Ich möchte mich nach längerer Abwesenheit hier im Forum auf Grund von schlechtem Internetzugang in den vergangenen "Jahren"

Ich möchte darin einfach den ganz normalen Wahnsinn des Schiffsfotografen bzw des Jägers und Sammlers beschreiben. In diesem ersten Teil erfolgen ein paar Impressionen von 5 Tagen Jagt auf Schiffe im Schelde-Revier zwischen Terneuzen und Walsoorden.
Von Montag den 17. bis Freitag den 21. August war ich zusammen mit 2 befreundeten Shipspottern aus Mitteldeutschland auf großer Erkundungsfahrt an der Schelde, dem Fluss, der Schifffahrtsautobahn ins belgische Antwerpen.

Wir trafen uns zuvor in Koblenz und sind dann in der Nacht zum 17.8. um 2 Uhr losgefahren. Unser Ziel war das vorher gebuchte Hotel "De Gentsche Poort" in Biervliet, 10 Autominuten von Terneuzen in Zeeland an der Schelde entfernt.

Wir hatten in dieser Woche überwiegend gute Wetteraussichten und markierten uns folgende Punkte für die möglichst besten Fotos der Schiffe auf der Schelde in der Karte, wie folgt: Morgens steht man bei Eendragt zwischen Griete und Zeedorp am besten mit der Sonne im Rücken, was für uns recht nah zu erreichen lag. Mittags bis nachmittags konnten wir direkt in Terneuzen verweilen, entweder westlich oder östlich von den Schleusen zum Ghent-Kanal. Direkt an der Mole am Yachthafen von Terneuzen fahren einem die größten Seeschiffe mit relativ zügigem Tempo fast über den Fuß, so nah kommen sie hier am Land vorbei. Und ab spätem Nachmittag bis abends steht man zuletzt am besten in Walsoorden. Auch hier gibt es hautnahe Begegnungen mit den Giganten, die hier steile S-Kurven fahren, um die Metropole Antwerpen anzulaufen.

Nun ging es los. Während der Autofahrt wurde schon fleißig AIS geschaut, die Segellisten von großen Containerreedereien verglichen, mit Service-seiten der Antwerpen-Lotsen und Hafenagenturen, um möglichst jeden Schuss geplant zu setzen. Überraschungen waren zwar auch sehr gern gesehen, doch die präzise Planung, bestimmte interessante Schiffe zu erwischen, machte hier den Reiz des Jägers aus.

Ankunft war um 7 Uhr pünktlich zum Sonnenaufgang zunächst direkt in Eendragt. Zu unserem Entsetzen war der Frühnebel jedoch noch sehr zäh. U.a. Containerschiffe AS Paulina oder den Reefer Dole Asia konnten wir nur nach dem Gehör auf dem Fluss orten, keine Chance für gute Bilder, doch ein paar Impressionen waren diese einmaligen Morgenstunden wert.




Wir fuhren dann zu unserem Hotel weiter und hofften auf eine baldige Nebelauflösung. Wie es dazu weiter ging, beschreibe ich im ersten Teil des Spottingberichtes zum Tag 1 (17.8.2020)
Hier erfolgen noch weitere Impressionen zusammengefasst aus 5 Tagen an der Schelde:
Stadtbummel durch die Innenstadt von Terneuzen: Übrigends ist Terneuzen bekannt für die Sage des "Fliegenden Holländers"

Rundgang durch unseren Ort: Biervliet bei Terneuzen

... das nennt sich: Cheesburger im holländischen Restaurant

Sicher eine Nummer 1 Adresse für Shipspotter an der Schelde: Das Hotel Golden Tulip in Terneuzen

Wanderung über Austern und Schlick vor der Mole in Terneuzen bei Niedrigwasser, um noch näher an die Kiellinie der passierenden Schiffe zu gelangen

In Walsoorden: Fußbad in der Schelde und dazu ein Schelde-gekühltes Grolsch-Bier, ein in Enschede gebrautes und in Holland bzw Zeeland Kultbier, sollte man probiert haben


Treffen eines weiteren deutschen Schiffsfotografen aus Hameln in Walsoorden. Wir sind also nicht die einzigen


Bequem hat man sichs gemacht in Eendragt am Deich und wartet teilweise schlafend, ausruhend entspannt auf die Schelde-Fahrer von und nach Antwerpen

... man erfreut sich, wenn man sie dann nach seinen Vorstellungen erwischen konnte







... da kommt die Coastguard mit dem Flugzeug die Schelde abgeflogen...


zwischen Walsoorden und Zeedorp, ein Angler holt sich nasse Füße


MSC Florentina bei Griete

nördlich Walsoorden:



Manchmal liegen Bulker in der Bucht bei Griete und werden mit Schwimmkränen geleichtert, bevor sie in den Ghent-Kanal einfahren dürfen

... nach dem Vorgang des Leichterns der Bulker, bei dem in bereitgestellte Bargen umgeladen wird, werden die Schwimmkräne von den Schleppern abgeholt

Der letzte Abend klingt aus, an der Mole in Terneuzen.

Es folgen nun in weiteren Teilen die Highlights der gejagten Beute aus 5 Tage an der Schelde

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