Unglücks-Thread

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Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Bei der Vendée-Globe-Regatta der Welt ist das Augenmerk derzeit auf den französischen Skipper Yann Eliès gerichtet, der mit einem Oberschenkelbruch zwei Tage in seiner Kajüte lag. Ein Landsmann manövrierte mit seiner Yacht an die in der See treibende, 18 Meter lange "Generali" heran. Er segelte haarscharf an ihrem Heck vorbei und versuchte, ein Paket mit Wasser, Medikamenten, Brot und Pastete hinüber zu werfen. Einiges landete im Wasser, einiges im Cockpit. Eliès selbst ist nicht in der Lage, sich zu helfen. Er kann sich immer noch nicht bewegen, der Oberschenkel des Skippers ist geschwollen, die ganze linke Seite schmerzt, er hat einige starke Blutergüsse und seine Muskeln sind gereizt aufgrund seiner ungünstigen Lage. Er kann aber seine Zehen bewegen und hat eine gute Blutzirkulation im Bein", so der Rennarzt, der alle zwei Stunden Kontakt zu dem Verletzten aufnimmt. Für etwas Beruhigung sorgte die Nachricht, dass es Eliès gelungen war, an Schmerztabletten und etwas Nahrung - einen Müsliriegel, konzentrierten Zitronensaft und kondensierte Milch - zu kommen. Das Morphium aber, dass an Bord jeder der teilnehmen Yachten ist, blieb für ihn unerreichbar, da der Erste-Hilfe-Koffer seegangssicher gut in einem Schapp verstaut ist.
Mehr Hilfe war nicht möglich: Beim einem Übersetzen Guillemots könnten die Masten sich verhaken und beide Yachten in Gefahr bringen. Deswegen hielt Guillemot einen Sicherheitsabstand zwischen einer und zwei Seemeilen und segelt auf einem parallelen Kurs mit einer Geschwindigkeit von 3,5 Knoten. Am 18.12. war nach kurzer Vorbereitung die Fregatte "Arunta" mit mehr als 100 Mann Besatzung von Perth ausgelaufen, um Eliès zu retten. Die Rettung des Skippers bei erwarteten 35 Knoten Windgeschwindigkeit, schwerem Seegang und einem bewegungsunfähigem Skipper wurde als äußerst riskant eingeschätzt. Um 21.30 Uhr Ortszeit erreichte die Fregatte das Boot. Speziell trainierte Retter setzten mit einem Zodiac über und bereiteten den Verletzten bei hohem Seegang auf den Transport vor. Eine Studne später wurde er auf die Fregatte gebracht und medizinisch durch den Royal Flying Doctor Service versorgt. Nach dem Transport nach Perth wird er dort in ein Krankenhaus gebracht.
Auf der "Generali" wurde das Schott der Kajüte geschlossen und das Hauptsegel gesetzt. Ein Motorboot des Rennteams sollte aus Perth auslaufen, um zu versuchen, das Boot einzubringen.
Tim S.
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Beitrag von Tim S. »

In einem der Kesselräume der Fähre "Atlantic Vision", 30285 BRZ (IMO-Nr. 9211509), der Marine Atlantic brach am späten Abend des 27.12. ein Feuer aus. Es wurde durch die Bilder einer Überwachungskamera gegen 23.50 Uhr bemerkt und die Feuerwehr North Sydney in St. John alarmiert. Es gelang zwar, den Brand binnen 25 Minuten unter Kontrolle zu bekommen, doch loderten die Flammen mehrfach wieder auf. Die Fähre sollte im März ihren Dienst aufnehmen, doch dieser Termin könnte nun fraglich werden. Die Schadenshöhe ist noch nicht untersucht. Die "Atlantic Vision" lag seit zwei Wochen am North Sydney Terminal. Sie soll die Trailerfähre "Atlantic Freighter" 2009 ersetzen. Es handelt sich bei ihr um die 2002 bei der Howaldtswerke Deutsche Werft AG, Kiel, erbaute "Superfast IX", die nach ihrer Ablieferung zunächst auf der Route Rostock - Södertälje lief, später u.a. zwischen Hangö bzw. Helsingfors und Rostock. 2008 ging sie in Charter der Marine Atlantic und kam unter zypriotische Flagge. Am 7.12. traf sie in St. John auf Neufundland ein.
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

