Rückweg zum Haus kamen wir an einer hübschen Festung vorbei, und mussten zwangsläufig auch an der Tankstelle halten – 400 Liter tankten wir nach, oha!

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Nach der Rückkehr hatten wir alle unsere Zeit für uns, die ich mir mit den Kindern nahm. Da Paula und Michael einkaufen fuhren, passte ich auf die Kinder auf, und spielte mit ihnen am Strand, und sprang mit ihnen Trampolin, wir hatten Spaß miteinander. Das erinnerte mich sehr an die Geschichten der „Kinder aus Bullerbü“ von Astrid Lindgren!
Insgesamt gefiel mir dieser Schweden-Urlaub zu gut! Deswegen wollte ich gern den Aufenthalt verlängern, unter Anderem eine Nacht bei Micha. Leider konnte ich das Hostel in Malmö, das mich nächsten Tag erwarten sollte, nicht kostenlos stornieren und es gab nur noch teurere Zimmer die nächsten Tage, sodass ich das wohl oder übel sein lassen musste.

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Abends kochte Paula für uns leckere Gemüse-Lasagne, die wir alle zusammen aßen.
Außerdem unterhielt ich mich mit allen anderen Leuten beim Bier zum Abend, und ließen den Abend ausklingen.
Ein bisschen Wehmut kam auf, denn der letzte Abend stand in Michas Ferienhaus an!

14.08. – stilecht nach Stockholm und Malmö

Ich bin etwas traurig, der letzte volle Schweden-Tag stand an, Wahnsinn, wie die zwei Wochen verflogen! Ich wollte doch nicht mehr zurück nach Deutschland, auch von Michas tollem Grundstück und den neu kennengelernten Leuten musste ich Abschied nehmen! Zu schade…
Zunächst aber gab es leckeres Frühstück, unter Anderem mit Knäckebrot und dem fangfrischen Fisch, natürlich auch gängige Aufstriche.
Vormittags verbrachten wir noch etwas Zeit miteinander, gegen 12:15 legte meine Fähre ab Norra Tynningö über Vaxholm ab, Endziel Stockholm.
Ich verabschiedete mich wehmütig von allen, gegen 11:50 brachte Micha mich zum Fähranleger nach Norra Tynningö. Wir waren uns einig: Wir sehen uns wieder, ich komme gern wieder in das Ferienhaus auf Norra Tynningö!
Gegen 12:00 kam die Fähre schon, da sie zunächst über Ramsö fuhr, bevor sie 12:15 nochmals in Norra Tynningö anlegte und nach Vaxholm fuhr.

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Die Runde über Ramsö fuhr ich mit, und ich genoss eine schöne kurze Fährfahrt bis Vaxholm – dort stieg ich um in die Fähre nach Stockholm.
12:25 kam ich auf Vaxholm an, 13:00 war die Weiterfahrt geplant – gemäß Anzeigetafel auf der „Västan“.
Ich suchte das Schiff über die Marinetraffic-App und glaubte zu träumen: Eines dieser Oldtimer-Schiffe, mit denen ich schon immer mal fahren wollte, die Västan stammte aus dem Jahre 1900!
So freute ich mich auf die Rückfahrt nach Stockholm regelrecht.

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Das Schiff war sehr leer, innen sehr traditionell eingerichtet und top gepflegt, innen gab es auch geschichtliche Beschreibungen über das Schiff.

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Die Rückfahrt durch die Schären konnte ich genießen, wenngleich sie die Rückkehr aus einem schönen Urlaub einläutete.

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Für heute war eine Passage der „Europa 2“, dem luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt angekündigt, sie passierte uns direkt.
Das Licht war nicht ideal zum Fotografieren, gut treffen konnte ich sie aber dennoch.
Die Viking Cinderella ebenso, die uns später begegnete.

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Allerdings endete auch diese schöne Überfahrt irgendwann, in dem Fall gegen 14:15 etwa, 15:45 ging mein Bus vom zentralen Busbahnhof nach Södertälje Hamn, von dort aus ging der Zug nach Malmö.
Immerhin war es ein traditioneller „Snälltåg“.
Den kurzen Aufenthalt in Stockholm genoss ich noch, um in der Innenstadt mit dem viele Wasser ein paar Fotos zu schießen.

