Holger hat geschrieben: ↑So 15. Mai 2011, 14:05
Seitentrawler - Typ I - Typ II - Typ III -
In den
Jahren 1951/61 wurden auf den Werften der DDR (Bezirk Rostock)
25 Seitentrawler für den Fischfang Rostock gebaut.
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> VEB Volkswerft Stralsund - 6 Schiffe vom Typ I und 4 Schiffe vom Typ II,
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# ROS 201-210 kamen aus Stralsund,
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Letztes Schiff: ROS-206 "WILHELM-PIECK-STADT-GUBEN" übergeben am 01.03.1954
Verwendungseigenwchaften:
Schleppnetzfischerei im autonomen Einsatz oder als Zubringertrawler für die Fang- und Verarbeitungsschiffe.
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Hauptdaten
Länge über alles:.....................................57,62 m
Länge zwischen den Loten:.........................52,00 m
Breite auf Spanten:...................................9,00 m
Seitenhöhe:............................................4,83 m
Tiefgang:...............................................4,06 m
Deplacement:..........................................1090 t
Tragfähigkeit:..........................................339 t
Vermessung:....................................575 BRT/200 NRT
Antriebsleistung:................................677 kW/920 PS
Aktionsweite:...................................30 Tage/8500 sm
Dienstgeschwindigkeit:...............................11,5 kn
Fischraumvolumen:....................................460 m3
Wohneinrichtungen: Besatzung................26 Pers.+ 6 Pers.
Preis:...............................................ca. 2,2 Mill. M
Diese Trawler fingen in den ersten Jahren vor allem Rotbarsch. Ihre Fanggebiete waren Ostsee, Nordsee, isländische und grönländische Gewässer, Barentssee, Nordwest- und Nordostatlantik.
Vor dem Deckshaus stand die Zweitrommel Netzwinde mit 98 kN Zugkraft und 2800 m 28-mm-Kurrleine auf jeder Trommel. Der Fockmast trug einen 1,5-t.Steertbaum. An der Aufbautenlängswand war ein 1,5 t-Rollerbaum befestigt. Beide Fischräume wurden durch fünf Luken beschickt. Der Fang wurde entweder in Eis gelagert oder manuell geköpft, gesäubert, gesalzen und in Fässern konserviert. Im Deckshaus war eine Trankochanlage mit zwei 500-kg-Kesseln untergebracht. Auf der Heimreise konnten 284 t Nutzladung mitgeführt werden.
Die maximale Jahresfangleistung wurde 1966 mit 3136 t verzeichnet.
Die Hauptmaschine war ein 677-kW-Viertakt-Dieselmotor des Typs 8 SV 55 u vom VEB Görlitzer Maschinenbau, der über ein Untersetzungsgetriebe auf die Propellerwelle arbeitete. Das Bordnetz wurde von zwei 40-kW-Dieselgeneratoren versorgt, die Netzwinde von einem 220-kW-Aggregat.