GIDDY UP neues künstliches Riff im Kieler Hafen?
http://www.kn-online.de/lokales/kiel/69 ... ation.html
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Die norwegische Hurtigruten-Fähre "Richard With" lief am 6.1. gegen acht Uhr vor Pier 2 im Hafen von Trondheim auf Grund. Das Unglück ereignete sich beim Einlaufen. Kräftiger Wind hatte das Schiff beim Anlaufen von Pier 1 erfasst und auf Felsen gedrückt. Der Steuerbordpropeller erlitt Schaden, und am Propellerschaft kam es zu einem Wassereinbruch. Zwar konnten die Lenzpumpen das Wasser halten, doch entschied der Kapitän, die 153 Passagiere zu evakuieren. Dazu wurde das Rettungsboot "Uni" angefordert, doch letztlich wurden die Fahrgäste über eine Feuerwehrleiter, die von der Pier zu einer Luke an Steuerbord ausgefahren worden war, an Land gebracht. Für rund 100 von ihnen wurde ein Flug nach Værnes organisiert. Ein Schlepper sollte die Fähre im Laufe des Tages wieder flottmachen, und, so die Hoffnung, die Reise nach Bergen im Anschluss an Taucheruntersuchungen des Rumpfes würde fortgesetz werden können.
Die "Richard With", 11 204 BRZ (IMO-Nr. 9040429) gehört der Kystruten KS und wird operiert durch die Hurtigruten ASA. Die Volkswerft GmbH in Stralsund lieferte sie 1993 als Ersatz für die von 1956 stammende "Finnmarken" ab.
ArneKiel

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Beitrag von ArneKiel »

Segeldrama am Kap Hoorn

Der französische Einhand-Segler Jean Le Cam hat in der Nacht zum Dienstag 200 Seemeilen südlich von Kap Hoorn Schiffbruch erlitten.
Nach einem SOS-Signal gab es kein direktes Lebenszeichen vom Teilnehmer der Regatta Vendée Globe.
Trotzdem gehen Helfer davon aus, dass Le Cam im Inneren seiner Kiel-oben schwimmenden Yacht in einer Luftblase auf Rettung wartet.
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Zu obiger Meldung ein wenig mehr Details:
Neuerlicher Ausfall beim Vendée Globe: Am Morgen des 6.1. hat der französische Einhand-Segler Jean Le Cam 200 Seemeilen südlich von Kap Hoorn, das er am Vortag gerundet hatte, in schwerer See Schiffbruch erlitten. Nach einem abrupt beendeten Funkgespräch um 1.26 Uhr, in dem er von seltsamen Geräuschen und drohender Kenterung berichtete, gab es kein direktes Lebenszeichen von Bord der "VM Materiaux". Helfer gingen aber davon aus, dass der Segleri m Inneren seiner auf 56. 17' S 73.46' W kieloben treibenden Yacht in einer Luftblase auf Rettung wartete. Von Bord der "VM Materiaux" wurde sieben Stunden nach dem ersten SOS um 8.50 Uhr ein zweites Notsignal aktiviert, das nur manuell ausgelöst werden kann. Dieses zweite Notsignal empfing die Rennleitung kurz nach Empfang eines akustischen Signals durch den Tanker "Sanangol Kassagie", der die Unglücksstelle inzwischen erreicht hatte. Er konnte sich dem Boot aber nur bis auf 300 Meter annähern, und das Aussetzen eines Rettungsbootes erwies sich bei dem hohen Seegang als zu riskant. Um 9.45 Uhr hatte ein chilenisches Suchflugzeug die Yacht in bei rund 30 Knoten Wind bis zu fünf Meter hohen Seen treibend entdeckt. Es stellte sich ein weiteres Problem heraus: Auf den Booten vom Typ Open 60 gibt es eine Möglichkeit, den Heckausstieg zu nutzen - auf jeder Seite im Heck befindet sich ein wasserdichtes Luk, das von innen und außen zu öffnen ist - doch das Heck und damit auch die Notausgänge des manövrierunfähigen Bootes befanden sich unter Wasser. Soweit bisher ersichtlich, ist zudem der Kiel oder der Kielwulst abgebrochen.