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Dann ging es in Richtung Busterminal, wo ich noch etwas bei Subway aß, bevor mein Bus losging
Da 15:30 offenbar schon alle Passagiere vollzählig waren, starteten wir 15:30, und kamen demzufolge sehr rechtzeitig in Södertälje an.
16:45 startete der Zug, für Mitforist Johannes 7 ist der Snälltåg schon ein Lebenselixier.
Den Waggon fand ich recht gemütlich und traditionell, die Zugfahrt selbst war angenehm, ich nutze die Zeit, um die Bilder auf den Laptop zu laden.

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21:29 war die Ankunft in Malmö. Normalerweise freue ich mich jedes Mal auf die Ankunft in dieser Stadt – an diesem Abend war die Freude aber von dem Wissen getrübt, dass morgen die Rückreise nach Hause ist… *heul*
Nach der Ankunft aber musste noch ein kleiner nächtlicher Rundgang durch die Stadt sein. Ich kann nicht durch Malmö einfach nur „durchreisen“. Nach mehreren Aufenthalten habe ich diese Stadt so ins Herz geschlossen, dass zwei Fotos einfach nötig waren.

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Schließlich machte ich mich auf den Weg ins Hostel, bezog mein Zimmer, und ging nach dem Duschen schlafen.
06:10 etwa klingelte der Wecker. Etwas zum Frühstück kaufte ich mir noch, denn im Hostel gab es dieses erst ab 07:30, zu der Zeit saß ich schon im Zug nach Trelleborg.
Gute (leider letzte) Nacht in Schweden!

15.08. – Rückreise – zugegeben eine sehr angenehme

Aufwachen in Schweden – ein vorerst letztes Mal, zumindest auf dieser Reise. Nach dem Schweden-aufenthalt ist vor dem Schweden-Aufenthalt, ganz klar!
Ich plane nämlich, Ende September zumindest für ein Wochenende nochmal nach Malmö und Umgebung zu fahren.
Aber zur Sache: 06:10 Wecker klingeln, aufstehen, das übliche Morgenprogramm, schnell das eingekaufte Frühstück einnehmen.
Gegen 07:23 etwa ging der Zug von Malmö Triangeln nach Trelleborg. Von dort aus gings mit der Nils Dacke um 09:30 ab nach Swinemünde.
Aus den Zugfenstern sah ich kurz vor Ankunft in Trelleborg schon die ersten Fähren liegen oder ankommen, u. A. die Gryf und die Peter Pan, die Nils Dacke und Huckleberry Finn liefen ein.

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Im Terminal die übliche Routine: An den Self-Service-Druckautomaten, um die Tickets für die Überfahrt zu drucken: Buchungsnummer eingeben, persönliche Daten bestätigen, und… keine Tickets wurden gedruckt, das Problem hatten andere Passagiere auch.
So wurde der Kundenservice angerufen, wenig später erschien aber eine Mitarbeiterin von TT-Line mit den Tickets für die Passagiere – nun muss ich tatsächlich Schweden verlassen!
Pünktlich 09:00 kam der Hafenbus, um uns zum Schiff zu fahren.
Kurz nach Einschiffung frühstückte ich an Bord für sehr 7 €, in Anbetracht des Frühstücksangebotes wirklich preiswert! Auf den Deutschland-Routen kostet es 12 €, warum auch immer…
Ich hätte mich gar nicht so beeilen brauchen, denn 09:30 legten wir nicht ab, einiges an Fahrzeugen war noch nicht verladen, sodass wir kurz nach 10:00 ablegten. Die Peter Pan und Huckleberry Finn starteten zur gleichen Zeit, sodass quasi drei TT-Liner hintereinander ausliefen – sah toll aus, wie de Peter Pan und Huckleberry Finn fast nebeneinander fuhren. Wenig später folgte die Gryf von Unity Line, ebenso wie wir mit dem Ziel Swinemünde.

