Hallo hoss,Hoss50 hat geschrieben: @ballastpumpe
"Zur Kogge" am alten Stadthafen war eine Super Kneipe.Lagen als ich im Juni 73 auf die VOGTLAND aufgestiegen bin für ein paar Tage zum entgasen und kleineren Reparaturen dort. Da ging es schnell im Tages törn mal zur Kogge rüber. Frage an unsere Rostocker, gibt es sie noch ???? Bin mir nicht sicher in den 80zigern war ich einmal in Rostock. Die Altstadt war saniert. Einige Häuser vielen der Schnellstraße zum Opfer.Sah alles sehr sauber und ordentlich aus.Mir war es so, dass die Kneipe nicht mehr am alten Platz war-einfach weg !!!!
Grüsse vom Vogtländer
Roland
ich bin zwar kein Rostocker, habe die "Kogge" allerdings 1990 + 1994 ebenfalls bereits gesucht. 1994 intensiver, auf einer Rückfahrt per Bahn legten wir dazu den Umweg über Rostock mit Zwischenstop ein. Machte ähnliche Beobachtungen wie Du.
Aus der 72-er Erinnerung (Einlaufen RO Fr.15.Sept.72 - Auslaufen 18.Sept.), war es vom Hafen aus an einer Wendeschleife der Straßenbahn vorbei, einige 100 Meter den Schienen folgend und dann links an der Straße. Die Straßenbahnlinie war Nr.2. (oder 20 - meine aber 20 Pfg. kostete die Fahrt). Wir lagen das Wochenende dort und die ersten selbstverdienten 'Auslandsbiere' notierte ich wohl seinerzeit noch akribisch: Zeche Freitagabend: 4,08 Mark, Adresse der "Kogge" steht leider nicht bei. Von den 8 Halben waren natürlich 7 zur Runde den Anderen ausgeben
1994 den Schienen nachmarschiert fand ich das nicht wieder - wurde auf Nachfrage aber an eine (wohl gleichnamige) Kneipe verwiesen, in identischer Aufmachung - meines Erachtens deutlich weiter vom Hafen entfernt und bereits in Sichtweite der Rostocker Innenstadt gelegen. Zumindest die Inneneinrichtung kam bekannt vor, zumal dort einige Assesouires von aus den 70-zigern bekannten Schiffen hingen.
Mir fiel aber 94 auf, die alte "Kogge" nicht wie nun, zweistöckig mit einer Art oben umlaufenden Empore, in Erinnerung zu haben. Da jedoch an der Straßenbahn zum Hafen führend gelegen, war allerdings durchaus möglich, daß wir schon 1972 mit der Tram fuhren.
Einiges später erschien ein Fernsehbericht (im NDR III) über genau diese "Rostocker Kogge", samt Lebenslauf und zugehöriger Tradition. Dort wurde meines Wissens von einem Ortswechsel zwischendurch nichts berichtet - der Fernseh Bericht müßte ja zu recherchieren sein. Werde es versuchen, muß ja aufzufinden sein
Wenn ich da jetzt so drüber nachdenke, stellen sich sowieso ganz neue Fragen. Vom Rückweg zum Dampfer weiß ich noch, daß es irgendwie sehr spät wurde und alles wie ausgestorben wirkte. Nur ein paar Vopos (oder anderswie Uniformierte) bewachten das Terrain. Nur nehme ich mal stark an, wir hatten damals 'unentschuldigt' generell allerspätestens Mitternacht 'Zapfenstreich'. Da das Gros nicht volljährig und das 'Sorgerecht' dem Kapitän übertragen war, gab es sicherlich auch an Bord sofort genau einzuhaltende Vorgaben. Auf der vorangegangenen Seemannschule war 22:00 Uhr Nachtruhe - für jede Minute zu spät kamen 10 Kilometer Palstegflechten nach Feierabend gratis hinzu. Kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß diese in RO bereits mißachtet worden wären - später wurde das in einigen Häfen ab und zu mal probiert, was aber sinnlos war. Spätestens beim ersten Happen zum Frühstück sagte einem der Alte wer wann zuspät an Bord kam
Müßte doch rauszufinden sein wo Sept.72 die "Kogge" war und ob das bis 94 bzw. heute dort geblieben ist. Würde mich auch brennend interessieren,
mfG,
Carl