Stunden nach dem Unglück erreichte Konkurrent Vincent Riou mit seiner "PRB" die Unglücksstelle und sorgte mit einer Meldung von Rufen aus dem Bootsinnern für Erleichterung. Er konnte seinem Landsmann aber nicht alleine aus der Yacht helfen, ohne selbst in Gefahr zu geraten. Inzwischen ist ein chilenischer Marineschlepper aus Puerto Christo mit Kurs auf Yacht ausgelaufen. Der Schlepper führt ein zur Rettung notwendige Zodiac mit. Er soll Le Cams Rettung organisieren und durchführen. Bis dahin muss der Segler im gekenterten Boot ausharren

Bislang haben 16 von 30 Rennteilnehmern, die am 9.11. vor Frankreich starteten, die Regatta aufgegeben. Die Rettungsaktion für Le Cam ist die zweite dramatische Aktion nach der Bergung des verletzten Yann Elies von seiner Yacht vor Weihnachten. Er hatte nach mehreren Knochenbrüchen hilflos drei Tage warten müssen. Seine Yacht ging unterdessen verloren.

1997 wurde Tony Bullimore durch HMAS "Adelaide" fünf Tage nach der Kenterung seiner "Exide Challenger" 1400 Meilen südwestlich Australiens gerettet. Er hatte sich in dieser Zeit überwiegend von Schokolade ernährt.