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Die Verspätung konnten wir ordentlich aufholen, da für die Überfahrt großzügige 7 Stunden angesetzt waren. Da diese Überfahrt locker in 6 Stunden zu schaffen ist, hieß es eine Zeit lang „Hebel on the table“ mit etwa 18.5 Knoten – eine pünktliche Ankunft war sicher.
Die Überfahrt war mehr als angenehm: tolles Wetter, ein nicht zu überfülltes Schiff, es gab genug Platz an Deck. Die vielen Außendecks der Nils Dacke und Robin Hood schätze ich eh sehr, davon sollten sich andere Reedereien mal eine Scheibe abschneiden!

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Allgemein bin ich ein Freund dieser beiden Schiffe, ich mag ihre Aufteilung, den Platz (vor allem außen) an Bord, außerdem hatte ich den Eindruck, dass es für die Nils Dacke mal eine Frischekur gab, so gereinigt, wie das Schiff war.
Trotz des sehr guten Wetters war es diesig und die Sicht nicht ideal, die Landmassen von Rügen waren aber dennoch zu sehen, ebenso wie die Hammershus und Povl Anker von weitem, sowie die Mein Schiff 1. Sie machte eine ihrer „blauen Reisen“ durch die Ostsee. Die Algen in der Ostsee waren allerdings ebenso wenig zu übersehen…

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Gegen 14:30 und 14:45 etwa begegneten uns die „Cracovia“ von Polferries und die „Polonia“ von Unity Line, wie ich anhand des akribisch studierten Fahrplans wusste.
Ich freute mich über gute Motive.

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Genauso waren demnächst aber schon Landmassen zu sehen – das muss Usedom sein! Leider ist damit die Ankunft verbunden, und das Ende dieser angenehmen Überfahrt, schade!
Gegen 16:00 liefen wir ein, schön ist die Einfahrt über die Swine allemal.

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Der Strand war gut gefüllt, ebenso wie die Molen, wo viele Zuschauer auf unsere Fähre schauten – die waren sicher neidisch! :D
Da wir mit dem Bug anlegten, wurde ein Wendemanöver hingelegt, pünktlich 16:30 legten wir an. Der Fährhafen befindet sich genau genommen auf der Woliner Seite von Swinemünde.
16:45 etwa wurden wir Fußpassagiere ausgeschifft und von einem TT-Line-Mitarbeiter über das Hafengelände zum Terminal geführt. Die Einreise nach Polen war maximal unkompliziert.
Gleich bahnte ich mir den Weg zum Anleger der Swine-Fähre „Bielik“ auf die Usedomer Seite.
Während der Überfahrt sahen wir die Gryf einlaufen, ein tolles Motiv – auch, wie sie im Hafen anlegte, und dort gemeinsam mit der Wolin lag.

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Ich bahnte mir schließlich den Weg zum Strand „Plaża Cztery Wiatry“ an der Swine, was mit meinem Koffer etwas anstrengend war. Schließlich erwartete ich gegen 19:30 die „Mazovia“ von Polferries und die „Skania“ von Unity Line, die beide aus Ystad kamen.
So lange entspannte ich mich etwas am Strand und genoss den abendlichen Sommertag, bevor die beiden Fähren pünktlich einliefen.

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Ich ärgerte mich erst über den Segler vor der „Skania“, aber auch ohne Segler konnte ich die Fähre gut ablichten.
Tja, die beiden Schiffe waren vorbei, nun waren die schönsten Momente dieser grandiosen Reise wirklich vorbei.
So bahnte ich mir den Weg vom Strand zum Bahnhof, 21:17 sollte mein Zug über Züssow nach Greifswald gehen.
Vor der Abfahrt musste bei McDonalds noch ein Snack sein – ja, im Notfall esse ich mal hier… 😉

Die Rückreise nach Greifswald beschreibe ich nicht weiter, aber ich war pünktlich zu Hause, immerhin, natürlich getrübt vom Ende der Reise.
Aber wie heißt es nicht so schön: „Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war“.
Damit wollte ich mich motivieren, denn lächeln über diesen schönen Urlaub konnte ich über das ganze Gesicht.

