Landgang: Verschiedenen Häfen in Madagaskar, La Reunion, Mauricius. Das waren die Häfen fürs Löschen.
Laden dann in südlichen Afrika.
Gruß
Fritz







Der Beitrag erinnert mich an mein zweites Praktikum mit Fahrtgebiet Westafrika. Wenn ich mich recht erinnere, war der Run Dakar-Tema-Takoradi-San Pedro-Abidjan-Lagos und genau so wieder zurück. Auf meinem ersten Törn war ich dann ziemlich überrascht, als in der Messe plötzlich etwa 4-5 einheimische Damen saßen. Als ich den Chief Mate fragte, was es damit auf sich hatte, meinte er, die würden uns nun begleiten, für die Crew kochen und waschen und auch sonst zu Diensten sein. Ich war doch sehr erstaunt, dass das im Jahr 2004 noch so ohne weiteres möglich war. Mein Fall war das nicht, aber leben und leben lassen.
Naja, da sie ja in unserem Fall im gleichen Hafen wieder von Bord gingen, in dem sie gekommen sind, war das wohl möglich. In den Häfen dazwischen waren sie wohl meist in den Kabinen versteckt. Solange die Immigration mit genug "Beute" in Form von Softdrinks und Spirituosen wieder von Bord gehen konnten, gab es wohl auch nichts zu befürchten.Fritz hat geschrieben: ↑Sa 8. Jun 2024, 21:25 Moin Stephan,
das was du schreibst finde ich für 2004 auch verwunderlich. Über 20 Jahre vorher auf den Madagaskarreisen war es wohl so üblich und normal. Die Frauen kamen an Bord, blieben die Liegezeit über an Bord, wurden verpflegt, haben Wäsche gewaschen (Waschmaschine hatten wir noch nicht) und mitgefeiert. Wie einige Männer mit hnen umgegangen sind war eigentlich wiederlich. Dabei war das Verbale ("mein Kohlensack in der Koje") noch recht harmlos.
Ob die Frauen dann auch mitgefahren sind zum nächsten Hafen habe ich vergessen. Ich denke eher nicht. Der Rückweg wäre wohl schwierig gewesen.
Meine moralischen Maßstäbe gerieten so etwas durcheinander als ich feststellen musste, dass vor allem die verheirateten Männer für die Rückreise hofften, dass wir vor dem ersten deutschen Hafen noch einen anderen in Europa anliefen. Hier konnten sie dann zumindest zum "Tripperdoktor" gehen bevor sie ihre Ehefrau wieder sahen. Dass sie vorher den Ziehschein geküzt haben (angeblich keine Überstunden mehr) um ihr Landleben zu bezahlen war auch so ein überraschendes Erlebnis.
Gruß
Fritz
Naja, da sie ja in unserem Fall im gleichen Hafen wieder von Bord gingen, in dem sie gekommen sind, war das wohl möglich. In den Häfen dazwischen waren sie meist in den Kabinen versteckt. Solange die Immigration mit genug "Beute" in Form von Softdrinks und Spirituosen wieder von Bord gehen konnten, gab es auch nichts zu befürchten.Fritz hat geschrieben: ↑Sa 8. Jun 2024, 21:25 Moin Stephan,
das was du schreibst finde ich für 2004 auch verwunderlich. Über 20 Jahre vorher auf den Madagaskarreisen war es wohl so üblich und normal. Die Frauen kamen an Bord, blieben die Liegezeit über an Bord, wurden verpflegt, haben Wäsche gewaschen (Waschmaschine hatten wir noch nicht) und mitgefeiert. Wie einige Männer mit hnen umgegangen sind war eigentlich wiederlich. Dabei war das Verbale ("mein Kohlensack in der Koje") noch recht harmlos.
Ob die Frauen dann auch mitgefahren sind zum nächsten Hafen habe ich vergessen. Ich denke eher nicht. Der Rückweg wäre wohl schwierig gewesen.
Meine moralischen Maßstäbe gerieten so etwas durcheinander als ich feststellen musste, dass vor allem die verheirateten Männer für die Rückreise hofften, dass wir vor dem ersten deutschen Hafen noch einen anderen in Europa anliefen. Hier konnten sie dann zumindest zum "Tripperdoktor" gehen bevor sie ihre Ehefrau wieder sahen. Dass sie vorher den Ziehschein geküzt haben (angeblich keine Überstunden mehr) um ihr Landleben zu bezahlen war auch so ein überraschendes Erlebnis.
Gruß
Fritz
Moin Fritz,Fritz hat geschrieben: ↑Di 11. Jun 2024, 21:03 Moin Stephan,
ich bin auch ab 1969 für einige Jahre aufs Passagierschiff gewechselt. Ob der Charakter der Crew (moralische Grundeinstellung) besser war? Es boten sich weniger Gelegenheiten wegen der kurzen Liegezeiten für das sich in Afrika gezeigte Verhalten einiger Kollegen. Derartige Charaktere gibt es immer noch, wie mir scheint eher mehr als weniger.
Wie ist es heute auf dem Passagierschiff mit der Behandlung der Crew durch den Reeder? 1969 wurden noch alle nach dem deutschen Heuertarfif bezahlt, aber dann begann auch bald die Aktion Outsorcing fürs Servicepersonal. Vorbei mit Tarifbindung.
Gruß
Fritz