Und hier links zu Videos von der Evakuierung der Richard With:
http://www1.nrk.no/nett-tv/distrikt/nor ... erdi/86309
http://www1.nrk.no/nett-tv/distrikt/nor ... erdi/86313
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Nach der Havarie der Hurtigruten-Fähre Richard With sind nun mit ihr, den aufgelgten Nordlys und Midnatsol sowie der zur Überholung gedockten Nordkapp 4 Einheiten der Flotte außer Betrieb. Die "Richard With" wird nach Stavanger zur Reparatur geschleppt. Die derzeitig angekündigte Ausfallzeit von 12 Tagen wird nach der Überflutung des Maschinenraums und mit aufgerissenem Tank wohl eher länger dauern.
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Noch eine dramatische Rettungsaktion beim Vendée Globe: Am Morgen des 6.1. hat der französische Einhand-Segler Jean Le Cam 200 Seemeilen südlich von Kap Hoorn, das er am Vortag gerundet hatte, in schwerer See Schiffbruch erlitten. In einem Funkgespräch um 1.26 Uhr mit einem Konkurrenten berichtete er von seltsamen Geräuschen und rief plötzlich: „Mein Boot kentert“. Danach es zunächst kein direktes Lebenszeichen mehr von Bord der "VM Materiaux". Allerdings wurde um 2.40 Uhr das EPIRB aktiviert. Nachdem mehrere Versuche der Pariser Rennzentrale, den Segler zu erreichen, erfolglos geblieben waren, alarmierte die Rennleitung das Maritime Rescue Coordination Center. Als erstes wurde der 63 Seemeilen entfernte, unter Bahamas-Flagge laufende Tanker "Sanagol Kassagie" gebeten, zur Unglücksstelle zu laufen. Um 8.50 Uhr wurde ein zweites Notsignal aktiviert, das nur manuell ausgelöst werden kann. Erste Erleichterung gab es dann um 9.45 Uhr, als ein ebenfalls von Chile ausgesandtes Suchflugzeug die "VM Matériaux" auf 56. 17' S 73.46' W kieloben treibend sichtete. Rund zwei Stunden später erreichte der Tanker die Yacht und gab dem Skipper mit Typhonsignal zu verstehen, dass Hilfe vor Ort war. Er konnte allerdings wegen hohen See nicht eingreifen, und es erschien auch zu riskant, ein Boot auszusetzen. Währenddessen wurden die ebenfalls an der Regatta teilnehmenden Franzosen Vincent Riou und Armel Le Cléac'h, beide 200 Seemeilen von Le Cam entfernt, zu dessen Position umgeleitet. Riou erreichte Le Cams Boot am Nachmittag des 6.1. Riou rief nach Le Cam und hörte eine Antwort aus dem Inneren des Bootes. Die "VM Matériaux" war zum Teilmit Wasser gefüllt. Das gesamte Heck war geflutet. Le Cam hatte im Bug Zuflucht gefunden mit einer kleinen Reserve Atemluft. Ein Problem war gewesen, dass die wasserdicht schließenden Luks zu beiden Seiten des Achterschiffs, die ein Verlassen auch des gekenterten Bootes ermöglichen sollen, unter Wasser lagen. Schließlich hat er all seinen Mut zusammengenommen und das Boot verlassen. Es gelang ihm, auf das Boot zu klettern und sich am Ruderblatt festzuhalten, wo er sich, von Wellen überspült, festklammerte. Bis dahin hatten Riou und Armel Le Cléac’h, ein weiterer Segler, abwechselnd das gekenterte Boot bewacht. Als Riou sich ein erstes Mal annäherte, warf er ein Seil, dass Le Cam aber nicht ergreifen konnte. Erst im vierten Versuch gelang die Übergabe, wobei die "PRB" allerdings bei einer Kollision mit der gekenterten Yacht beschädigt wuurde. Die Hauptsache aber war, dass Le Cam das Seil gefangen hatte und es sich um den Körper schlingen konnte. Über die Seilwinde wurde er dann gerettet.
Die „PRB“ nahm Kurs aufs 120 Meilen entfernte Chile. Am 6.1. war noch erwartet worden, dass die Rettung erst am kommenden Tag durch einen herbeigerufenen chilenischen Marineschlepper aus Puerto Christo erfolgen könnte.
Über den Grund der Kenterung kann bislang nur spekuliert werden. Da die See zum Zeitpunkt des Unfalls nicht allzu schwer war, könnte sie durch eine Kollision mit einem unbekannten Gegenstand verursacht worden sein. Bilder vom verunglückten Boot ließen vermuten, dass die tonnenschwere Kielbombe, die die Yacht vor dem Kentern bewahrt, von der Kielflosse abgebrochen ist und so die Kenterung auslöste.
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Am 08.01.09 kam das von Bremen kommende auf dem Weg nach Skagen laufende, 85 Meter lange, maltesische Frachtmotorschiff "Wilson Heron" (IMO-No. 9116022, 2901 BRZ, erbaut 1994) gegen 00.10 Uhr auf der Weser vor Bremerhaven am westlichen Fahrwasserrand fest. An Bord befanden sich 8 ukrainische Besatzungsmitglieder. Nach einem plötzlichen Ausfall der Hauptmaschine und der Ruderanlage an Bord des Schiffes wurde es manövrierunfähig, und ein Festkommen war trotz sofortiger Notankerung nicht mehr zu verhindern. Ein durch die Schifffahrtspolizei benachrichtigter Schlepper stellte gegen 01.00 Uhr eine Leinenver-bindung zum Havaristen her, dessen Hauptmaschine zwischenzeitlich von der Besatzung wieder in Gang gebracht werden konnte. Mit vereinten Kräften konnte das Schiff von der Wattkante gezogen und später an der Stromkaje von Bremerhaven für die weitere Ursachenuntersuchung des Maschinenausfalls durch die Wasserschutzpolizei Bremerhaven festgemacht werden. Die zuständigen Schiffssicherheitsbehörden, die Seeberufsgenossenschaft, die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung und die Wasser- und Schifffahrtsdirektion, wurden vom Festkommen des MS "Wilson Heron" informiert. Die genaue Ursache der Havarie ist derzeit noch nicht geklärt.
ArneKiel

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Beitrag von ArneKiel »

Fähre in Indonesien gesunken - über 200 Vermisste

KN-Online: http://www.kn-online.de/in_und_ausland/ ... isste.html
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