Folgende Dinge sind klar: Ich komme nach den Prüfungen Ende September zurück noch einmal nach Schweden!
Die Lust, dort später zu leben, ist gestiegen!
Schweden ist ein grandioses Land, mit der Unbeschwertheit der Einheimischen, den fantastischen Landschaften, und meinen geliebten Fähren.
Schwedisch lernen lohnt sich: Hübsche Frauen, fette Boote, tolle Natur und Shipspotting!
Und so sehr ich Kreuzfahrten auch liebe… ein so derartig intensives Erlebnis, in ein Land einzutauchen, kann eine Kreuzfahrt in der Regel nicht bieten…

Damit beende ich meinen Bericht, ich bedanke mich bei allen fürs Lesen!
Gruß Max
-20 eigens gemachte Kreuzfahrten mit 10 verschiedenen Reedereien
-verschiedene Fährfahrten mit 11 verschiedenen Reedereien

Johannes7
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Re: August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von Johannes7 »

Nabend Max,

ja, wunderbar 8-) ! Das muss wohl eine tolle Reise gewesen sein.
Mit dem Wetter hattest Du ja auch immer Glück.

Viele Grüße.
Johannes
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shipfriend
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Re: August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von shipfriend »

Hi Johannes,

Danke fürs Feedback! Wunderbar wäre untertrieben, auf dieser Reise gab es einen Höhepunkt nach dem anderen!! :)
Gruß Max
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ktmb
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Re: August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von ktmb »

Hej!
Mange Tag! Vielen Dank für die Eindrücke und das Teilen der Begeisterung für diesen Landstrich! Ich komme gerade aus dem zweiwöchigen Urlaub aus Bornholm zurück und muss sagen, dass die Leute dort entspannter leben. Kleiner Reisebericht folgt. ;) Schweden konnte ich von Hammershus aus auch sehen.
Hej, Hej

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shipfriend
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Re: August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von shipfriend »

Hallo ktmb,

Danke fürs lesen und Feedback! Ja, Skandinavien ist schon ein nettes Fleckchen Erde!
Auf deinen Bornholm-Bericht freue ich mich auch.
Und auch ich empfinde die Skandinavier als entspannter als uns.
Gruß Max
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BV1
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Re: August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von BV1 »

Hallo shipfriend,

es hat ein wenig gedauert, aber nun hatte ich Zeit, deinen wunderbaren Bericht zu lesen. Jede Zeile hat mich deine Freude und Begeisterung so richtig nachempfinden lassen, und das zusammen mit den vielen tollen (Schiffs-)Bildern hat das Lesen für mich zu einem Genuss gemacht! Vielen herzlichen Dank dafür!

Für deine Zukunft wünsche ich dir weiterhin gute Fortschritte beim Schwedischlernen und dass du deinen Traum von deiner neuen Heimat in die Tat umsetzen kannst! :)

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shipfriend
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Re: August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von shipfriend »

Moin BV1,

besten besten Dank für dein Feedback, freut mich, dass das Lesen dir so eine Freude bereitet hat. 8-)
In letzter Zeit kam ich leider nicht groß zum Schwedisch lernen, aber das werde ich die Tage definitiv wieder ändern!
Und du errätst nie, wo es Ende September, und Anfang Oktober noch einmal hingehen soll! ;)

Auf jeden Fall haben mich diese zwei Wochen in Schweden bestärkt: Dort gehöre ich hin, dort gefällt es mir, Skandinavien, insbesondere Schweden sind mein Ding! Ich würde es aber auch auf Norwegen ausweiten.
Gruß Max
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CapitanSabe
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Re: August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von CapitanSabe »

Da wird man ja richtig neidisch und freut sich auf eine eigene Tour :D
Danke für deinen tollen Reisebericht. Die Bilder und Beschreibungen hast du schön gemacht.

Hoffe, dass das nicht dein letzter Besuch in Schweden war!

Gruss

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shipfriend
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Re: August 2020, 2 Teile: Schweden pur – 14 Nächte (Sprach-)Reise durch Schweden

Beitrag von shipfriend »

Vielen Dank für dein Feedback. Die zwei Wochen dort oben waren unbeschreiblich traumhaft! Natürlich war ich nicht zum letzten Mal in Schweden: ich war jetzt zuletzt zwei Tage wieder in Südschweden, und fahre zum Ende der Woche nochmal hin. Dabei folgen bei Bedarf wieder Berichte. ;)
Gruß Max
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